Finanzplatzgesetze: Rechnung nicht ohne Kunden machen

11 Apr

Henrique Schneider, Ressortleiter Schweizerischer Gewerbeverband sgv

Heute Montag wird die Wirtschaftskommission des Ständerates das Finanzdienstleistungsgesetz FIDLEG und das Finanzinstitutsgesetz FINIG beraten. Eine Studie der HWZ Zürich vom 31. März bestätigt, was der sgv schon lange sagt: Für Kunden und Finanz-KMU sieht es mit FIDLEG und FINIG schlecht aus.

Eine Studie der HWZ bestätigt: Für Kunden und Finanz-KMU sieht es mit FIDLEG und FINIG schlecht aus. Infolge der unter der geplanten Regulierung erhöhten aufsichtsrechtlichen Anforderungen an KMU-Finanzdienstleister, werden deren Regulierungskosten massgeblich steigen.

Eine Studie der HWZ bestätigt: Für Kunden und Finanz-KMU sieht es mit FIDLEG und FINIG schlecht aus. Infolge der unter der geplanten Regulierung erhöhten aufsichtsrechtlichen Anforderungen an KMU-Finanzdienstleister, werden deren Regulierungskosten massgeblich steigen.

Die Studie stellt fest, „… dass  FIDLEG  und  FINIG  voraussichtlich  in  mehrfacher  Hinsicht  zu  Marktverzerrungen  führen  werden.  Infolge  der  unter  der  geplanten  Regulierung  erhöhten  aufsichtsrechtlichen  Anforderungen  an  KMU-Finanzdienstleister,  werden  deren  Regulierungskosten massgeblich  steigen.  Somit  wird  es  für  KMU-Finanzdienstleister  nicht  mehr  rentabel  sein, Kleinkunden  zu  bedienen,  denn  je  kleiner  das  Anlagevermögen  ist,  desto  weniger  kann  die Kostenseite  strapaziert  werden.  Im  Zuge  dieser  Entwicklung  ist  die  gravierendste  Auswirkung für  Kleinkunden,  dass  sie  vom  individuellen  Beratungsprozess  durch  KMU-Finanzdienstleister,  wie  er  unter  geltendem  Recht  durchgeführt  werden  kann,  in  einen  Beratungsprozess gedrängt  werden,  der  für  sie  nur  noch  hochgradig  standardisierte  Finanzprodukte  bereitstellt. Mit  der  geplanten  Regulierung  werden  daher  voraussichtlich  gerade  jene  Kunden  aus  dem individuellen  Beratungsprozess  gedrängt,  die  am  meisten  Beratung  benötigen,  aber  vor  allem mit  der  geplanten  Regulierung  hätten  geschützt  werden  sollten. “

Das ist starker Tobak. Es gibt nur eine Art, das unverhältnismässige Paket zu entschärfen: Mit differenzierter, sektorieller Regulierung. Und mit der Absage an den regulatorischen Grössenwahn von sogenannten „Querschnittsgesetzen“.

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