Durchbruch in der Strassenfinanzierung

28 Sep

Dieter Kläy, Ressortleiter sgv

Das Seilziehen zwischen National- und Ständerat um den Nationalstrassen- und Agglomerationsverkehrsfonds (NAF) ist beendet. Die beiden Kammern haben letzte wichtige Differenzen bereinigt. 2017 wird das Volk über den neuen Fonds abstimmen.

Der neue Fonds kommt 2017 zur Abstimmung.

Der neue Fonds kommt 2017 zur Abstimmung.

Der Nationalstrassen- und Agglomerationsverkehrsfonds NAF ist ein Durchbruch in der Strassenfinanzierung. Diese ist künftig nicht mehr abhängig von jährlich im Parlament zu sprechenden Budgets. Die Finan­zierung wir neu über den Strassenfonds nachhaltig und mit mehr Planungs­sicherheit gewährleistet. Gespiesen wird der NAF von der Mineralölsteuer. Während der Nationalrat fix 60% dieser Steuer für den NAF vorsehen wollte, sprach sich der Ständerat für die Variante „maximal“ 60 Prozent aus. Jetzt wurde ein Kompromiss gefunden.

„In der Regel“, statt maximal

Der Nationalrat beschloss, die 60 Prozent fix ins Gesetz zu schreiben. Damit sollte ein Spielraum von bis zu 300 Millionen Franken, der der Planungs­sicherheit abträglich sein würde, verhindert werden. Der Ständerat lenkte ein Stück weit ein und beschloss, statt „maximal“ den Begriff „in der Regel“ zu verwenden. Damit wird bei Gewährleistung der Planungssicher­heit die gewünschte Flexibilität geschaffen. Wie weit der Spielraum genutzt wird, entscheidet das Parlament. Der Nationalrat folgte im Differenzbereinigungsverfahren letztlich dieser Position.

Durchbruch in der Strassenfinanzierung

Insgesamt begrüsst der sgv das Gesamtergebnis. Mit der Schaffung des NAF und einer planbaren und gesicherten Finanzierung von Unterhalt und Ausbau des Nationalstrassennetzes ist ein wichtiger Meilenstein in der Geschichte der Strassenfinanzierung erreicht worden. 2017 findet die Volksabstimmung über die Verfassungsänderung statt.

Keine grünen Käfige

23 Sep

Beat Huber, Präsident SVUT und Polytechnik Swiss AG, Immensee/SZ

Ich glaube an Swissness, Umwelttechnologie und «Cleantech». Die Zukunft der Schweiz ist Energie- und Ressourceneffizienz. Ich lebe von der Umwelttechnik. Und ich sage Nein zur Volksinitiative „Grüne Wirtschaft“. Wer, wie ich, täglich mit Umwelttechnik zu tun hat, weiss: Ressourcen­effizienz ist ein evolutiver und kooperativer Prozess. Wer Ressourcen­effizienz mit staatlichen Zwangsmassnahmen durchpauken will, macht mehr kaputt, als dass er erreicht. Deshalb erachte ich die Initiative „Grüne Wirtschaft“ direkt als kontraproduktiv. Ich bin der gleichen Meinung wie der Bundesrat: Der Umbau auf mehr erneuerbare Energie und die Reduktion des Ressourcenverbrauchs sind der richtige Ansatz für die Zukunft – jedoch fordert die Initiative zu viel in zu kurzer Zeit und würde zu unverhältnis­mässig hohen Kosten und einschneidenden Massnahmen für die Wirtschaft führen.

Auf Papier hätten wir dann eine extreme Forderung, die sich kaum umsetzen lässt. Die über Jahrzehnte erarbeiteten Errungenschaften in der Schweiz würden abgebremst oder verhindert. Denn Evolution und Kooperation vertragen sich nicht mit Zwang, zentraler Planung und Verordnungsbürokratie. Evolution und Kooperation gedeihen nicht in Käfigen.

