Sanierung Gotthard: Landverschleiss durch überdimensionierte Verladeanlagen

1 Dez

Walter Müller, Nationalrat FDP SG

Die Nahrungsmittelbranche und damit letztlich auch die Versorgung der Bevölkerung mit Frischprodukten sind auf eine schnelle und unter­bruchs­freie Verkehrsverbindung zwischen dem Norden und dem Süden angewiesen – und zwar im Sommer und Winter.

Was machen wir mit dieser Erkenntnis? Folgen wir der Realität und anerkennen die volkswirtschaftliche Notwendigkeit einer Sanierungsröhre durch den Gotthard oder machen wir weiterhin auf Egoismus, Reali­täts­verweigerung und Schwarzpeterspielen?

Sanierung Gotthard-Strassentunnel: Vier bis sechs Verladeanlagen erzeugen einen gigantischen Landverschleiss und vernichten wertvolles Kulturland, das in den Alpentälern sowieso rar ist.

Sanierung Gotthard-Strassentunnel: Vier bis sechs Verladeanlagen erzeugen einen gigantischen Landverschleiss und vernichten wertvolles Kulturland, das in den Alpentälern sowieso rar ist.

Gegner treten Alpenschutz mit Füssen…

Die Gegner der zweiten Gotthardröhre und selbsternannten Alpenschützer würden mit ihrer Variante des Bahnverlads während den Sanierungs­arbeiten ihre eigenen Absichten mit Füssen treten. Um einen einigermassen reibungslosen Bahnverlad von Personenwagen und Lastwagen garantieren zu können müssten beidseitig der Alpen vier bis sechs Verladeanlagen gebaut werden. Diese Anlagen hätten einen gigantischen Landver­schleiss mit Dutzenden von wertvollen Hektaren Kulturland – das in den Alpentälern ohnehin rar ist – zur Folge. Für die Landwirtschaft vor Ort ist dies wohl die schlimmste aller Varianten. Dazu kommt noch, dass mit diesen Verlade­stationen über Jahre landschaftliche Wunden in unsere Alpentäler geschlagen würden, die kaum je wieder richtig verheilen würden.

…und verhindern eine nachhaltige Lösung

So, mag jetzt noch jemand ernsthaft glauben, die Landabgabe würde ohne jahrelange Streitereien, Enteignungen und zwischenmenschlichen Querelen ablaufen? Mit ihrem sturen Nein zu einer volkswirtschaftlich ausgewogenen Lösung mit einer zweiten Sanierungsröhre durch den Gotthard riskieren die Gegner nicht nur einen landschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Schaden, sondern verhindern auch eine sinnvolle und nachhaltige Lösung zum Wohle der Landschaft und den kommenden Generationen.

Schutz des Kulturlandes hat oberste Priorität

Die Zahlen des Bundes sind erschreckend: jede Sekunde verschwindet 1,1m2 Kulturland. Zwischen 1985 und 2009 verringerte sich die landwirt­schaft­liche Gesamtfläche dadurch um 5,4%. Mit dem Sanierungstunnel haben wir eine Lösung, welche diesem fortschreitenden Landverschleiss wirkungsvoll begegnet und unsere wertvollen Ackerflächen schützen kann. Solch eine Lösung ist nachhaltig und berücksichtigt die Interessen aller. Nutzen wir diese Chance: Sagen wir am 28. Februar 2016 Ja zu einer sinnvollen Sanierung des Gotthard-Strassentunnels mit einer zweiten Röhre!

LINK

http://www.gotthard-tunnel-ja.ch

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