KMU-Arbeitsplätze gehen verloren

15 Sep

Roland Goethe, Inhaber Goethe AG und Präsident Swissmechanic Schweiz

Der bereinigte zweite Sektor, also die Industrie und das verarbeitende Gewerbe, besteht aus etwa 40‘000 Betrieben. Sie generieren um die 20% des Bruttoinlandprodukts und stellen über 700‘000 Arbeitsplätze zur Verfügung. Die Schweiz ist ein Land, in dem Apparate gebaut, Maschinen hergestellt, Medikamente produziert, Uhren gemacht, Präzisionsinstrumente erstellt oder Nahrungsmittel verarbeitet werden.

Jetzt kommt die Initiative Grüne Wirtschaft und bestraft – das ist das richtige Wort – alle. Aber sie wirkt sich insbesondere auf den zweiten Sektor aus. Denn er verbraucht mehr Ressourcen, er importiert mehr und er hat eine grössere Logistik. Das Fleisch passiert die Grenze und muss kühl gelagert werden. Der Käse muss gerührt, deponiert und gereift werden.

Metallverarbeitung passiert bei hohen Temperaturen, mit Wassereinsatz und oft mit Beimischung von Chemikalien. Die Pharmaforschung ist material­intensiv, energieintensiv und personalintensiv und benötigt Logistik. Wenn dies besteuert oder sonst wie verteuert wird, wirkt sich das auf die ganze Kette aus und hat verheerende Folgen für die Unternehmen.

Die Initiative «Für eine nachhaltige und ressourceneffiziente Wirtschaft (Grüne Wirtschaft)» bestraft alle. Besonders verheerend aber wären die Auswirkungen für die Industrie und das verarbeitende Gewerbe: Innert 10 Jahren muss mit dem Verlust von 200'000 Arbeitsplätzen gerechnet werden.

Die Initiative «Für eine nachhaltige und ressourceneffiziente Wirtschaft (Grüne Wirtschaft)» bestraft alle. Besonders verheerend aber wären die Auswirkungen für die Industrie und das verarbeitende Gewerbe: Innert 10 Jahren muss mit dem Verlust von 200’000 Arbeitsplätzen gerechnet werden.

Eine Überschlagsrechnung zeigt die noch schlimmere Dimension. Mit der massiven Benachteiligung der KMU – insbesondere im zweiten Sektor – gehen Arbeitsplätze verloren. Nehmen wir an, die Volksinitiative wird angenommen. Das würde sich auf das Bruttoinlandprodukt um mindestens 0.5% negativ auswirken. Die fehlenden 0.5% Wachstum führen zum Verlust von etwa 20‘000 Arbeitsplätzen. Nur schon für die kurze Frist von zehn Jahren sind das 200’000 Arbeitsplätze. Das ist eine wirtschaftliche Tragödie; aber es ist noch mehr. Es ist auch eine menschliche Tragödie.

Die Schweiz ist ein industrielles Land. Der zweite Sektor ist wichtig für den Branchen-Mix. Er ist extrem exportorientiert und hoch produktiv. Vor allem: Die meisten Hersteller von Cleantech-Lösungen und Cleantech-Arbeits­plätze sind im zweiten Sektor. Freuen wir uns darüber. Und lassen wir uns nicht von den Gespinsten der Volksinitiative Grüne Wirtschaft blenden. Sorge zu den KMU und den Arbeitsplätzen der Schweizer KMU-Wirtschaft zu tragen heisst: Nein zur Volksinitiative Grüne Wirtschaft!

LINK
www.gruener-zwang.ch

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