SKS bestätigt: Wir sind eine politische Organisation

4 Sep

Hans-Ulrich Bigler, Direktor Schweizerischer Gewerbeverband sgv

Vergangene Woche hat der Schweizerische Gewerbeverband an einer Medienkonferenz zusammen mit dem Schweizerischen Bäcker- und Konditorenmeisterverband, Validitas, dem Verband Schweizer Finanzdienstleister sowie Nationalrätin Petra Gössi aufgezeigt, dass die Stiftung für Konsumentenschutz (SKS) ihrem im Konsumen­ten­infor­ma­tionsgesetz festgehaltenen Auftrag nicht gerecht wird. Mehr noch: Anhand vieler unterschiedlicher Beispiele musste festgestellt werden, dass die SKS ihre linke Polit-Propaganda auch konsequent verfolgt, wenn dies nicht im Interesse und zum Schutz der Konsumentinnen und Konsumenten ist. Besonders stossend ist dabei, dass diese Politik mit Bundessubventionen mitfinanziert wird.

Einige der offensichtlichsten Beispiele:

  • Der von der SKS befürwortete Deklariationswahn bei den Rohstoffen hätte im Lebensmittelbereich (man denke etwa an ein Sandwich, welches man beim Bäcker kauft) einen enormen bürokratischen Mehraufwand zur Folge. Dies verteuert die entsprechenden Produkte, ohne dass den Konsumentinnen und Konsumenten daraus ein Mehrwert entsteht.
  • Noch verheerender sind die Folgen des geplanten Finanz­dienst­leistungsgesetzes (Fidleg): Ein gigantischer zusätzlicher Bürokratieaufwand, bei welchem der Kunde mit einem Test seine Eignung beweisen und für jeden einzelne bezogene Finanz­dienst­leistung einen grossen Papierberg durchlesen und unterschreiben muss. Die markanten Mehrkosten werden mit Sicherheit auf die Konsumentinnen und Konsumenten überwälzt werden. Für viele kleine Anbieter von Finanzdienstleistungen ist diese Entwicklung existenzgefährdend, der Markt wird zu Lasten der KMU verzerrt.
  • Im Rahmen der sogenannten „Grünen Wirtschaft“ fordert die SKS zusätzliche Entsorgungs- und Recyclinggebühren, welche schlussendlich zu einer Verteuerung von Produkten und Dienstleistungen führen wird.
sgv-Direktor Hans-Ulrich Bigler an der Medienkonferenz "Konsumentenpolitik: Gegen die Entmündigung und Instrumentalisierung der Konsumenten" vom 28. August 2014 (links Kaspar Sutter, Präsident Schweizer Bäcker- und Konditorenmeisterverband)

sgv-Direktor Hans-Ulrich Bigler an der Medienkonferenz „Konsumentenpolitik: Gegen die Entmündigung und Instrumentalisierung der Konsumenten“ vom 28. August 2014 (links Kaspar Sutter, Präsident Schweizer Bäcker- und Konditorenmeisterverband)

Eine Medienmitteilung der SKS vom 28. August, welche als Reaktion auf die sgv-Medienkonferenz verfasst wurde, sagt dabei Erstaunliches aus

  • Die SKS selbst hält fest, dass sie eine politische Organisation ist
  • Die Stiftung für Konsumentenschutz ist nicht in der Lage, einen gangbaren Weg aufzuzeigen, wie sie dem Auftrag des Konsumenteninformationsgesetz (KIG) gerecht werden kann
  • Die SKS versucht gar nicht, die aufgeführten Beispiele ihrer linken Polit-Propaganda (Gebühren auf Einkaufstaschen, Werbeverbote, Fidleg, Deklarationitis und viele mehr) zu entkräften. Sie geht einfach nicht darauf ein.

Die negativen Folgen der verschiedenen Vorstösse der SKS für die Konsumentinnen und Konsumenten sind absehbar

  • Höhere Preise für Produkte und Dienstleistungen
  • Eine Verknappung des Angebots und eine Reduktion der Vielfalt
  • Eine Verzerrung des Wettbewerbs zu Gunsten weniger grosser Anbieter und die damit verbundenen zu erwartenden Qualitätseinbussen
  • Die fortschreitende Entmündigung der Konsumentinnen und Konsumenten; diese werden konsequent als Opfer, im Gegenzug dazu werden der Markt und dessen Anbieter als Gegner dargestellt.

Es ist an der Zeit, dass in unserem Land wieder eine Konsumentenpoltik im Interesse und zum Schutz der mündigen Konsumentinnen und Konsumenten gemacht wird. Die Stiftung für Konsumentenschutz hat sich zu entscheiden: Will sie weiterhin mit ihrer linken Politik lobbyieren oder will sie sich auf den Auftrag aus dem Konsumenteninformationsgesetz konzentrieren? Wenn sie sich auf Letzeres beschränkt, dann hat sie ein Anrecht auf Bundessubventionen, ansonsten nicht.

Weiterführende Informationen:

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