Referendum gegen Billag-Mediensteuer steht

10 Dez

Hans-Ulrich Bigler, Direktor Schweizerischer Gewerbeverband sgv

Innerhalb von nur zwei Monaten hat der sgv bereits 65‘000 Unterschriften gegen die Abzockerei mit der neuen Billag-Mediensteuer gesammelt. Das Thema brennt den Menschen unter den Nägeln. Sie haben genug von immer neuen Steuern und Abgaben. Bis zur Einreichung des Referendums am 12. Januar 2015 wird weiter gesammelt.

Billag – allein dieses Stichwort sorgt landauf, landab für rote Köpfe. Und dies schon seit Jahren. Legendär die Schnüffeleien der gefürchteten Billag-Steuereintreiber an den Türen von Schweizerinnen und Schweizern, die von den smart-forschen, krawattierten Herrschaften des Betrügens verdächtigt wurden und noch immer werden. Und nun also sollen auch die Betriebe eine grosse Steuer für das Staatsfernsehen leisten. Für Leistungen die sie in den meisten Fällen gar nicht nutzen können oder sonst als Private schon bezahlt haben. Insgesamt 200 Millionen Mehrbelastung drohen den Unternehmen – Jahr für Jahr. Bis zu 39 000 Franken sollen sie neu für eine Mediensteuer hinblättern – obwohl Firmeninhaber wie auch Belegschaft bereits privat bezahlen und trotz der klaren Botschaft, dass Betriebe weder Radio hören noch TV schauen können…

Billag-Schreck Käthi und Kari Arnold

Billag-Schreck Käthi und Kari Arnold

Gegen diese unhaltbare und absurde Abzockerei auch an KMU – ab 500 000 Franken Umsatz sollen sie alle bluten müssen – hat der Schweizerische Gewerbeverband sgv das Referendum ergriffen. Derzeit läuft die Unterschriftensammlung auf Hochtouren. In der Rekordzeit von nur zwei Monaten sind bereits 65 000 Unterschriften zusammen gekommen. Die Sammlung ist breit abgestützt, und das Thema brennt nicht nur den Unternehmern unter den Nägeln. So hat etwa das betagte Ehepaar Käthi und Kari Arnold aus Unterägeri ZG höchst aktiv Unterschriften gegen die neue Mediensteuer gesammelt. Mit einem Picknick versehen sind die 86-Jährige und ihr ein Jahr jüngerer Gatte im Auto durch die Innerschweiz gefahren und waren sich nicht zu schade, an den Türen von Gewerbebetrieben – vom Metzger bis zum High-Tech-Unternehmen – wie auch bei Privaten anzuklopfen und um Unterstützung für das Referendum zu bitten. Mehr als 600 Unterschriften kamen so bis Anfang Dezember zusammen – und die rüstigen Senioren sammeln weiter.

Bis am 12. Januar, wenn die Unterschriften eingereicht werden, sollen noch möglichst viele Unterschriften dazu kommen. Dies auch darum, um ein Zeichen zu setzen, dass sich die Schweizerinnen und Schweizer nicht mit dauernd neuen Steuern und Abgaben schröpfen lassen.

LINKS

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: