Zwei-Klassen-AHV: Linke verrät die eigene Basis

14 Sep

Andreas Hartmann, Präsident KGV St. Gallen

Die Linke prangert häufig und wortreich die Zweiklassengesellschaft an. Schlagworte wie Zweiklassenmedizin gehören zum Standardrepertoire der Genossinnen und Genossen. Bei der AHV-Reform wird die SP nun aber Vorreiterin einer Zwei-Klassen AHV. Denn mit der AHV-Reform erhalten Neurentner – auch Millionäre – monatlich 70 Franken mehr AHV. Heutige Rentner – auch solche, die sehr knapp rechnen müssen, gehen leer aus. Das ist ein Verrat an der eigenen Basis.

Die Linke beklagt sich oft und wortreich über die Zweiklassengesellschaft. Aber mit der ungerechten AHV-Reform sind es ausgerechnet SP und die Gewerkschaften, welche eine Zweiklassen-AHV fordern. Das ist Verrat an der eigenen Basis.

Die Linke beklagt sich oft und wortreich über die Zweiklassengesellschaft. Aber mit der ungerechten AHV-Reform sind es ausgerechnet SP und die Gewerkschaften, welche eine Zweiklassen-AHV fordern. Das ist Verrat an der eigenen Basis.

Die AHV ist «die» klassische Volksversicherung. Praktisch alle in der Schweiz lebenden Personen sind obligatorisch bei der AHV versichert. Auch ein Grossteil der Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer hat sich freiwillig angeschlossen. Insgesamt sind deutlich mehr als 8 Millionen Menschen AHV-versichert. Ein Zweiklassensystem läuft dem Prinzip einer Volksversicherung zuwider.

Als Volksversicherung sollte die AHV möglichst einfach ausgestaltet sein. Dies war bis anhin annähernd der Fall, da für vergleichbare Beitrags­zahlungen identische Renten ausgerichtet wurden. Mit der AHV-Reform würde sich das nun ändern: Alle ab anfangs 2018 neu entstehenden Renten würden um 70 Franken erhöht, der Ehepaarplafonds würde auf 155 Prozent erhöht. Die heutigen Rentner hingegen gehen leer aus. Sie bezahlen zwar höhere Mehrwertsteuern, erhalten aber keinen Rappen mehr. Damit würde eine Zwei-Klassen-AHV mit Erst- und Zweit-Klasse-Rentnern sowie mit höheren und tieferen Renten geschaffen, was den Vollzug entsprechend verkomplizieren und verteuern würde.

Die AHV-Scheinreform ist ungerecht und schadet unserer Altersvorsorge. Danke, wenn Sie am 24. September 2017 Nein stimmen.

LINKS
www.so-ungerecht.ch
www.generationenallianz.ch

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