Archiv | November, 2016

KMU entlasten – Ja zur eingeschränkten Revision

30 Nov

Henrique Schneider, Stv. Direktor Schweizerischer Gewerbeverband sgv

Die eingeschränkte Revision gibt es nur in der Schweiz und sie wurde vor acht Jahren exklusiv für die KMU der Schweiz gesetzlich verankert. Allerdings – im Gegensatz zur ordentlichen Revision, die für die Grossfirmen Anwendung findet – mit wenig konkreten gesetzlichen Vorgaben. So haben es die Interessenvertreter der grossen Revisions­gesellschaften und mehr noch die Aufsichtsbehörde des Bundes (Revisions­aufsichtsbehörde RAB) verstanden, die Anforderungen an die eingeschränkte Revision ständig zu erhöhen und der ordentlichen Revision anzugleichen.

Die parlamentarische Initiative Schneeberger «Eingeschränkte Revision» korrigiert Fehlentwicklungen, baut unnötige Regulierungskosten ab und entlastet KMU.

Die parlamentarische Initiative Schneeberger «Eingeschränkte Revision» korrigiert Fehlentwicklungen, baut unnötige Regulierungskosten ab und entlastet KMU.

Hier will die parlamentarische Initiative (15.472) der FDP Nationalrätin Daniela Schneeberger einen Riegel schieben. Mit wenigen gesetzlichen Präzisierungen soll der Interpretation der Verwaltung Einhalt geboten werden. Die eingeschränkte Revision soll einfach, effizient, und für die KMU kostengünstig genutzt werden können. Heute betrifft dies etwa 95‘000 Klein- und Mittelbetriebe. Alle anderen KMU, vor allem Jung- und Mikro­unter­nehmen haben sich für ein «Opting out» entschieden und verzichten auf jegliche Revision durch Dritte. Gerade die in den Berufsorganisationen tätigen KMU dürften unter die grosse Zahl der Unternehmen fallen, die das Institut der eingeschränkten Revision schätzen und möglichst praxisnah einsetzen wollen.

Durch die parlamentarische Initiative Schneeberger werden Fehlent­wicklungen korrigiert, unnötige Regulierungskosten abgebaut und KMU entlastet.

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Curia-Vista-Datenbank: Parl. Initiative Schneeberger «KMU-taugliche Lösung sichern. Eingeschränkte Revision zum Schutz unserer KMU verwesentlichen»

Das Preisschild der Ausstiegsinitiative – es wird teuer

24 Nov

Jean-François Rime, Präsident des Schweizerischen Gewerbeverbandes sgv, Unternehmer und Nationalrat SVP FR

Was ist das Preisschild der Atomausstiegsinitiative? Die Initianten schweigen darüber am liebsten. Doch klar ist: Es wird teuer.

Was ist das Preisschild der Atomausstiegsinitiative? Klar ist: Es wird teuer. Der Zwangswechsel in der Produktionstechnologie verteuert den Strom. Die Überforderung des Netzes verteuert den Strom. Und die Knappheitssituation verteuert den Strom.

Was ist das Preisschild der Atomausstiegsinitiative? Klar ist: Es wird teuer. Der Zwangswechsel in der Produktionstechnologie verteuert den Strom. Die Überforderung des Netzes verteuert den Strom. Und die Knappheitssituation verteuert den Strom.

Strompreise sind heute überall in Europa sehr niedrig. So niedrig, dass einzelne Produktionsanlagen Strom unter den Herstellungskosten verkaufen müssen. Der Grund dafür ist die Subventionierung fast aller Energieträger. Aber nur, weil der Strompreis heute tief ist, bedeutet es noch lange nicht, er werde immer tief bleiben. Zum Vergleich: Noch vor fünf Jahren war der Strom vielfach teurer als heute. Und noch im Jahr 2012 ging man davon aus, dass die Energie „ewig“ teuer bleiben werde. Was zeigt dieser Rückblick in die äusserst nahe Vergangenheit? Es zeigt sehr deutlich: Die Preise können sehr schnell wieder steigen und sie werden es auch.

Das Preisgefüge ist sehr abhängig von folgenden Faktoren:

