Archiv | 13:30

SwissSkills – Imageplattform zu Gunsten der Dualen Berufsbildung

8 Feb

Hans-Ulrich Bigler, Direktor Schweizerischer Gewerbeverband sgv, Nationalrat FDP ZH

Es muss immer wieder unterstrichen werden: Die Berufsbildung ist der Königsweg in der Ausbildung unserer angehenden Fachkräfte. Rund zwei Drittel aller Schulabgänger entscheiden sich, eine Berufslehre zu absolvieren. Über 70% von ihnen werden innerhalb der Schweizer KMU ausgebildet. Dank der Durchlässigkeit unseres Bildungssystems stehen diesen angehenden Berufsleuten sämtliche Karrierewege offen. Von Beginn an ihrer Ausbildung stehen diese jungen Leute mitten in der Arbeitswelt. Dieses Kriterium ist für den Erfolg der Dualen Berufsbildung absolut zentral: unsere Lernenden werden arbeitsmarktfähig ausgebildet. Das ist der Grund für die europaweit tiefe Jugendarbeitslosigkeit.

Damit dieses Modell auch in den kommenden Jahren erfolgreich bleibt, muss die Kompetenz zur (Weiter)Entwicklung der Lehrberufe bei den Organisationen der Arbeitswelt (OdA) sein und bleiben. Sie bieten nämlich dank ihrer Praxisnähe die Garantie, dass bottom-up die Anforderungen der Arbeitswelt in den Lehrberufen abgebildet sind. Der Gesetzgeber hat dies erkannt und im Berufsbildungsgesetz mit «Verbundpartnerschaft» umschrieben, d.h. dem gleichwertigen Zusammenspiel von OdA, Bund und Kantone. Der Schweizerischen Gewerbeverband sgv steht dabei explizit als Interessenvertreter der OdA. Dort wird nämlich die Basis für den Erfolg in der Berufsbildung gelegt, weder in der Verwaltung noch in den Schulen noch sonst wo.

Wenn heute über eine neue Form von Public Private Partnership (PPP) informiert wird, so ist es für den sgv imperativ, dass sich dieses Konstrukt strikte an die vorgängig genannten Überlegungen hält bzw. sich diesen unterordnet.

Die Berufsbildung ist der Königsweg in der Ausbildung unserer angehenden Fachkräfte. Rund zwei Drittel aller Schulabgänger entscheiden sich, eine Berufslehre zu absolvieren. Über 70% von ihnen werden in Schweizer KMU ausgebildet. Dank der Durchlässigkeit unseres Bildungssystems stehen diesen angehenden Berufsleuten sämtliche Karrierewege offen.

Die Berufsbildung ist der Königsweg in der Ausbildung unserer angehenden Fachkräfte. Rund zwei Drittel aller Schulabgänger entscheiden sich, eine Berufslehre zu absolvieren. Über 70% von ihnen werden in Schweizer KMU ausgebildet. Dank der Durchlässigkeit unseres Bildungssystems stehen diesen angehenden Berufsleuten sämtliche Karrierewege offen.

Die Idee nationaler Berufsmeisterschaften hat der sgv bereits in den 1990er Jahren eingebracht und mit verschiedenen Branchen erfolgreich umgesetzt. Und wiederum der sgv war Ideengeber der ersten Stunde, gesamt­schwei­zerisch branchenübergreifende Berufsmeisterschaften zentral durch­zu­führen.  Der sgv begrüsst es deshalb ausdrücklich, dass nach der ersten Durchführung in Bern 2014 mit SwissSkills eine nationale Berufs­meisterschaft 2018 eine Fortsetzung findet. Mit dieser starken Plattform können wir die Duale Berufsbildung nachhaltig stärken und weiterhin bekannt machen. Es muss uns gelingen, dass noch mehr junge Leute und vor allem auch deren Meinungsbeeinflusser (Eltern, Verwandte, peers, etc.) auf die Vorteile und Möglichkeiten der Dualen Berufsbildung aufmerksam werden und sich für diesen Königsweg entscheiden.

Wenn wir nun die Chance haben, mit zwei namhaften Sponsoren im Rahmen von Berufswettbewerben zusammenzuarbeiten, so gehen wir davon aus, dass diese die geschilderten Rahmenbedingungen respektieren. Trotz Sponsoring und grundsätzlich zu begrüssendem PPP darf es zu keiner Kommerzialisierung der Berufsbildung kommen. Ebenso wenig darf die Balance der Verbundpartnerschaft gestört werden.