Nein zur Initiative "Grüne Wirtschaft": Ein extremer grüner Zwang, der die KMU-Wirtschaft schädigt und Bürgerinnen und Bürger bevormundet

Nein zur Initiative „Grüne Wirtschaft“: Ein extremer grüner Zwang, der die KMU-Wirtschaft schädigt und Bürgerinnen und Bürger bevormundet

Die Erhöhung der Energie- und Ressourceneffizienz ist eine globale Aufgabe. Die Initiative Grüne Wirtschaft verkennt dies total. Statt unseren Cleantech-Unternehmen den Zugang zu internationalen Märkten zu verein­fachen, setzt die Initiative auf die Verteuerung vom Denk- und Werkplatz Schweiz. Das zieht unweigerlich die Verteuerung der Exporte mit sich. Und damit den Verlust von Wettbewerbsfähigkeit. In anderen Worten, alles Know-how, dass sich diese Firmen aufgebaut haben, wird verloren gehen. Die Volksinitiative Grüne Wirtschaft steckt das Land und ihre KMU-Wirt­schaft in einen Käfig. Der ist zwar grün angestrichen, richtet sich aber gegen die Ziele, die mit der Initiative erreicht werden sollen.

Die Chancen für die Schweiz sind gegeben, international als führender Produktions- und Exportstandort für Umwelttechnik-Güter und -Dienst­leistungen zur Entlastung unseres Planeten entscheidend beizutragen. Wir haben eine gute Ausgangslage, nicht-kopierbares Wissen auf den weltweit wachsenden Märkten als „Swissness“ mit positiver Wirkung für die Umwelt einzubringen. Dies bietet für die Schweiz eine einmalige Wachstumschance: wir können bei dem Trend zur nachhaltigen Wirtschaft eine Vorrei-terrolle weltweit einnehmen. Behindern wir uns doch nicht selbst! Die aktuelle Position der Schweiz ist ihr Sprungbrett. Nehmen wir die Chance wahr, indem wir den Unternehmen Freiheit geben und Barrieren abbauen. Wenn wir uns in einen grünen Käfig einsperren, kommen wir sicher nicht weiter.

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www.gruener-zwang.ch

KMU-Arbeitsplätze gehen verloren

15 Sep

Roland Goethe, Inhaber Goethe AG und Präsident Swissmechanic Schweiz

Der bereinigte zweite Sektor, also die Industrie und das verarbeitende Gewerbe, besteht aus etwa 40‘000 Betrieben. Sie generieren um die 20% des Bruttoinlandprodukts und stellen über 700‘000 Arbeitsplätze zur Verfügung. Die Schweiz ist ein Land, in dem Apparate gebaut, Maschinen hergestellt, Medikamente produziert, Uhren gemacht, Präzisionsinstrumente erstellt oder Nahrungsmittel verarbeitet werden.

Jetzt kommt die Initiative Grüne Wirtschaft und bestraft – das ist das richtige Wort – alle. Aber sie wirkt sich insbesondere auf den zweiten Sektor aus. Denn er verbraucht mehr Ressourcen, er importiert mehr und er hat eine grössere Logistik. Das Fleisch passiert die Grenze und muss kühl gelagert werden. Der Käse muss gerührt, deponiert und gereift werden.

Metallverarbeitung passiert bei hohen Temperaturen, mit Wassereinsatz und oft mit Beimischung von Chemikalien. Die Pharmaforschung ist material­intensiv, energieintensiv und personalintensiv und benötigt Logistik. Wenn dies besteuert oder sonst wie verteuert wird, wirkt sich das auf die ganze Kette aus und hat verheerende Folgen für die Unternehmen.

Die Initiative «Für eine nachhaltige und ressourceneffiziente Wirtschaft (Grüne Wirtschaft)» bestraft alle. Besonders verheerend aber wären die Auswirkungen für die Industrie und das verarbeitende Gewerbe: Innert 10 Jahren muss mit dem Verlust von 200'000 Arbeitsplätzen gerechnet werden.