  • Erstens, die Stromproduktionskosten. Die Kernenergie ist in der Produktion heute mit rund 4.5 Rappen pro Kilowattstunde die klar günstigste Energiequelle. Diese wollen wir überstürzt aufgeben und stattdessen in ausländischen Kohlestrom investieren, der heute Gestehungskosten von ca. 10 Rappen pro Kilowattstunde aufweist.
  • Zweitens muss Strom auch transportiert werden. Dafür braucht es Netze – und Stromnetze generieren Kosten. Heute sind diese Kosten technologieneutral, d.h. sie fallen in gleicher Höhe an, egal wie der Strom produziert wird. In Zukunft werden sich diese Kosten markant erhöhen. Denn die Schweiz will mehr dezentrale Stromeinspeisung. Dafür braucht es ein dezentrales Netz. Und dafür braucht es Inves-titionen. Diese Investitionen werden ohnehin in Form von höheren Netzkosten in die Stromrechnung fliessen. Aber in einem langfristigen Investitions- und Abschreibungsplan. Die Ausstiegs-Initianten wollen in einer Hauruck-Übung das Schweizer Netz überlasten. Das führt nicht nur zu Ausfällen und Blackouts, es führt auch zum Kostensprung in den Netzkosten. Was auch immer Teil des langfristigen Plans wäre, müsste auf fünf Jahre zusammengestaucht werden. Hauruck war noch nie eine gute Grundlage für Investitionspläne.
  • Drittens kommt der Faktor Knappheit hinzu. Wenn die Schweiz von heute auf morgen um die 40% ihrer Stromproduktion verliert, muss sie diese Lücke schliessen. Wie würde sie es tun? Naheliegend ist, Dreckstrom aus Deutschland zu beziehen. Doch Strom aus Kohlekraftwerken kostet über 20 Rappen, bis er das Schweizer Netz erreicht. Denn er muss nicht nur produziert, sondern auch transportiert werden und die Grenze passieren. Das sind alles Kostentreiber. Heute könnte man diesen Strom günstiger an der Börse kaufen. Doch wenn der Schweizer Strom knapp wird, werden die deutschen Verkäufer versuchen, diese Knappheit für sich zu nutzen. Das heisst konkret, den „richtigen“ Handelspreis für Strom durch­zusetzen. Und weil die Schweiz in einer Knappheitssituation sein wird, wird sie auch diesen „Schweiz-Zuschlag“ bezahlen.

Es gibt aber noch eine weitere Form von Knappheit. Auch Deutschland wird mittelfristig eine Verkleinerung der Produktion von Strom in Kauf nehmen müssen. Wenn es die EU ernst meint mit ihren Klimagesetzen, ist es nicht mehr möglich Kohlekraftwerke der alten Generation zu betreiben. Im Klartext: Wenn Deutschland einige Kohlekraftwerke schliesst, ist unser nördlicher Nachbar selbst in einer Knappheitssituation. Und das lässt die Strompreise in die Höhe schnellen. Diese Zusammenhänge erklären die Ausstiegs-Chaoten nie.

Das Preisschild der Atomausstiegsinitiative ist damit entlarvt. Im Falle ihrer Annahme wird der Strompreis explodieren. Der Zwangswechsel in der Produktionstechnologie verteuert den Strom. Die Überforderung des Netzes verteuert den Strom. Und die Knappheitssituation verteuert den Strom. Alle diese Faktoren führen mindestens zur Verdoppelung der aktuellen Strompreise. Und mit einer Verdoppelung der Strompreise gehen Betriebe zu, entsteht Arbeitslosigkeit und Familien verlieren noch mehr Kaufkraft. Deswegen muss die überstürzte, überteuerte Atomausstiegsinitiative abgelehnt werden.

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www.ausstiegsinitiative-nein.ch

Sortie du nucléaire précipitée : Un activisme idéologique à hauts risques

23 Nov

Frank R. Ruepp, président de la direction du groupe vonRoll infratec et président du Groupement d’intérêt des industries à consommation intensive en énergie (IGEB)

L’initiative des Verts, „Sortir du nucléaire“, vise l’arrêt prématuré des centrales nucléaires suisses, dont trois devraient fermer déjà en 2017. Cette initiative purement idéologique met gravement en danger la sécurité de l’approvisionnement de la Suisse et risque, à l’avenir, de faire exploser les coûts de l’électricité.

Pour les industries à consommation intensive en énergie et pour le marché du travail suisse, la sécurité de l’approvisionnement et les coûts de l’énergie jouent un rôle capital. Dans les entreprises qui produisent 24 heures sur 24 et sept jours sur sept, l’électricité, en tant que facteur de production, doit non seulement rester disponible de façon permanente mais ceci à des prix concurrentiels par rapport à l’étranger. Un arrêt prématuré des centrales nucléaires conduirait à une réduction de capacité de l’énergie en ruban et compromettrait ainsi lourdement la sécurité de l’approvisionnement. La Suisse serait alors encore plus fortement tributaire des importations d’électricité, et notamment des capacités limitées du réseau à notre frontière Nord.

Pour les industries à forte consommation d'énergie et pour la place industrielle suisse, la sécurité de l'approvisionnement et les coûts de l'énergie jouent un rôle capital. L’électricité doit être disponible 24h sur 24, 7 jours sur 7, et ce à des prix concurrentiels sur le plan international.

Pour les industries à forte consommation d’énergie et pour la place industrielle suisse, la sécurité de l’approvisionnement et les coûts de l’énergie jouent un rôle capital. L’électricité doit être disponible 24h sur 24, 7 jours sur 7, et ce à des prix concurrentiels sur le plan international.

Les prix de l’électricité pourraient augmenter dans une mesure considé­rable, ce qui aurait des effets désastreux pour les industries de base – leurs processus reposant sur une consommation intensive d’énergie – affecterait lourdement leur compétitivité, et compromettrait ainsi des emplois. Pour un ménage privé, une hausse du prix de l’électricité de 1 ct./kWh entraînerait des coûts supplémentaires de seulement 45 francs par an tandis qu’il en coûterait plusieurs millions de francs pour une entreprise à consommation intensive en énergie; or, dans cet environnement économique, ces surcoûts ne pourraient ni être amortis ni répercutés sur le marché. De surcroît, ils n’affecteraient que la Suisse et non pas les pays voisins.

