Handelsverbindungen sichern

11 Dez

Brigitte Häberli, Ständerätin CVP TG

Für die Kantone ist eine funktionierende Strassenverbindung ins Tessin und nach Italien zentral. Dass am Gotthard während der Sanierung eine effiziente und den Kapazitätsanforderungen genügende Lösung umgesetzt wird, ist im direkten Interesse der Kantone. Sowohl für Importe als auch für Exporte ist die Tessiner Aussengrenze äusserst wichtig.

Norditalien – eine der wichtigsten Handelspartner der Schweiz

Der Güterverkehr durch den Gotthard versorgt das ganze Land. Vom Handelsverkehr an der Tessiner Grenze entfallen knapp 60 Prozent auf die Region Zürich, das Mittelland und die Nordwestschweiz, rund 30 Prozent betreffen die Ost- und Zentralschweiz und über 10 Prozent der Menge geht in die Genferseeregion.

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2014 zählte der Gesamthandel der Schweiz via Sopra Ceneri und Sotto Ceneri über 9 Milliarden Franken. Die Kantone Basel-Stadt und Basel-Landschaft gehören zusammen mit dem Jura zu den wichtigsten Handels­partnern mit Italien. 2014 haben diese Kantone Waren im Wert von rund 1,3 Milliarden Franken nach Italien geliefert. Auch die Wirtschaft der Romandie hat ein grosses Interesse an der Umsetzung einer effizienten Sanierungs­lösung. Die Kantone Waadt, Wallis, Genf und Neuenburg exportierten 2014 Waren für eine halbe Milliarde nach Italien. Die Kantone Bern und Freiburg führten für rund 600 Millionen Waren über die Tessiner Aussengrenze nach Italien aus.

Die Zahlen zeigen deutlich: Der Gotthard-Strassentunnel ist keine regionale Angelegenheit, sondern wichtig für die gesamte Wirtschaft und alle Landes­teile.

Stabile Gotthard-Verbindung unerlässlich für die Versorgung des Landes

Italien ist aber auch ein wichtiges Herkunftsland für Gemüse und Früchte, die in der Schweiz gar nicht angebaut werden oder in den Wintermonaten eingeführt werden müssen, z.B. Zitrusfrüchte, Pfirsiche oder Melonen. Für den Import von Obst und Gemüse aus Italien ist eine funktionierende Strassenverbindung durch den Gotthard unerlässlich. Aber auch für die Versorgung mit Gemüse und Früchten innerhalb der Schweiz braucht es eine Lösung am Gotthard, die zuverlässig ist und dauerhaft funktioniert.

Die Schweizer Volkswirtschaft kämpft derzeit mit den Herausforderungen des starken Frankens. Wird statt auf eine nachhaltige Sanierungsröhre auf ein ineffizientes Verlade-Provisorium gesetzt, wird insbesondere den Gewerbebetrieben und der KMU-Wirtschaft ein grosses hausgemachtes Verkehrshindernis in den Weg gelegt.

LINK
www.gotthard-tunnel-ja.ch

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