Für den Alpenschutz – Ja zur zweiten Gotthard-Röhre

25 Jan

Filippo Leutenegger, ehemaliger Nationalrat

In meiner damaligen Funktion als Chef der Arena beim Schweizer Fernsehen war ich eng in die Diskussionen rund um die Alpeninitiative involviert und kenne die Positionen in Bezug auf den Alpenschutz. Ich stehe ein für eine sinnvolle Mobilitäts- und Verkehrspolitik, ebenso wie für den Schutz der Alpen. Gerade deshalb unterstütze ich mit Überzeugung die Sanierung des Gotthard-Strassentunnels mit einer zweiten Röhre.

Eine zweite Röhre und Alpenschutz sind keine Widersprüche, wie es das Referendumskomitee mit viel Einsatz darzustellen versucht. Nein, die Sanierung mit einer zweiten Röhre stärkt vielmehr den in der Verfassung festgeschriebenen Alpenschutz und ist nachhaltiger und sinnvoll gerade auch im Hinblick auf den Umweltschutz.

Erstens: Es muss hier einmal klipp und klar festgehalten werden: Bei einem Ja am 28. Februar 2016 zur zweiten Röhre gibt es keine Kapa­zi­täts­erweiterung und keinen Mehrverkehr auf der Gotthardachse. Im Gegenteil: Mit einem Ja schreiben wir die Kapazitätsbegrenzung im Gesetz fest.

Die Alpeninitiative selber hat mit einem Rechtsgutachten auf­ge­arbeitet, dass es diese Festschreibung der Kapazitätsbegrenzung im Gesetz brauche, dann wäre der Bau einer zweiten Röhre möglich. Genau dieser Forderung ist man in der jetzigen Vorlage nachgekommen. Die Alpeninitiative hat eigentlich alles erreicht, was sie gefordert haben. Es ist für mich nicht nachvollziehbar, wieso man jetzt derart gegen die eigenen Forderungen weibelt.

Bei einem Ja am 28. Februar 2016 zur zweiten Röhre gibt es keine Kapazitätserweiterung und keinen Mehrverkehr auf der Gotthardachse. Im Gegenteil: Mit einem Ja schreiben wir die Kapazitätsbegrenzung im Gesetz fest.

Bei einem Ja am 28. Februar 2016 zur zweiten Röhre gibt es keine Kapazitätserweiterung und keinen Mehrverkehr auf der Gotthardachse. Im Gegenteil: Mit einem Ja schreiben wir die Kapazitätsbegrenzung im Gesetz fest.

Zweitens: Es ist falsch, wenn man den Alpenschutz auf den Gotthard beschränken will. Saniert man den Strassentunnel mit einer zweiten Röhre kann der Verkehr durch den Berg fahren. Das ist sinnvoller, als wenn die Lastwagen und Automobile sich über die Alpenpässe auf über 2000 Meter über Meer kämpfen müssen. Die Umwelt wird stärker belastet. Als Alternative zur zweiten Röhre fordern die Tunnelgegner den Bau von Verladestationen. Diese sind jedoch schon heute in der Theorie bezüglich Kapazitäten, hohen Kosten und Landbedarf derart unsicher, dass es in der Praxis einfach nicht sinnvoll funktionieren wird.

Als Folge werden sich die Lastwagen und Automobile vor den Rampen im Uri und im Tessin stauen. Stop and go, Abgasen aus langen Kolonnen. Das hat mit Alpenschutz nichts zu tun. Der Verkehr wird sich andere Routen suchen. Über den Simplon und über den San Bernardino wird der Verkehr ausweichen. 2006, als der Gotthard nach einem Steinschlag gesperrt werden musste, nahm der Verkehr auf diesen Achsen massiv zu. Auch der Simplon und der San Bernardino sind Alpen. Sagen wir Nein zum Gotthard fahren die Fahrzeuge während Jahre über diese Pässe. Aus Sicht des Alpenschutzes meine ich ist es sinnvoller den Verkehr durch den Berg und nicht über zahlreiche Kurven über den Berg zu führen.

Der Gotthard-Strassentunnel muss saniert werden. Der Bau einer zweiten Röhre ist sinnvoll und nachhaltig.

LINK
www.gotthard-tunnel-ja.ch

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