Damit SwissSkills ein Erfolg wird, darf diese nationale Plattform die Bodenhaftung – die Verbindung mit der KMU-Wirtschaft und der Berufs­bildung in den Betrieben an der Basis – nicht verlieren. SwissSkills muss eine von den Verbundpartnern getragene Plattform sein und bleiben. Insbesondere ist in der Stiftung das Bewusstsein zu schärfen, dass sie ausschliesslich Dienstleistungscharakter haben muss. Sie darf keinesfalls zu einer kommerziellen Show einzelner Sponsoren werden. Der Dienst an der Berufsbildung muss im Vordergrund stehen, nicht die Sponsoren und deren Geschäftsinteressen. Denn nur so gewinnt die Berufsbildung als Ganzes in der Öffentlichkeit und vor allem bei den Eltern an Bedeutung und weiterem Image. Und nur so werden insbesondere die SwissSkills als  Karriereschmiede für zielstrebige junge Berufsleute noch breiter bekannt.

Steuerreform stärkt KMU

8 Feb

Daniela Schneeberger, Nationalrätin FDP BL, Präsidentin TREUHAND|SUISSE

Die Unternehmenssteuerreform (USR III) sichert 5 Milliarden Franken Steuereinnahmen und über 150’000 Jobs. Mehr noch: Sie stärkt die Schweizer KMU und belohnt Innovation. Sie wirkt für KMU in jedem Fall positiv.

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Mit der USR III sinken die Gewinnsteuern für KMU in vielen Kantonen. Was aber nicht so bekannt ist: Die Kantone erhalten zudem viele neue Gestaltungsmöglichkeiten, um steuerlich national und international wettbewerbsfähig zu bleiben.

Viele linke Politiker, die via Steuerreform einen Kampf gegen die Entlastung der KMU führen, behaupten diese Instrumente seien zu kompliziert. Das trifft nicht zu. Die neuen Möglichkeiten der Kantone sind einfach zu erklären – und dienen vor allem den KMU.

  1. Der reduzierte Gewinnsteuersatz: Die Gewinnsteuern sinken.
  2. Die Patentbox: Gewinne, die von Patenten aber auch von Marken oder Computersofware stammen, werden weniger hoch besteuert. Davon profitieren auch KMU. Zum Beispiel: Die digitale Schweiz besteht vor allem aus kleinen Unternehmen. Und nicht selten fordern sie die Grossen mit innovativen Lösungen heraus. Es ist doch gut, wenn die Vorreiter der Digitalisierung für ihre Innovation steuerlich belohnt werden.
  3. Forschungs- und Entwicklungs-Input-Förderung: Hinter diesem langen Namen steht eine sehr gute Idee. Die meisten KMU betreiben Innovation nicht in Forschungsabteilungen. Sie machen es in ihrem Alltag. Diese Aufwendungen, die zu Innovation führen, sollen neu steuerlich abzugsfähig werden. Das können z.B. auch die Ausgaben für berufliche Weiterbildung sein.
  4. Zinsbereinigte Gewinnsteuer: Unternehmen mit mehr Eigen- als Fremdkapital sollen steuerlich belohnt werden. Denn wenn man mehr eigenes Geld hat als Schuld, ist dies ein Beitrag zur Stabilität – also eine kluge Sache.

Die Kantone erhalten also vier Gestaltungsmöglichkeiten. Alle vier sind vorteilhaft und letztlich auch einfach. Diese Möglichkeiten müssen nach dem Bundesgesetz dann von den kantonalen Parlamenten aufgenommen und umgesetzt werden. Die kantonale Autonomie wird also zusätzlich gestärkt, genauso wie der Wettbewerb zwischen den kantonalen Standorten.

Die USR III sichert 5 Milliarden Franken Steuersubstrat und über 150’000 Jobs. Sie entlastet KMU und senkt ihre Steuern. Sie gibt den Kantonen mehr Mittel, sich im nationalen und internationalen Wettbewerb zu positionieren. Deswegen braucht es ein deutliches JA zur USR III am 12 Februar.

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