Die Initiative «Für eine nachhaltige und ressourceneffiziente Wirtschaft (Grüne Wirtschaft)» bestraft alle. Besonders verheerend aber wären die Auswirkungen für die Industrie und das verarbeitende Gewerbe: Innert 10 Jahren muss mit dem Verlust von 200’000 Arbeitsplätzen gerechnet werden.

Eine Überschlagsrechnung zeigt die noch schlimmere Dimension. Mit der massiven Benachteiligung der KMU – insbesondere im zweiten Sektor – gehen Arbeitsplätze verloren. Nehmen wir an, die Volksinitiative wird angenommen. Das würde sich auf das Bruttoinlandprodukt um mindestens 0.5% negativ auswirken. Die fehlenden 0.5% Wachstum führen zum Verlust von etwa 20‘000 Arbeitsplätzen. Nur schon für die kurze Frist von zehn Jahren sind das 200’000 Arbeitsplätze. Das ist eine wirtschaftliche Tragödie; aber es ist noch mehr. Es ist auch eine menschliche Tragödie.

Die Schweiz ist ein industrielles Land. Der zweite Sektor ist wichtig für den Branchen-Mix. Er ist extrem exportorientiert und hoch produktiv. Vor allem: Die meisten Hersteller von Cleantech-Lösungen und Cleantech-Arbeits­plätze sind im zweiten Sektor. Freuen wir uns darüber. Und lassen wir uns nicht von den Gespinsten der Volksinitiative Grüne Wirtschaft blenden. Sorge zu den KMU und den Arbeitsplätzen der Schweizer KMU-Wirtschaft zu tragen heisst: Nein zur Volksinitiative Grüne Wirtschaft!

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www.gruener-zwang.ch

L’économie suisse est verte : c’est un fait acquis à ne pas compromettre

14 Sep

André Berdoz, membre du Comité directeur usam, directeur Electro-Techniques AZ SA, Grandvaux/VD

L’initiative populaire des Verts suggère que l’économie suisse ferait acte de souillonnerie, et négligerait gravement son devoir d’économie d’énergie, ce qui n’est pas vrai. Bien au contraire. En tant que responsable d’une entreprise d’électrotechnique dont la clientèle appartient aux branches les plus diverses, je suis à même de mesurer au quotidien l’ampleur des progrès réalisés sur le plan de l’efficacité énergétique. Je vois que ces progrès sont tout à fait indépendants de l’intensité énergétique consommée par les branches concernées. Hôtels et restaurants, boulangeries et scieries, commerces de détail, services de bureau, EMS et cliniques : toutes ces branches effectuent d’importants investissements en vue d’accroître l’efficacité énergétique.

De nombreuses PME de l’industrie et du secteur des services contribuent de façon déterminante à cette „économie verte“, de leur propre initiative. Un instrument particulièrement efficace dans ce sens provient de l’économie elle-même. L’Agence de l’énergie pour l’économie (AEnEc) aide plus de 3000 entreprises de l’industrie et des services à réduire leur consommation d’énergie et leurs émissions de CO2. C’est un plus pour le climat, mais également pour le budget des entreprises. L’économie dans son ensemble peut ainsi économiser chaque année plus de 1,4 million de tonnes de CO2, ce qui équi-vaut à peu près aux émissions annuelles de quelque 400’000 automobiles et qui dépasse même les émissions annuelles de CO2 de toute la ville de Zurich, carburants inclus.

2) NON à «Economie verte», qui mettrait à mal les entreprises et ligoterait la population !

NON à «Economie verte», qui mettrait à mal les entreprises et ligoterait la population !

Il n’y a pas lieu de s’étonner de ces faits : l’économie suisse est verte parce que la situation actuelle du marché, qui expose les entreprises à des coûts salariaux et fonciers élevés, les oblige à tout mettre en œuvre pour gagner en efficience.