Pour les secteurs à consommation intensive en énergie, une acceptation de l’initiative „Sortir du nucléaire“ serait particulièrement lourde de consé­quences et conduirait notamment à des délocalisations et des réductions d’effectifs. À l’heure actuelle, les secteurs axés sur l’exportation, particu­lière­ment pressés par la force du franc, s’astreignent déjà à des mesures d’économies extrêmement strictes pour pouvoir rester concurrentiels sur le marché international. Si nous faisons délibérément supporter à ces secteurs une nouvelle hausse des coûts, sous l’effet d’une explosion des prix de l’énergie, de nombreuses sociétés s’en trouveront menacées dans leur existence.

L’étranger nous envie pour notre production d’électricité d’origine nucléaire et hydraulique, qui n’entraîne presque aucune émission de CO2. Cette situation extrêmement favorable se trouverait fortement détériorée par le fait d’arrêter prématurément les centrales nucléaires et d’importer de l’électricité de l’étranger. Sur le plan de la politique environnementale et climatique, les auteurs de l’initiative font fausse route : ils réduisent à néant d’importants efforts dont les succès sont mesurables, en matière de réduction des émissions de CO2, de la part des entreprises à consommation intensive en énergie. Une part supplémentaire de l’électricité qui viendrait à nous manquer devrait être importée des centrales nucléaires françaises, dont une soixantaine sont connectées au réseau. Rien ne constitue un meilleur exemple de la politique de l’autruche : fermer les centrales nucléaires en Suisse pour ensuite importer l’électricité des centrales nucléaires françaises !

Gonflée d’idéologie, l’initiative des Verts est trop extrême. Elle est néfaste, aussi bien en termes de politique environnementale et climatique que pour le marché du travail suisse. Il convient de la rejeter.

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Nein zu Technologieverboten

22 Nov

Henrique Schneider, Stv. Direktor Schweizerischer Gewerbeverband sgv

Es ist beschlossene Sache und eine politische Realität, dass die Schweiz aus der Atomkraft aussteigt. Am 27. November gilt es zu verhindern, dass sie dies überstürzt und mit grossen Risiken für die Versorgungssicherheit und für steigende Strompreise macht. Und es geht darum, dass die Schweiz keine Technologieverbote in die Verfassung schreibt. Das wäre ein grosser Fehler.

Fakt ist: In der Schweiz ist der Atomausstieg eine beschlossene Sache. Fakt ist aber auch: International wird die Technologie im Bereich der Kernenergie intensiv weiterentwickelt. Es wäre ein grosser Fehler, ein Technologieverbot in die Verfassung zu schreiben.

Fakt ist: In der Schweiz ist der Atomausstieg eine beschlossene Sache. Fakt ist aber auch: International wird die Technologie im Bereich der Kernenergie intensiv weiterentwickelt. Es wäre ein grosser Fehler, ein Technologieverbot in die Verfassung zu schreiben.

Unter dem hochtrabenden Titel «World Nuclear Industry Status Report 2016» verbreitet die Schweizerische Energiestiftung irreführende Informationen über die weltweite Entwicklung der Kernenergie. Sie kommen im Hinblick auf die anstehende Abstimmung über die Atomausstiegs­initiative zum Schluss, dass sich die Schweiz mit dem Atomausstieg «im Trend» befinde.

Fakt ist:

  • Im Referenzszenario im soeben publizierten «World Energy Outlook 2016» der Internationalen Energieagentur (IEA) der OECD steigt die weltweite Stromproduktion aus Kernenergie bis 2040 auf fast das Doppelte an. Im Szenario zum Erreichen der Ziele der Klimakonferenz von Paris ist der Zuwachs der Nuklearstromproduktion noch weit grösser.
  • Im Oktober 2016 hat der Weltenergierat (World Energy Council, WEC) seine in Zusammenarbeit mit dem zum ETH-Bereich gehörenden Paul Scherrer Institut aktualisierten Szenarien bis 2060 veröffentlicht. In allen Szenarien wird, zusammen mit den neuen erneuerbaren Energien, auch die Stromproduktion aus Kernenergie ausgebaut – im marktgetriebenen Szenario um das Eineinhalbfache, im umwelt­freundlichsten Szenario gar um fast das Dreifache gegenüber heute.
  • Derzeit befinden sich weltweit 60 Kernkraftwerke im Bau. Seit Anfang 2015 haben 17 Kernkraftwerke den kommerziellen Betrieb aufgenommen und 11 neue Bauprojekte wurden gestartet.
  • In den USA stehen derzeit vier Kernkraftwerke modernster Bauart im Bau. Ebenso hat Grossbritannien beschlossen, seinen alternden Kernkraftwerkspark mit Anlagen modernster Bauart zu ersetzen.
  • China, Indien und Russland verfolgen ehrgeizige Ausbaupläne. Auch in Ländern wie Argentinien, Finnland, Frankreich, Pakistan, Polen, Rumänien, der Slowakei, Südafrika, Südkorea, der Türkei oder Ungarn wird die Kernenergienutzung vorangetrieben.
  • International wird die Technologie im Bereich der Kernenergie derzeit intensiv weiterentwickelt. In China stehen bereits zwei kleine sogenannte Hochtemperatur-Kugelhaufen-Reaktoren im Bau. Diese ursprünglich aus Deutschland stammende innovative Bauart hat wegen ihrer Sicherheitseigenschaften – eine Kernschmelze ist dort aus physikalischen Gründen nicht möglich – ein enormes Zukunftspotenzial.

