Keine grünen Käfige

23 Sep

Beat Huber, Präsident SVUT und Polytechnik Swiss AG, Immensee/SZ

Ich glaube an Swissness, Umwelttechnologie und «Cleantech». Die Zukunft der Schweiz ist Energie- und Ressourceneffizienz. Ich lebe von der Umwelttechnik. Und ich sage Nein zur Volksinitiative „Grüne Wirtschaft“. Wer, wie ich, täglich mit Umwelttechnik zu tun hat, weiss: Ressourcen­effizienz ist ein evolutiver und kooperativer Prozess. Wer Ressourcen­effizienz mit staatlichen Zwangsmassnahmen durchpauken will, macht mehr kaputt, als dass er erreicht. Deshalb erachte ich die Initiative „Grüne Wirtschaft“ direkt als kontraproduktiv. Ich bin der gleichen Meinung wie der Bundesrat: Der Umbau auf mehr erneuerbare Energie und die Reduktion des Ressourcenverbrauchs sind der richtige Ansatz für die Zukunft – jedoch fordert die Initiative zu viel in zu kurzer Zeit und würde zu unverhältnis­mässig hohen Kosten und einschneidenden Massnahmen für die Wirtschaft führen.

Auf Papier hätten wir dann eine extreme Forderung, die sich kaum umsetzen lässt. Die über Jahrzehnte erarbeiteten Errungenschaften in der Schweiz würden abgebremst oder verhindert. Denn Evolution und Kooperation vertragen sich nicht mit Zwang, zentraler Planung und Verordnungsbürokratie. Evolution und Kooperation gedeihen nicht in Käfigen.

Nein zur Initiative "Grüne Wirtschaft": Ein extremer grüner Zwang, der die KMU-Wirtschaft schädigt und Bürgerinnen und Bürger bevormundet

Nein zur Initiative „Grüne Wirtschaft“: Ein extremer grüner Zwang, der die KMU-Wirtschaft schädigt und Bürgerinnen und Bürger bevormundet

Die Erhöhung der Energie- und Ressourceneffizienz ist eine globale Aufgabe. Die Initiative Grüne Wirtschaft verkennt dies total. Statt unseren Cleantech-Unternehmen den Zugang zu internationalen Märkten zu verein­fachen, setzt die Initiative auf die Verteuerung vom Denk- und Werkplatz Schweiz. Das zieht unweigerlich die Verteuerung der Exporte mit sich. Und damit den Verlust von Wettbewerbsfähigkeit. In anderen Worten, alles Know-how, dass sich diese Firmen aufgebaut haben, wird verloren gehen. Die Volksinitiative Grüne Wirtschaft steckt das Land und ihre KMU-Wirt­schaft in einen Käfig. Der ist zwar grün angestrichen, richtet sich aber gegen die Ziele, die mit der Initiative erreicht werden sollen.

Die Chancen für die Schweiz sind gegeben, international als führender Produktions- und Exportstandort für Umwelttechnik-Güter und -Dienst­leistungen zur Entlastung unseres Planeten entscheidend beizutragen. Wir haben eine gute Ausgangslage, nicht-kopierbares Wissen auf den weltweit wachsenden Märkten als „Swissness“ mit positiver Wirkung für die Umwelt einzubringen. Dies bietet für die Schweiz eine einmalige Wachstumschance: wir können bei dem Trend zur nachhaltigen Wirtschaft eine Vorrei-terrolle weltweit einnehmen. Behindern wir uns doch nicht selbst! Die aktuelle Position der Schweiz ist ihr Sprungbrett. Nehmen wir die Chance wahr, indem wir den Unternehmen Freiheit geben und Barrieren abbauen. Wenn wir uns in einen grünen Käfig einsperren, kommen wir sicher nicht weiter.

LINK
www.gruener-zwang.ch

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