Car il est un point décisif que l’on ne saurait occulter : si tous ces efforts sont déployés, c’est parce qu’ils sont rentables du point de vue écono­mique. Et comme la rentabilité est un facteur de dynamisme, les entreprises savent que l’accroissement de l’efficacité énergétique est une tâche de longue haleine, une tâche permanente qu’elles peuvent contrôler par le biais des coûts d’investissement, des économies et de l’augmentation du chiffre d’affaires. C’est sur cet accroissement d’efficacité énergétique, précisément, que s’achoppe l’initiative pour une économie verte. Au lieu de reconnaître les succès obtenus grâce à la responsabilité individuelle, on tue ces valeurs pour les remplacer par la contrainte et la planification étatique. L’efficacité spontanée fait place à la bureaucratie. Et l’augmentation volontaire de l’efficacité – pourtant véritable moteur de l’efficacité énergétique – est „interdite“.

L’initiative pour une économie verte est une tromperie qui suggère que notre économie dispose d’un potentiel important de diminution dans l’utilisation des ressources et de l’énergie. C’est faux. Nous sommes aujourd’hui les champions du monde de l’économie verte, et ce n’est pas sans raison. L’économie verte, dans son acception radicale voulue par l’initiative, a pour résultat que des entreprises devenues des modèles de durabilité se trouvent privées de toute perspective d’avenir en Suisse parce que, face aux exigences, aux taxes et aux redevances qui leur sont imposées, elles ne peuvent tout simplement plus y travailler de manière compétitive. C’est une manière de nous saborder nous-mêmes !

LIEN
www.vert-extreme-non.ch

Qui fait le calcul dit NON à AVSplus

25 Aug

Jean-François Rime, président de l’Union suisse des arts et métiers usam, conseiller national UDC/FR

Les syndicats et la gauche veulent nous faire croire que si l’on calcule correctement, on ne peut qu’approuver l’extension de l’AVS. Bien au contraire:

  • Si l’on réfléchit, on remarque très vite que les fantasmes de la gauche coûtent extrêmement cher. D’ici à 2030, les coûts supplémentaires atteindraient 5,5 milliards de francs par année; et par la suite, davantage encore. Pour les couvrir, il faudrait presque 1,5% de TVA supplémentaire. C’est beaucoup trop coûteux et ce sont surtout les familles avec enfants qui en feraient les frais. Qui réfléchit et fait le calcul dira donc NON à AVSplus.
  • Si l’on s’informe, on sait très bien que l’AVS est aujourd’hui déjà dans les chiffres rouges. D’ici à 2030, son déficit annuel atteindra quelque 8 milliards de francs. Il faudra encore au moins 2% de TVA pour le combler. Pour couvrir le montant total nécessaire, il faudrait donc environ 3,5% de TVA supplémentaires. Cela n’est pas acceptable. Notre économie en serait rudement affectée, de nombreux emplois disparaîtraient et notre situation à tous s’en trouverait péjorée. Nous ne saurions l’admettre. Qui s’informe et calcule dira donc NON à AVSplus.
Le déficit de répartition de l'AVS va connaître d'ici à 2035 une augmentation massive en raison de l'évolution démographique. Si l'initiative nuisible et irresponsable sur l'AVS est acceptée, plus de 4 milliards de francs de dépenses supplémentaires devront être couverts à partir de 2018, montant qui atteindra 5,5 milliards en 2030. Source: Office fédéral des assurances sociales

Le déficit de répartition de l’AVS va connaître d’ici à 2035 une augmentation massive en raison de l’évolution démographique. Si l’initiative nuisible et irresponsable sur l’AVS est acceptée, plus de 4 milliards de francs de dépenses supplémentaires devront être couverts à partir de 2018, montant qui atteindra 5,5 milliards en 2030. Source: Office fédéral des assurances sociales