Fazit: Der Atomausstieg ist kein weltweiter Trend. Alle Indikatoren zeigen, dass die Kernenergie wegen ihrer geringen Umweltbelastung eine Zukunftstechnologie ist. Es wäre für die Schweiz ein grosser Nachteil, wenn sie Technologieverbote für die Atomkraft insgesamt in die Verfassung schreiben würde.

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Atomausstiegsinitiative: Bäckereien-Confiserien durch Kurzschlusshandlungen beim Atomausstieg gefährdet

18 Nov

Silvan Hotz, Präsident Schweizerischer Bäcker-Confiseurmeister-Verband SBC

Die Lippenbekenntnisse der Politiker kennen wir alle: KMU sind das Rückgrat der Schweizer Wirtschaft. Oder noch besser: Wir müssen Sorge zu den KMU tragen. Die Realität indes ist eine andere. Unsere 1’600 Bäckereien und Confiserien mit über 3‘000 Verkaufsstellen stehen immer mehr Lenkungsmassnahmen, Regulierungen und höheren Abgaben gegenüber. Unsere Branche bietet rund 30‘000 Arbeitsplätze. Wir haben pro Tag 1,5 Millionen Kundenkontakte mit einem Jahresumsatz von 2,2 Milliarden Schweizer Franken. Ausserdem bieten wir jedes Jahr 3‘600 Lernenden in Produktion und Detailhandel einen Ausbildungsplatz.

Die Initiative zum Atomausstieg will einen unüberlegten Ausstieg, der unsere Betriebe massiv belasten würde. Gemäss Initiative müsste das Kernkraftwerk Beznau 1 ein Jahr nach der Abstimmung vom Netz gehen. Die Kraftwerke Mühleberg, das die BKW 2019 stilllegen will, sowie Beznau 2, beide seit 1971 in Betrieb, müssten rein rechnerisch bereits sofort nach Annahme der Initiative noch im Jahr 2016 vom Netz. Gösgen 2024 und Leibstadt als jüngstes Kraftwerk würde 2029 abgestellt. Wenn es die Sicherheit erforderte, könnte es zu einer früheren Abschaltung kommen. Dieser überhastete Ausstieg und der drohende Energieimport führen zu einer Explosion der Strompreise. In einem Schweizer Kernkraftwerk produzierter Strom kostet heute um die 5 Rappen pro Kilowattstunde. Bei der Wasserkraft sind es zwischen 5 und 15 Rappen.

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Die gleiche Menge Strom aus Windenergie kostet bald 19 Rappen und aus Photovoltaik-Produkten 37 Rappen. Der Import von Kohlestrom kostet um die 25 Rappen. Die Marktpreise sind heute tief, weil es eine Überproduktion von Strom gibt. Wird dieser knapper, gibt es automatisch einen Anstieg der Preise. Es ist anzunehmen, dass mit dem sofortigen Wegfall der Kernenergie und der überhasteten Umstellung des Strommixes auf Importe und teure Zufallseinspeisung die Strompreise sich verdoppeln würden. In unserer energieintensiven Branche würde dies zu einem weiteren Margendruck führen und zahlreiche Betriebe existenziell gefährden.

Gefahr von Stromausfällen

Mit dieser Forderung gefährden die Initianten die Stabilität des Schweizer Stromnetzes und die sichere Versorgung der Haushalte und Unternehmen mit Strom. Stromausfälle und Blackouts könnten die Folge sein. Die Konsequenzen eines instabilen Netzes sind verheerend. Die letzten Stromausfälle der Schweiz waren alle Folgen von Netzinstabilitäten und nicht von Produktionsverknappung.

Zum Beispiel: Im September 2016 ist um den Hauptbahnhof Zürich der Strom ausgefallen. Für über eine Stunde lag der Kreis 4 im Dunkeln. Nicht nur tausende von Haushalten, hunderte von Restaurants, Bäckereien-Confiserien und andere Geschäfte blieben ohne Strom, sondern auch die Trams und Busse mussten den Betrieb zum Teil einstellen. Im 2005 haben Netzinstabilitäten zu einem Blackout bei den SBB geführt. Der Zugverkehr in der gesamten Schweiz kam fast vollständig zum Erliegen. Tausende Passagiere strandeten mitten in der Rushhour des Feierabendverkehrs an Bahnhöfen oder sassen in Zügen, auch in Tunnels fest. Kostenpunkt? Um die 6 Milliarden Franken. Im Übrigen: In seinem jüngsten Risikobericht stuft das Bundesamt für Bevölkerungsschutz eine anhaltende Strommangellage im Winter als grösstes Risiko für die Schweiz ein. Es rechnet dabei mit einem Schaden von über 100 Milliarden Franken und die Backöfen wären kalt und die Kühlvitrinen warm. Sorge zu KMU und deren Arbeitsplätzen zu tragen heisst klar NEIN zur Atomausstiegsinitiative zu sagen.

