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Ehepaarplafonds: Ungerechte Umverteilung von Arm zu Reich

24 Aug

Jean-Luc Addor, Nationalrat SVP/VS

Mit der AHV-Reform soll der Ehepaarplafonds von heute 150% auf 155% angehoben werden. Dieses vermeintliche Detail der ungerechten AHV-Re­form führt dazu, dass von Arm zu Reich umverteilt wird. Denn der Ehepaar­plafonds greift nur bei Rentnerpaaren, die eh schon viel Geld haben. Ärmere Rentner gucken in die Röhre.

Grundsätzlich ist es falsch und unverantwortlich, die AHV angesichts der enormen Finanzierungsengpässe weiter auszubauen. Noch viel proble­matischer ist es, dass der Ausbau nach dem Giesskannenprinzip erfolgt. Und schliesslich völlig ungerecht und unsinnig ist es, dass mit der AHV-Re­form die Armen für Geschenke an die Reichen zahlen sollen. Doch mit der Erhöhung des Ehepaarplafonds geschieht dies in Reinkultur.

Teuer bezahlen, nichts erhalten: Die AHV-Scheinreform ist ungerecht für jetztige Rentner!

Teuer bezahlen, nichts erhalten: Die AHV-Scheinreform ist ungerecht für jetztige Rentner!

Heute darf in der AHV die Summe der beiden Individualrenten eines Ehe­paares 150% einer maximalen Einzelrente – das heisst 3’525 Franken – nicht übersteigen. Dieser Plafonds soll nun auf 155% angehoben werden. Konkrete hätte diese Anpassung eine Umverteilung von Arm zu Reich zur Folge. Denn der Ehepaarplafonds greift nur bei wohlhabenderen Rentnern. Ärmere Rentner würden von der Erhöhung des Ehepaarplafonds nicht profitieren, da dieser bei ihnen gar nicht zum Tragen kommt.

Ein Rentnerpaar, das in bescheidenen Einkommensverhältnissen lebt, bekäme mit der AHV-Reform „bloss“ zusätzliche 140 Franken zugespro­chen. Wohlhabende Ehepaare erhielten dagegen zusätzliche 226 Franken. Ein solcher Ausbau nach dem Giesskannenprinzip, der reiche AHV-Partner stärker profitieren lässt als ärmere, ist unsinnig und entschieden abzu­lehnen.

LINKS

www.generationenallianz.ch

www.so-ungerecht.ch

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