  • Si l’on y regarde de plus près, on se rend compte que ce sont préci­sé­ment les rentiers les plus démunis qui n’auraient rien à attendre d’AVSplus. Un relèvement des rentes AVS aurait pour effet de réduire en conséquence les prestations complémentaires dont ils pourraient bénéficier. Au total, pas un seul franc supplémentaire ne serait versé aux rentiers AVS vraiment pauvres. Les seuls à profiter d’AVSplus seraient les rentiers aisés, alors qu’ils n’en ont pas besoin. Qui examine et calcule dira donc NON à AVSplus.
  • Si l’on approfondit l’analyse, on ne manquera pas d’observer que les rentes AVS sont imposables. En revanche, les prestations complé­mentaires sont exonérées d’impôts. Il s’ensuivrait donc que les rentiers les plus pauvres, sans recevoir d’argent supplémentaire, devraient payer davantage d’impôts sur le revenu et sur la consommation. Au final, ces personnes auraient donc sensiblement moins d’argent dans leur portemonnaie. Qui approfondit l’analyse et calcule ne pourra donc que dire NON à AVSplus.
  • Toute personne raisonnable ne peut admettre qu’AVSplus tende à distribuer les fonds supplémentaires selon le principe de l’arrosoir. La rente AVS mensuelle d’une personne démunie serait relevée de 117,50 francs, alors que celle d’un rentier millionnaire, donc très à l’aise financièrement, augmenterait de 235 francs. Quelle absurdité! Qui réfléchit raisonnablement et fait ses calculs dira donc NON à AVSplus.
  • Si l’on est attentif, on remarquera que la campagne des syndicats mise davantage sur le dénigrement du deuxième pilier que sur l’apologie des mérites de l’initiative. Pour ses auteurs, il s’agit de toute évidence d’une stratégie intentionnelle visant à détourner l’attention des flagrantes lacunes d’AVSplus. Il est regrettable que l’image de la prévoyance professionnelle ait à en souffrir. S’il est vrai que le deuxième pilier se trouve dans une passe difficile, il est encore et toujours en meilleure forme que ce que voudraient nous faire accroire les cassandres de la gauche. Nous devons impérativement sauvegarder notre système à trois piliers, système éprouvé que tout le monde nous envie. Qui est attentif et calcule dira NON à AVSplus.

L’approche qui consiste à donner davantage de moyens financiers aux rentiers est de prime abord sympathique. Mais si l’on examine le projet plus en détail, on se rend bien vite compte des déficiences flagrantes dont souffre AVSplus.

Insensé et onéreux, le projet AVSplus ne profiterait qu’à ceux qui n’en ont pas besoin. Qui analyse et calcule dira donc NON avec conviction lors de la votation du 25 septembre prochain.

LIEN

www.avsplus-non.ch

 

Wer rechnet, sagt Nein zu AHVplus

24 Aug

Hans-Ulrich Bigler, Direktor Schweizerischer Gewerbeverband / Nationalrat FDP/ZH

Die Gewerkschaften und Linken wollen uns weismachen, dass wer rechnet, ja zum Ausbau der AHV sagt. Das Gegenteil ist der Fall:

