Nein zu Technologieverboten

22 Nov

Henrique Schneider, Stv. Direktor Schweizerischer Gewerbeverband sgv

Es ist beschlossene Sache und eine politische Realität, dass die Schweiz aus der Atomkraft aussteigt. Am 27. November gilt es zu verhindern, dass sie dies überstürzt und mit grossen Risiken für die Versorgungssicherheit und für steigende Strompreise macht. Und es geht darum, dass die Schweiz keine Technologieverbote in die Verfassung schreibt. Das wäre ein grosser Fehler.

Fakt ist: In der Schweiz ist der Atomausstieg eine beschlossene Sache. Fakt ist aber auch: International wird die Technologie im Bereich der Kernenergie intensiv weiterentwickelt. Es wäre ein grosser Fehler, ein Technologieverbot in die Verfassung zu schreiben.

Fakt ist: In der Schweiz ist der Atomausstieg eine beschlossene Sache. Fakt ist aber auch: International wird die Technologie im Bereich der Kernenergie intensiv weiterentwickelt. Es wäre ein grosser Fehler, ein Technologieverbot in die Verfassung zu schreiben.

Unter dem hochtrabenden Titel «World Nuclear Industry Status Report 2016» verbreitet die Schweizerische Energiestiftung irreführende Informationen über die weltweite Entwicklung der Kernenergie. Sie kommen im Hinblick auf die anstehende Abstimmung über die Atomausstiegs­initiative zum Schluss, dass sich die Schweiz mit dem Atomausstieg «im Trend» befinde.

Fakt ist:

  • Im Referenzszenario im soeben publizierten «World Energy Outlook 2016» der Internationalen Energieagentur (IEA) der OECD steigt die weltweite Stromproduktion aus Kernenergie bis 2040 auf fast das Doppelte an. Im Szenario zum Erreichen der Ziele der Klimakonferenz von Paris ist der Zuwachs der Nuklearstromproduktion noch weit grösser.
  • Im Oktober 2016 hat der Weltenergierat (World Energy Council, WEC) seine in Zusammenarbeit mit dem zum ETH-Bereich gehörenden Paul Scherrer Institut aktualisierten Szenarien bis 2060 veröffentlicht. In allen Szenarien wird, zusammen mit den neuen erneuerbaren Energien, auch die Stromproduktion aus Kernenergie ausgebaut – im marktgetriebenen Szenario um das Eineinhalbfache, im umwelt­freundlichsten Szenario gar um fast das Dreifache gegenüber heute.
  • Derzeit befinden sich weltweit 60 Kernkraftwerke im Bau. Seit Anfang 2015 haben 17 Kernkraftwerke den kommerziellen Betrieb aufgenommen und 11 neue Bauprojekte wurden gestartet.
  • In den USA stehen derzeit vier Kernkraftwerke modernster Bauart im Bau. Ebenso hat Grossbritannien beschlossen, seinen alternden Kernkraftwerkspark mit Anlagen modernster Bauart zu ersetzen.
  • China, Indien und Russland verfolgen ehrgeizige Ausbaupläne. Auch in Ländern wie Argentinien, Finnland, Frankreich, Pakistan, Polen, Rumänien, der Slowakei, Südafrika, Südkorea, der Türkei oder Ungarn wird die Kernenergienutzung vorangetrieben.
  • International wird die Technologie im Bereich der Kernenergie derzeit intensiv weiterentwickelt. In China stehen bereits zwei kleine sogenannte Hochtemperatur-Kugelhaufen-Reaktoren im Bau. Diese ursprünglich aus Deutschland stammende innovative Bauart hat wegen ihrer Sicherheitseigenschaften – eine Kernschmelze ist dort aus physikalischen Gründen nicht möglich – ein enormes Zukunftspotenzial.

Fazit: Der Atomausstieg ist kein weltweiter Trend. Alle Indikatoren zeigen, dass die Kernenergie wegen ihrer geringen Umweltbelastung eine Zukunftstechnologie ist. Es wäre für die Schweiz ein grosser Nachteil, wenn sie Technologieverbote für die Atomkraft insgesamt in die Verfassung schreiben würde.

LINK
www.ausstiegsinitiative-nein.ch

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