Wer rechnet, sagt Nein zu AHVplus

24 Aug

Hans-Ulrich Bigler, Direktor Schweizerischer Gewerbeverband / Nationalrat FDP/ZH

Die Gewerkschaften und Linken wollen uns weismachen, dass wer rechnet, ja zum Ausbau der AHV sagt. Das Gegenteil ist der Fall:

  • Wer überlegt, merkt rasch, dass die Ausbauphantasien der Linken enorm viel Geld kosten. Bis 2030 würden die jährlichen Mehrkosten auf 5,5 Milliarden Franken ansteigen. Danach würde es noch teurer. Zur Finanzierung bräuchte es fast eineinhalb zusätzliche Mehrwert­steuer­prozente. Das ist viel zu viel Geld, auf das gerade Familien mit Kindern verzichten müssten. Wer überlegt und rechnet, sagt daher Nein zu AHVplus.
  • Wer sich schlau macht, weiss, dass die AHV bereits heute rote Zahlen schreibt. Bis 2030 wird das jährliche Defizit auf gut 8 Milliarden Franken anwachsen. Um diese Lücke zu schliessen, braucht es nochmals gut zwei Mehrwertsteuerprozente. Gesamthaft würden somit etwa dreieinhalb Mehrwertsteuerprozente fällig. Das ist nicht verkraftbar. Unsere Wirtschaft würde hart getroffen, viele Arbeitsplätze gingen verloren, uns allen ginge es schlechter. Das dürfen wir nicht zulassen. Wer sich schlau macht und rechnet, sagt daher Nein zu AHVplus.
Das Umlagedefizit wird in der AHV wegen den demographischen Herausforderungen bis 2035 massiv ansteigen. Wird die schädliche und verantwortungslose AHV-Initiative angenommen, dann kommen ab 2018 über 4 Mrd. Ausgaben hinzu, welche bis 2030 auf 5.5 Mrd. steigen. Quelle: Bundesamt für Sozialversicherungen

Das Umlagedefizit wird in der AHV wegen den demographischen Herausforderungen bis 2035 massiv ansteigen. Wird die schädliche und verantwortungslose AHV-Initiative angenommen, dann kommen ab 2018 über 4 Mrd. Ausgaben hinzu, welche bis 2030 auf 5.5 Mrd. steigen. Quelle: Bundesamt für Sozialversicherungen

  • Wer genau hinschaut, merkt, dass gerade ärmere Rentner nichts von AHVplus hätten. Höhere AHV-Renten hätten bei ärmeren Rentnern entsprechend tiefere Ergänzungsleistungen zur Folge. Im Total würde kein einziger zusätzlicher Franken an wirklich arme AHV-Rentner ausbezahlt. Profitieren würden bloss die reichen Rentner, die das aber nicht nötig haben. Wer genau hinschaut und rechnet, sagt daher Nein zu AHVplus.
  • Wer noch genauer hinschaut, stellt fest, dass AHV-Renten steuer­pflichtig sind. Ergänzungsleistungen hingegen sind steuer­befreit. Dies hätte für ärmere Rentner zur Folge, dass sie zwar kein zusätz­liches Geld erhielten, dafür aber höhere Einkommens- und höhere Konsumsteuern bezahlen müssten. Am Schluss hätten sie also spürbar weniger Geld im Portemonnaie. Wer noch genauer hin­schaut und rechnet, sagt erst recht Nein zu AHVplus.
  • Wer vernünftig denkt, wird sich massiv daran stören, dass AHVplus die zusätzlichen Gelder nach dem Giesskannenprinzip ausschütten möchte. Die monatliche AHV-Rente einer ärmeren Person würde um 117.50 Franken angehoben. Einem Millionär, dem es wirtschaftlich blendend geht, müsste die AHV-Rente demgegenüber um 235 Franken erhöht werden. Was für ein Unsinn! Wer vernünftig denkt und rechnet, sagt daher Nein zu AHVplus.
  • Wer Acht gibt, stellt fest, dass die Kampagne der Gewerkschaften stärker darauf ausgerichtet ist, die zweite Säule schlecht zu reden, als die Vorzüge ihrer eigenen Initiative hervorzustreichen. Offenbar soll mit dieser Strategie ganz gezielt von den eklatanten Mängeln von AHVplus abgelenkt werden. Dass das Image der beruflichen Vorsorge darunter leidet, ist bedauerlich. Die zweite Säule ist zwar in einer schwierigen Phase, steht aber immer noch viel besser da, als es uns die linken Miesmacher einreden möchten. Die ganze Welt beneidet uns um unser bewährtes Dreisäulensystem, das wir unbedingt verteidigen sollten. Wer Acht gibt und rechnet, sagt Nein zu AHVplus.

Der Ansatz, mehr Geld an die Rentner auszuzahlen, wirkt auf den ersten Blick sympathisch. Wer genauer prüft, stellt aber rasch fest, dass AHVplus eklatante Konstruktionsmängel aufweist.

AHVplus ist unsinnig, teuer – und es würden die Falschen davon profitieren. Wer genau prüft und rechnet, legt daher am 25. September ein überzeugtes Nein zu AHVplus in die Urne.

LINK

www.ahv-initiative-nein.ch

 

Eine Antwort to “Wer rechnet, sagt Nein zu AHVplus”

  1. Raketenantrieb 31. August 2016 um 11:39 #

    Ach ja, der Gewerbeverband, der bei der USR II und III die Steuerausfälle schön rechnet um dann sagen zu können, es fehlt halt das Geld. Lernt erstmal eure Daten richtig zu lesen.

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