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L’électricité, notre matière première

18 Nov

Franz Grüter, chef d’entreprise et conseiller national UDC LU

La Suisse est devenue, au niveau international, l’un des sites les plus importants en matière d’hébergement de systèmes et de données informatisées. D’après une étude du Credit Suisse, environ 20% du volume de données du continent européen est stocké en Suisse, dans des centres de calcul auxquels des entreprises du monde entier confient aujourd’hui la garde de leurs systèmes informatisés.

Depuis six ans, des infrastructures représentant plus d’un milliard de francs ont été mises en place dans les diverses régions de la Suisse. Le groupe Green, que je dirige depuis de nombreuses années, a investi plus de 170 millions de francs en Suisse au cours de ces dernières années.

Nous exploitons donc de grands centres de données. Il s’agit d’entrepôts ultra-modernes dans les-quels des ordinateurs calculent en réseaux. Par ces ordinateurs arrivent et partent des courriers électroniques. Des données d’assurance sont échangées. Des informations financières sont gérées. Des informations critiques vitales pour les entreprises – grandes et petites – sont traitées en quelques millisecondes. L’avenir de nombreuses entreprises dépend du bon fonctionnement de ces flux de données. Et pour les particuliers également, les informations numériques sont indispensables. Si l’on réfléchit un petit moment à ce qui rend possible ce flux de données, on se rend bien vite compte qu’il s’agit de l’électricité. C’est elle, la pièce maîtresse de tout centre de calcul.

Légende de l'illustration: le centre de données Green et son installation photovoltaïque.

Légende de l’illustration: le centre de données Green et son installation photovoltaïque.

Si l’on demande aux industries et à la clientèle du monde entier pour quels motifs elles veulent stocker leurs données en Suisse, les raisons qu’elles en donnent invariablement sont, parmi d’autres, que le prix de l’électricité y est abordable et que l’approvisionnement y est sûr, très fiable et stable.

Il me déplaît que l’on soumette, encore et toujours, l’approvisionnement en électricité à une instrumentalisation idéologique. C’est jouer avec le feu; c’est prendre de gros risques, et cela sans nécessité aucune, de façon tout à fait superflue. Pour une personne pour laquelle l’approvisionnement en électricité est une question aussi cruciale que pour moi se demande forcément d’où provient cette énergie. Il ne fait aucun doute que nous avons besoin d’un approvisionnement en électricité qui soit sûr, bon marché et stable. Et que nous devions pouvoir jouir d’un maximum d’autonomie et d’indépendance, c’est tout aussi clair.

Soumette l’approvisionnement en électricité à une instrumentalisation idéologique, c’est pas seulement faux, c’est jouer avec le feu et prendre de gros risques sans nécessité.

Toute personne utilisant de grandes quantités d’électricité sait bien que ces panneaux solaires sont loin de permettre l’autarcie. C’est une question de technologie: ils ne sont simplement pas encore aussi efficaces qu’on le souhaiterait. L’électricité ne se stocke pas. Il arrive donc souvent que l’on n’en dispose pas lorsqu’on en a besoin. D’ici à ce que nous soyons en mesure de produire nous-mêmes toute l’énergie électrique que nous utilisons, nous devons donc recourir à des fournisseurs.

Le mix de production électrique suisse s’appuie sur les énergies hydraulique et nucléaire ainsi que sur certaines nouvelles sources d’énergie renouvelables. Et c’est très bien ainsi. La part de l’énergie éolienne et solaire est de plus en plus importante. Cela aussi est judicieux. Ce mix est précisément celui dont nous avons besoin.

À présent, nous sommes confrontés à l’initiative „Sortir du nucléaire“, qui demande d’y retrancher à la vavite une énorme part. L’initiative exige soit que je renonce à ce qui constitue la matière première de mes activités, ce qui revient à abandonner mon entreprise, soit que cette matière première renchérisse exagérément, ce qui complique décidément ma situation commerciale. Dommage qu’il en soit ainsi, surtout dans un contexte où, du fait de la faiblesse de l’euro, nous nous efforçons de tenir tête à la concurrence irlandaise et néerlandaise. Au lieu de saluer mon engagement pour l’efficacité énergétique et les nouvelles sources d’énergie renouvelables, l’initiative de la gauche me met les bâtons dans les roues par son instrumentalisation idéologique de l’électricité.

Les auteurs de l’initiative proposent-ils une alternative ? Non, au contraire. Par des oppositions et recours sans fin, ils bloquent même la possibilité d’exploiter les sources d’électricité alternatives. Pourquoi ? Parce que ces partisans d’une sortie précipitée du nucléaire sont aveuglés par leur idéologie.