  • Wer überlegt, merkt rasch, dass die Ausbauphantasien der Linken enorm viel Geld kosten. Bis 2030 würden die jährlichen Mehrkosten auf 5,5 Milliarden Franken ansteigen. Danach würde es noch teurer. Zur Finanzierung bräuchte es fast eineinhalb zusätzliche Mehrwert­steuer­prozente. Das ist viel zu viel Geld, auf das gerade Familien mit Kindern verzichten müssten. Wer überlegt und rechnet, sagt daher Nein zu AHVplus.
  • Wer sich schlau macht, weiss, dass die AHV bereits heute rote Zahlen schreibt. Bis 2030 wird das jährliche Defizit auf gut 8 Milliarden Franken anwachsen. Um diese Lücke zu schliessen, braucht es nochmals gut zwei Mehrwertsteuerprozente. Gesamthaft würden somit etwa dreieinhalb Mehrwertsteuerprozente fällig. Das ist nicht verkraftbar. Unsere Wirtschaft würde hart getroffen, viele Arbeitsplätze gingen verloren, uns allen ginge es schlechter. Das dürfen wir nicht zulassen. Wer sich schlau macht und rechnet, sagt daher Nein zu AHVplus.
Das Umlagedefizit wird in der AHV wegen den demographischen Herausforderungen bis 2035 massiv ansteigen. Wird die schädliche und verantwortungslose AHV-Initiative angenommen, dann kommen ab 2018 über 4 Mrd. Ausgaben hinzu, welche bis 2030 auf 5.5 Mrd. steigen. Quelle: Bundesamt für Sozialversicherungen

Das Umlagedefizit wird in der AHV wegen den demographischen Herausforderungen bis 2035 massiv ansteigen. Wird die schädliche und verantwortungslose AHV-Initiative angenommen, dann kommen ab 2018 über 4 Mrd. Ausgaben hinzu, welche bis 2030 auf 5.5 Mrd. steigen. Quelle: Bundesamt für Sozialversicherungen

  • Wer genau hinschaut, merkt, dass gerade ärmere Rentner nichts von AHVplus hätten. Höhere AHV-Renten hätten bei ärmeren Rentnern entsprechend tiefere Ergänzungsleistungen zur Folge. Im Total würde kein einziger zusätzlicher Franken an wirklich arme AHV-Rentner ausbezahlt. Profitieren würden bloss die reichen Rentner, die das aber nicht nötig haben. Wer genau hinschaut und rechnet, sagt daher Nein zu AHVplus.
  • Wer noch genauer hinschaut, stellt fest, dass AHV-Renten steuer­pflichtig sind. Ergänzungsleistungen hingegen sind steuer­befreit. Dies hätte für ärmere Rentner zur Folge, dass sie zwar kein zusätz­liches Geld erhielten, dafür aber höhere Einkommens- und höhere Konsumsteuern bezahlen müssten. Am Schluss hätten sie also spürbar weniger Geld im Portemonnaie. Wer noch genauer hin­schaut und rechnet, sagt erst recht Nein zu AHVplus.
  • Wer vernünftig denkt, wird sich massiv daran stören, dass AHVplus die zusätzlichen Gelder nach dem Giesskannenprinzip ausschütten möchte. Die monatliche AHV-Rente einer ärmeren Person würde um 117.50 Franken angehoben. Einem Millionär, dem es wirtschaftlich blendend geht, müsste die AHV-Rente demgegenüber um 235 Franken erhöht werden. Was für ein Unsinn! Wer vernünftig denkt und rechnet, sagt daher Nein zu AHVplus.
  • Wer Acht gibt, stellt fest, dass die Kampagne der Gewerkschaften stärker darauf ausgerichtet ist, die zweite Säule schlecht zu reden, als die Vorzüge ihrer eigenen Initiative hervorzustreichen. Offenbar soll mit dieser Strategie ganz gezielt von den eklatanten Mängeln von AHVplus abgelenkt werden. Dass das Image der beruflichen Vorsorge darunter leidet, ist bedauerlich. Die zweite Säule ist zwar in einer schwierigen Phase, steht aber immer noch viel besser da, als es uns die linken Miesmacher einreden möchten. Die ganze Welt beneidet uns um unser bewährtes Dreisäulensystem, das wir unbedingt verteidigen sollten. Wer Acht gibt und rechnet, sagt Nein zu AHVplus.

Der Ansatz, mehr Geld an die Rentner auszuzahlen, wirkt auf den ersten Blick sympathisch. Wer genauer prüft, stellt aber rasch fest, dass AHVplus eklatante Konstruktionsmängel aufweist.

