Berufs-Nachwuchs im Goldrausch

6 Aug

Corinne Remund, Redaktorin Schweizerische Gewerbezeitung sgz

WORLDSKILLS 2013 – Unsere 39 Kandidatinnen und Kandidaten haben an der Berufs-WM in Leipzig eindrücklich gezeigt, dass sie Weltspitze sind. Das Swiss Team hat sich in der Nationenwertung hinter Südkorea den zweiten Rang erkämpft.

Ein grosser Medaillenregen ergoss sich an den 42. WorldSkills Competitions in Leipzig über das gut vorbereitete Schweizer Team. Neun Gold-, drei Silber-, fünf Bronzemedaillen sowie 18 Diplome: So die Bilanz der helvetischen Edelmetalle der diesjährigen Berufs-Weltmeisterschaften in Deutschland. «Teamarbeit vom Feinsten», harte Arbeit von Kandidaten und Experten sowie grosse Investitionen und Unterstützung auch von Seiten der Berufsverbände haben zu diesem Spitzenplatz geführt.

Grossartiger Empfang
«Wir haben mit diesem Resultat in Leipzig gezeigt, dass wir sowohl gemäss Medaillenspiegel als auch von der durchschnittlichen Punktzahl her mit Abstand die beste europäische Nation sind», freute sich Hans-Ulrich Stöckling, Stiftungsratspräsident von SwissSkills, am feierlichen Empfang der Delegation am Schluefweg in Kloten. «Die Karriere ist nicht eine Frage des Bildungsweges, sondern vorab des Willens, deshalb kommt ihr Erfolg nicht von ungefähr», begrüsste Ständeratspräsident Filippo Lombardi die erfolgreiche Equipe.

WorldSkills 2013 Leipzig: Berufs-Nachwuchs im Goldrausch

WorldSkills 2013 Leipzig: Berufs-Nachwuchs im Goldrausch

Sieg des dualen Systems
Überwältigt vom Goldrausch des Schweizer Teams ist auch Josef Widmer, stellvertretender Direktor des Staatssekretariats für Bildung, Forschung und Innovation und somit quasi der «oberste Lehrmeister» des Landes. Zusammen mit Nationalratspräsidentin Maya Graf nahm er in Leipzig selbst einen Augenschein vor Ort und liess sich von dem grossen Wissen und Können des Schweizer Berufs-Nachwuchses überzeugen. «Ich bin fast ausgeflippt, als ich von unserem Spitzenresultat erfahren habe», so Widmer, der höchst angetan war vom «Spirit in der Mannschaft».  Ähnlich ergangen ist es Maya Graf. Die grüne Politikerin hat die jungen Berufsleute kurzerhand ins Bundeshaus eingeladen. In diesem Zusammenhang hoch gelobt wurde natürlich auch das duale Bildungssystem, das gemäss Widmer und Graf «eine wahre Alternative zu anderen Bildungswegen ist.»

Als Helden gefeiert
Hochzufrieden sind auch die Delegationsleiterin und sgv-Vizedirektorin Christine Davatz sowie der Technische Delegierte Rico Cioccarelli: «Es waren vier unvergessliche Wettkampftage mit einer Super-Organisation und Infrastruktur sowie einem sehr zuvorkommenden Gastgeber.»

Als wahre Helden wurden die erfolgreichen Heimkehrer von ihren Angehörigen, Chefs und Ausbildern sowie Arbeitskollegen und  Verbandsverantwortlichen in Kloten mit Kuhglocken, Jubelschreien, Schweizerfahnen, Transparenten und Blumensträussen frenetisch gefeiert. Die Medaillenträgerinnen und -träger selber konnten ihr Glück zum Teil noch gar nicht richtig fassen.  Doch Freudentränen gehören dazu…

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