Si l’on s’imagine que je suis seul dans mon cas, c’est faux ! Il existe en Suisse de nombreuses entreprises actives dans le traitement des signaux électriques : Data Center, l’industrie de l’informatique, l’économie créative ou certains prestataires de services tels que les banques ou les fiduciaires. Toutes ces entreprises sont tributaires d’un approvisionnement en électricité qui soit sûr, bon marché et stable. Raison pour laquelle je rejette résolument l’initiative „Sortir du nucléaire“ et le radicalisme dont elle est pétrie.

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Überhasteter Atomausstieg: Ideologischer Aktivismus mit grossem Risiko

17 Nov

Frank R. Ruepp, Vorsitzender der Gruppenleitung vonRoll infratec ag und Präsident IG Energieintensive Branchen (IGEB)

Die Ausstiegsinitiative der Grünen verlangt eine vorzeitige Abschaltung der Kernkraftwerke in der Schweiz, für drei Kraftwerke schon ab 2017. Diese von Ideologie getriebene Initiative birgt ein grosses Risiko für die Versor-gungssicherheit der Schweiz und hat das Potential, die Stromkosten künftig explodieren zu lassen.

Für die energieintensiven Basisindustrien und für den Werkplatz Schweiz sind Versorgungssicherheit und Energiekosten existenziell. In Betrieben, welche zum Teil 24 Stunden/7 Tage produzieren, muss Strom als Produktionsfaktor immer zur Verfügung stehen und dies zu international konkurrenzenzfähigen Preisen. Eine vorzeitige Abschaltung der Kern­kraft­werke und somit eine Reduktion der Bandenergiekapazität würde die Versorgungssicherheit massiv gefährden. Die Schweiz wäre dann noch abhängiger von Stromimporten aus dem Ausland und damit auch von den beschränkten Netzkapazitäten an der Nordgrenze.

Für die energieintensiven Basisindustrien und für den Werkplatz Schweiz sind Versorgungssicherheit und Energiekosten existenziell. Der Strom muss immer 24 Stunden 7 Tage die Woche zur Verfügung stehen und dies zu international konkurrenzfähigen Preisen.

Für die energieintensiven Basisindustrien und für den Werkplatz Schweiz sind Versorgungssicherheit und Energiekosten existenziell. Der Strom muss immer 24 Stunden 7 Tage die Woche zur Verfügung stehen und dies zu international konkurrenzfähigen Preisen.

Die Strompreise könnten sich massiv erhöhen, was für die Basisindustrien wegen Ihrer energieintensiven Prozesse verheerend wäre und die Wettbewerbsfähigkeit massiv verschlechtern und Arbeitsplätze in der Schweiz gefährden würde. Für einen privaten Haushalt bedeutet eine Strompreiserhöhung von 1 Rp./kWh Mehrkosten von lediglich ca. 45 CHF/Jahr, während dies für die einzelnen energieintensiven Unternehmen Mehrkosten von mehreren Millionen Franken verursacht, welche in diesem wirtschaftlichen Umfeld nicht kompensiert oder im Markt weitergegeben werden können. Zumal ja dieser Kostenschub dann nur die Schweiz und nicht das benachbarte Ausland betreffen würde.

Die von Ideologie getriebene Initiative der Grünen ist zu extrem, bringt umwelt- und klimapolitisch eine Verschlechterung und schadet dem Werkplatz Schweiz. Sie ist daher klar abzulehnen.

Die Annahme der Atomausstiegsinitiative würde darum für die energie­intensiven Branchen besonders massive Auswirkungen haben und zu Verlagerungen und Stellenabbau führen. Bereits heute müssen sich insbesondere die exportorientierten Branchen aufgrund der Frankenstärke enorme Kostensparmassnahmen verschreiben, um international konkurrenzfähig zu bleiben. Wenn wir „hausgemacht“ diesen Branchen einen weiteren Kostenschub mit explodierenden Energiepreisen zumuten, werden hier zahlreiche Firmen in ihrer Existenz bedroht.

Das Ausland beneidet uns wegen unserer nahezu CO2-neutralen Stromproduktion aus Kern- und Wasserkraft. Diese hervorragende Situation würde mit der vorzeitigen Abschaltung der Kernkraftwerke und mit dem damit verbundenen Import von Kohlestrom aus dem Ausland massiv verschlechtert. Umwelt- und Klimapolitisch sind die Initianten auf dem Holzweg und sie machen die grossen Bemühungen und messbaren Erfolge der energieintensiven Unternehmen bei der CO2-Emissionsminderung wieder zunichte. Ein weiterer Teil des dann fehlenden Stroms müsste wohl aus Kernkraftwerken in Frankreich, wovon deren rund sechzig am Netz sind, importiert werden. Ein besseres Beispiel für „Vogelstrausspolitik“ ist wohl kaum anzuführen: Kernkraftwerke in der Schweiz abschalten, um dann Atomstrom aus Frankreich zu importieren!

Die von Ideologie getriebene Initiative der Grünen ist zu extrem, bringt umwelt- und klimapolitisch eine Verschlechterung und schadet dem Werkplatz Schweiz. Sie ist daher klar abzulehnen.

