Für eine sinnvolle Sanierung und Alpenschutz

4 Dez

Patrizia Pesenti, alt-Regierungsrätin SP Tessin

Der Gotthard-Strassentunnel muss nach 30 Jahren Betrieb komplett saniert werden. Dabei muss der Tunnel für rund drei Jahre geschlossen bleiben. Als Tessinerin unterstütze ich mit Überzeugung die einzige Sanierungs­variante, die meinen Kanton während diesen drei Jahren von der Nord- und West-Schweiz nicht isoliert.

Während fast drei Jahren braucht der Verkehr eine Alternative. Der Bundesrat, dem der Unterhalt der Nationalstrassen obliegt, hat das Problem der Sanierung gründlich bearbeitet und schlägt den Bau eines Sanierungs­tunnels vor. Die Meinung des Bundesrates ist sehr klar: Auch nach der Sanierung wird, wie heute, nur eine Spur pro Richtung gefahren. Der Sanierungstunnel führt nicht zu einer Kapazitätserweiterung: Der Alpen­schutz bleibt gewahrt.

Ich war und ich bin eine überzeugte Verfechterin der Alpeninitiative. Deswegen befürworte ich die vom Bundesrat vorgeschlagene Sanierungsvariante. Der Bau eines Sanierungstunnels ist die einzige durchdachte und konkrete Lösung für das komplexe Problem der Tunnelsanierung. Wenn man schon einen Bezug herstellen möchte zum Alpenschutz, dann muss man klar sehen: Es ist die Sanierungs­variante mit einer rollenden Landstrasse, welche die NEAT sabotiert. Der Betrieb einer rollenden Landstrasse frisst im Basistunnel wertvolle Kapazitäten.

Für eine sinnvolle Sanierung und den Alpenschutz: Darum am 28.02.2016 Ja zur 2. Röhre für die Sanierung des Gotthard-Strassentunnels und Nein zur Isolierung des Tessins für dre Jahre!

Für eine sinnvolle Sanierung und den Alpenschutz: Darum am 28.02.2016 Ja zur 2. Röhre für die Sanierung des Gotthard-Strassentunnels und Nein zur Isolierung des Tessins für dre Jahre!

Die Bastel-Lösung der Verladestationen wäre für die betroffenen Regionen in der Leventina und in Uri eine unerträgliche Belastung. Europaweit wären diese die grössten Anlagen ihrer Art. Ausgerechnet in den Alpen. Zwei gigantische Infrastrukturen, welche die Luft und die Lebensqualität in der Leventina und in Uri verschlechtern.

Die Befürworter der Verladestationen vergessen auch gerne, dass um diese Anlagen zu betreiben, das Nachtfahrverbot für Lastwagen aufgehoben werden muss – mit zusätzlicher Lärmbelastung für die Bevölkerung. Der Bahnverlad des gesamten Strassenverkehrs ist ein gewagtes Experiment ohne Rücksicht auf für die Lebensqualität der betroffenen Bürger.

Und ich meine nicht nur die Bürger von Uri und Tessin: Trotz der Verlade­stationen müsste ein erheblicher Teil des Personen- und Schwerverkehrs auf Umfahrungsrouten via Graubünden (San Bernardino) und Wallis (Simplon/Grosser St. Bernhard) ausweichen, und würde die dortigen Anwohner massiv belasten.

Ich bin klar gegen eine Kapazitäts-Erweiterung. Um den Tunnel vierspurig zu nutzen braucht es auf jeden Fall eine Verfassungsänderung und damit eine Mehrheit von Volk und Ständen, welche sich dafür aussprechen. Aber darüber entscheiden wir nicht am 28. Februar 2016.

Die Alpen verändern sich nicht. Offensichtlich haben sich aber die Mobilitätsbedürfnisse verändert. Die beste Lösung zur Sanierung des Gotthard-Strassentunnel ist der Bau einer zweiten Röhre wie von Bundesrat und Parlament vorgeschlagen. Diese Lösung ist nicht nur nachhaltig und schont Umwelt und Landschaften. Es ist auch die einzige Lösung, welche den Kanton Tessin nicht für drei Jahre isoliert.

LINK
www.gotthard-tunnel-ja.ch

2 Antworten to “Für eine sinnvolle Sanierung und Alpenschutz”

  1. weibel 5. Dezember 2015 um 15:32 #

    Sie kennen scheinbar meine Lösung nicht. Sie erfüllt zwar all Ihre Wünsche, aber zume halben Preis!

    Nach Fertigstellung der Lösung des Bundesrates würden zwei Autobahnröhren, und ein völlig veralteter Bahntunnel, den heutigen Sicherheitsnormen in keiner Weise entsprechend, also gefährlich, unbrauchbar, und auch nutzlos. Sie würde 2,8 Milliarden kosten, und 15 Jahre dauern.

    Nach Fertigstellung meiner Lösung werden zwei Autobahnröhren bleiben. Sie wird 1,4 Milliarden kosten, und 6 Jahren dauern.

    Die Lösung des Bundesrates muss abgelehnt werden.

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  2. Lucy Maire 4. Dezember 2015 um 22:27 #

    This is a massive destruction of the Alps and natural habitat of recreation. The impact of noise pollution will be impossible to baffled to protect the population. Noise pollution is not healthy for mental health.
    Welcome to invasion and unhealthy pollution…

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