AHVplus ist unsinnig, teuer – und es würden die Falschen davon profitieren. Wer genau prüft und rechnet, legt daher am 25. September ein überzeugtes Nein zu AHVplus in die Urne.

LINK

www.ahv-initiative-nein.ch

 

Teure AHV-Initiative für KMU nicht verkraftbar

22 Aug

Hans Jürg Domenig, Geschäftsführer Ansatz Werbung GmbH

Als Inhaber eines Werbetechnik-Betriebs mit 10 Mitarbeitenden in Bad Zurzach bin ich äusserst besorgt über die milliardenteure und verantwortungslose AHV-Initiative. Ob Fahnen, Blachen, Gebäude-beschriftungen, Messestände oder Textilien: abgestimmt auf die Wünsche der Kunden bringen wir Werbung wirkungsvoll praktisch auf jeder Ober­fläche an. Das ist unsere Spezialität.

Unser Unternehmen ist ein klassischer Handwerksbetrieb, bei dem die Lohnkosten mit rund 70 Prozent am Gesamtbudget hoch sind. Mit Sorge schaue ich deshalb auf die gefährliche und schädliche AHV-Initiative. Obwohl die AHV bereits jetzt in finanzieller Schieflage ist und saniert werden muss, fordern die Initianten nochmals einen Leistungsausbau von 10 Prozent.

Bei Handwerks- und Kleinstbetrieben belaufen sich die Lohnkosten in der Regel auf 60 bis 70 Prozent der Gesamtkosten. Die Finanzierung der jährlichen Mehrkosten von über 4 Milliarden Franken der AHV-Initiative über Lohnprozente hätte für diese KMU verheerende Auswirkungen.

Bei Handwerks- und Kleinstbetrieben belaufen sich die Lohnkosten in der Regel auf 60 bis 70 Prozent der Gesamtkosten. Die Finanzierung der jährlichen Mehrkosten von über 4 Milliarden Franken der AHV-Initiative über Lohnprozente hätte für diese KMU verheerende Auswirkungen.

Wie das finanziert werden soll, das interessiert die Herren und Damen der Gewerkschaften offenbar nicht. Denn ansonsten hätten sie festgestellt, dass sich ihre Initiative am Ende gegen die Leute richtet, die sie zu vertreten vorgeben. Für die Finanzierung kommen praktisch nur zusätzliche Lohnprozente in Frage. Bei jährlichen Zusatzkosten von über 4 Milliarden Franken steigen die Zusatzkosten bei den Löhnen in den Unternehmen um über 1 Prozent an.

Handwerkliche Betriebe werden das schlicht nicht stemmen können. Ihr jährlicher Gewinn beträgt heute schon im Durchschnitt nicht mehr als 2 bis 3 Prozent. Wenn dieser Minimalgewinn durch solche Zusatz­kosten weggefressen wird, bleibt den Unternehmen nichts Anderes übrig, als die seit der Aufhebung des Euro-Mindestkurses eingeführten Spar- und Effizienzsteigerungsmassnahmen nochmals zu verstärken und auszu­dehnen.

Konkret werden die KMU die Zusatzkosten beispielsweise mit längeren Arbeitszeiten oder dem Hin-auszögern von Lohnerhöhungen kompensieren müssen. Neben den Unternehmen zahlen damit die Mitarbeitenden für die unsinnigen Vorstellungen der AHVplus-Initianten. Faktisch zahlen sie sogar doppelt, da auch die Arbeitnehmenden mit höheren Lohnabzügen belastet werden. Realitätsfremde Vorschläge wie die AHV-Initiative der Gewerk­schaften sind ein direkter Angriff auf das Erfolgsmodell Schweiz: sie gefährden unsere Wettbewerbsfähigkeit, unseren Wohlstand und schluss­endlich Arbeitsplätze. Dazu sage ich entschieden Nein.

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