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L’étiquette de prix de l’initiative „Sortir du nucléaire“: c’est cher payer

14 Nov

Jean-François Rime, président de l’Union suisse des arts et métiers usam, chef d’entreprise et conseiller national UDC FR

Quel prix est inscrit sur l’étiquette de l’initiative „Sortir du nucléaire“? Les auteurs de l’initiative préfèrent se taire sur cette question. La chose est pourtant claire: c’est cher.

Sur ce préambule, je vous souhaite la bienvenue à la conférence de presse de l’économie contre l’ini-tiative „Sortir du nucléaire“. Le rejet de l’initiative se justifie par de nombreuses raisons que le Conseil fédéral et le comité interpartis ont déjà présentées lors de leurs propres conférences de presse. La question particulière qui n’a pas encore été suffisamment abordée: combien en coûtera-t-il à notre économie de sortir du nucléaire avec une telle précipitation.

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Les prix de l’électricité, partout en Europe, sont actuellement très bas. Tellement bas que certaines centrales électriques doivent vendre à des prix inférieurs aux coûts de production, car la quasi-totalité des sources énergétiques sont subventionnées. Le fait que les prix de l’électricité sont actuellement très bas ne signifie pas qu’ils le resteront toujours. À titre de comparaison: il y a seulement cinq ans, l’électricité était beaucoup plus chère qu’aujourd’hui. Et en 2012, on supposait encore que l’énergie resterait „éternellement“ chère. Quelle conclusion pouvons-nous tirer de ce passé très proche? C’est bien clair: les prix peuvent augmenter très rapidement et c’est précisément ce qui va se passer.

La structure des prix est très fortement tributaire des facteurs suivants:

  • Premièrement, les coûts de production. Dans le mix de production actuel, l’énergie nucléaire, qui coûte environ 4,5 centimes par kW/h, est la source énergétique la plus avantageuse. Et cette source énergétique, nous voulons tout à coup nous en priver et, à la place, investir dans l’importation d’électricité d’origine thermique, dont la valeur de revient s’élève à près de 10 centimes par kW/h.
  • Deuxièmement, l’électricité doit, à l’avenant, être acheminée. Pour cela, des réseaux sont nécessaires. Or, les réseaux d’électricité entraînent des coûts. À l’heure actuelle, ces coûts ne dépendent pas des technologies, c.-à-d. qu’ils ne varient pas en fonction de la façon dont l’électricité est produite. Mais ils vont considérablement augmenter à l’avenir. Car la Suisse veut décentraliser son approvisionnement. À cet effet, nous aurons besoin d’un réseau également décentralisé. Ces investissements vont inévitablement se traduire par une augmentation des coûts du réseau dans la facture d’électricité, mais qui doit s’inscrire dans un plan d’investissement et d’amortissement à long terme. En agissant à la va-vite, les auteurs de l’initiative vont surcharger le réseau suisse. Cela ne conduira pas seulement à des pannes ou à des blackout, mais également à une flambée des coûts du réseau. Ce qui est prévu dans le plan à long terme devrait être expédié en cinq ans. La précipitation n’a jamais été une bonne conseillère pour les plans d’investissement.
  • Troisièmement, il y a le facteur pénurie. Si la Suisse perd, du jour au lendemain, 40% de sa production électrique, il faudra bien qu’elle comble cette lacune. Comment est-ce qu’elle va s’y prendre? De toute évidence, on importera de l’électricité d’origine thermique produite en Allemagne. Pourtant, l’électricité produite par des centrales à charbon coûte plus de 20 centimes, avant même d’être disponible sur le réseau suisse. Car elle doit non seulement être produite mais également acheminée, et traverser la frontière. Ce sont là des facteurs de coûts. À l’heure actuelle, on pourrait acheter cette électricité à meilleur prix sur les marchés boursiers. Or, si l’électricité suisse se raréfie, les fournisseurs allemands chercheront à tirer profit de cette pénurie. Plus concrètement, cela signifie qu’ils ap-pliqueront le „juste“ prix de leur électricité. Et comme la Suisse se trouvera en situation de pénurie, elle n’hésitera pas à payer la „surtaxe“.

Il existe toutefois une autre forme de pénurie. À moyen terme, l’Allemagne sera également amenée à réduire sa production d’électricité. Si l’UE prend au sérieux ses lois environnementales, il n’est plus possible d’exploiter les centrales à charbon d’ancienne génération. En clair, si l’Allemagne ferme cer-taines de ses centrales à charbon, notre voisin septentrional se trouvera lui aussi en situation de pénurie. Or, les prix de l’électricité prendront aussitôt l’ascenseur. Les „cagoulés de l’anti-nucléaire“ ne vous expliqueront jamais ces liens d’interdépendance.

