AHV-Reform: Schlecht für die Bauern

16 Sep

Toni Brunner, Bauer und Nationalrat SVP/SG

Pensionierte Bauern, die heute noch auf dem Hof aushelfen, werden dies künftig wegen der Streichung des Rentnerfreibetrags nicht mehr ohne grosse Nachteile und Kosten tun können. Höhere Mehrwertsteuern verteuern die Produktion auch der Bauern und bringen die Betriebe weiter unter Druck. Und weil der Bund mit der Reform über 600 Millionen in die AHV einschiessen muss, drohen der Landwirtschaft Kürzungen. Das sind drei wichtige Gründe, wieso auch die Bauern zu den Verlierern der AHV-Reform gehören.

Auf ganz vielen Landwirtschaftsbetrieben helfen pensionierte Bäuerinnen und Bauern in einem Teilpensum auf dem Hof ihren Kinder, Verwandter oder von Bekannten mit. Manchmal freiwillig aber sehr oft auch gegen eine kleine Entschädigung. Das lohnt sich heute auch deshalb, weil sie vom Rentnerfreibetrag von 16’800 Franken pro Jahr profitieren. Bis zu diesem Betrag müssen heute ältere Bauern auf den Lohn für die Arbeit auf dem Hof der Kinder keine AHV-Beiträge bezahlen. Dieser Freibetrag soll mit der AHV-Reform nun gestrichen werden. Das verteuert die Arbeit dieser wichtigen Hilfskräfte auf dem Hof empfindlich. Ein eingespieltes und wichtiges Gleichgewicht zwischen den Generationen auf einem land­wirt­schaftlichen Betrieb wird durch die ungerechte AHV-Reform gestört.

Alles wird teurer – heute und künftig noch mehr

Was die Schweizer Landwirtschaft am wenigsten brauchen kann, ist eine weitere Verteuerung der Produkte. Doch genau das passiert mit der AHV-Reform. Diese sieht eine Erhöhung der Mehrwertsteuer um 0.6% vor. Doch auch so ist die AHV nicht nachhaltig finanziert. Bereits 2027 klaffen neue Milliardenlöcher. Das insbesondere deshalb, weil die jetzige Reform die AHV ausbaut, anstatt sie zu sanieren. Bauern wissen: Wird das Geld knapp, darf man nicht noch mehr ausgeben. Doch genau das tun wir mit der AHV-Reform. Dass wir künftig weiter zur Kasse gebeten würden, ist programmiert.

Sparen bei der Landwirtschaft

Doch damit nicht genug. Den Bauern drohen nicht nur Mehrausgaben sondern auch neue Sparrunden. Denn mit der AHV-Reform muss der Bund neu jährlich zusätzlich über 600 Millionen Franken in die AHV einschiessen. Woher das Geld kommen soll, weiss der Bund noch nicht. Klar ist: Diese Erhöhung des Bundesanteils macht weitere Sparprogramme notwendig, bei denen die Landwirtschaft nicht ungeschoren davonkommen wird.

Schlau ist, wer diese ungerechte AHV-Scheinreform am 24. September 2017 ablehnt.

LINKS
www.so-ungerecht.ch
www.generationenallianz.ch

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