L’étiquette de prix de l’initiative „Sortir du nucléaire“ est désormais affichée sur l’article. En cas d’acceptation, nous verrons flamber les prix de l’électricité. L’adaptation forcée de la technologie de production se traduira par un renchérissement de l’électricité. La surexploitation du réseau, de même. Et une situation de pénurie, a fortiori ! Dans le meilleur des cas, tous ces facteurs amèneront le prix actuel de l’électricité à doubler. Le cas échéant, des entreprises devront mettre la clé sous la porte, ce qui entraînera des pertes d’emplois et réduira encore le pouvoir d’achat des familles. Autant de raisons pour lesquelles il faut rejeter le gouffre financier que représente l’initiative „Sortir du nucléaire“.

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Strom ist Rohstoff

10 Nov

Franz Grüter, VR-Präsident der green.ch-Gruppe und Nationalrat SVP LU

Die Schweiz ist international zu einem der bedeutendsten Standorte für die Beherbergung von IT-Systemen und Daten geworden. Gemäss einer Credit Suisse Studie werden rund 20% des europäischen Datenvolumens heute in der Schweiz in modernen Rechencentern gespeichert. Unternehmen aus der ganzen Welt bringen heute ihre IT-Systeme in die Schweiz.

Alleine in den letzten sechs Jahren wurden über die ganze Schweiz verteilt Infrastrukturen für mehr als 1 Milliarde Franken erstellt. Die Green Gruppe hat am Standort Schweiz in den letzten Jahren mehr als 170 Millionen Schweizerfranken investiert.

Grosse Datencenter sind modernste Lagerhallen, in denen Computer in Netzwerken rechnen. Über diese Computer gehen E-Mails ein und aus. Versicherungsdaten werden ausgetauscht. Finanzinformationen werden verwaltet und geschäftskritische Informationen grosser und kleiner Unternehmen im Millisekunden-Takt bereitgestellt. Vom funktionierenden Datenfluss hängt die Zukunft vieler Unternehmen ab. Und auch für Privatpersonen sind digitale Informationen unverzichtbar. Und es ist der Strom, der diesen Datenfluss erst ermöglicht.

Green Rechenzentrum mit Photovoltaik-Anlage

Green Rechenzentrum mit Photovoltaik-Anlage

Fragt man die Industrie und die Kunden aus der ganzen Welt, weshalb Sie die Daten in der Schweiz speichern wollen, so wird nebst anderen Gründen immer die sichere, hoch zuverlässige, stabile und bezahlbare Stromver­sorgung der Schweiz gelobt.

Aber für ein Rechenzentrum ist Elektrizität viel mehr als nur die Quelle für den Betrieb. Der Datenfluss ist nichts anderes als der Stromfluss. Damit eine E-Mail raus kann muss eine Serie elektrischer Impulse in einem Schaltkreis im Computer stattfinden. Für ein Rechenzentrum gilt daher: Mein Betrieb ist Strom. Jeder digitale Dienst wird nur durch Strom ermöglicht. Und gerade deswegen ist die Ideologisierung der Stromver­sorgung nicht nur falsch, sondern auch äusserst gefährlich. Denn damit riskieren wir sehr viel – und ohne, dass es überhaupt notwendig wäre.

Wer viel Strom verarbeitet, weiss auch: Solarpanels sind aktuell nicht annähernd fähig, den gesamten Strombedarf zu decken. Das ist eine Frage der Technologie, welche schlicht nicht so effizient ist, wie wir es uns wünschen. Und Strom lässt sich nicht speichern. Er steht also oft nicht dann zur Verfügung, wenn man ihn braucht. Bis wir so weit sind, den eigenen Strom komplett alleine zu produzieren, beziehen wir elektrische Energie von den Elektrizitätsversorgern.

Die Ideologisierung der Stromversorgung ist nicht nur falsch, sondern auch äusserst gefährlich.

Der heutige technologische Mix des Schweizer Stroms besteht aus Wasser- und Kernkraft sowie Erzeugnissen aus neuen erneuerbaren Energien. Und das ist gut so. Der Anteil von Wind und Sonne wird immer grösser. Auch das ist gut. Genau diesen Mix braucht es.

Jetzt kommt die Atomausstiegsinitiative und will einen grossen Teil des Mix jäh abschneiden. Die Initiative verlangt damit, entweder auf Rohstoff zu verzichten – was einer Aufgabe meines Geschäfts gleichkäme oder sie will meinen Rohstoff massiv verteuern – was meine Marktsituation auch erheblich erschwert.

Gerade in einer Zeit, in der wir aufgrund der Euro-Schwäche mit Konkurrenten aus Irland und Holland mithalten müssen, ist dies besonders schädlich. Statt meinen Einsatz für Stromeffizienz und für neue erneuerbare Stromproduktion zu würdigen, wirft mir die linke Ausstiegsinitiative Knüppel zwischen die Beine. Alles, weil sie den Strom ideologisiert.

Bieten die Ausstiegs-Initianten eine Alternative an? Nein, im Gegenteil. Durch unendlich viele Einsprachen verbauen sie sogar die Möglichkeit, alternative Stromerzeugungsquellen zu erschliessen. Warum? Weil die Atomaussteiger ideologisch verblendet sind.

Aus diesen Gründen kann es zur radikalen Stromausstiegsinitiative am 27. November nur eine Antwort geben: Ein entschiedenes NEIN!

LINK
www.ausstiegsinitiative-nein.ch

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