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KMU subventionieren Strombarone

29 Mai

Henrique Schneider, Stv. Direktor Schweizerischer Gewerbeverband sgv

Eigentlich ist es nicht neues. KMU sowie Endverbraucherinnen und End­ver­braucher bezahlen erhöhte Stromrechnungen. Ihnen werden höhere Tarife in der Grundversorgung in Rechnung gestellt. Sie tragen die kosten­deckende Einspeisevergütung. Und nun werden sie nochmals zur Kasse gebeten. Dreist verlangen die Strombarone, dass nur noch teurer Strom in der Grundversorgung enthalten ist. Ein Skandal.

Mit den vorgeschlagenen Änderungen des Stromversorgungsgesetzes soll der Strommix der Stromverbraucher in der Grundversorgung markant teurer werden. Schon der Ständerat entschied, das Gesetz zu Gunsten der Strombarone zu ändern. Wenn diese von Preissenkungen profitieren, müssen sie diese fortan nicht mehr den Kunden weitergeben. Heute droht der Nationalrat, den Strommonopolisten endgültig einen Blanko-Scheck zu erteilen.

Dreist verlangen die Strombarone, dass nur noch teurer Strom in der Grundversorgung enthalten ist. Ein Skandal. Der sgv fordert die vollständige Strommarktliberalisierung als wirkungsvolle Massnahme, damit sich KMU sowie Endverbraucherinnen und Endverbraucher gegen die Monopol-Abzocke der Strombarone zur Wehr setzen können.

Dreist verlangen die Strombarone, dass nur noch teurer Strom in der Grundversorgung enthalten ist. Ein Skandal. Der sgv fordert die vollständige Strommarktliberalisierung als wirkungsvolle Massnahme, damit sich KMU sowie Endverbraucherinnen und Endverbraucher gegen die Monopol-Abzocke der Strombarone zur Wehr setzen können.

Die Energiekommission des Nationalrates schlägt nämlich gleich zwei Änderungen auf Kosten von Konsumenten und KMU vor: Erstens soll den Kunden in der Grundversorgung nur teurer Strom verkauft werden können. Zweitens sollen Strombarone, die ihre Netze aufrüsten, alle Kosten unmittel­bar den Kunden überwälzen können.

Doch es ist noch nicht alles verloren. Der Nationalrat hat heute die Möglich­keit, dieses dreiste Wirtschaften in die Tasche der Strombarone zu stoppen. Und es ist endlich an der Zeit, die KMU und die Konsumentinnen und Konsumenten aus der Geiselhaft der Strommonopolisten zu befreien. Dazu braucht es die vollständige Liberalisierung des Strommarktes. Diese gibt den KMU sowie den Endverbraucherinnen und Endverbrauchern die Möglichkeiten, sich dank Wettbewerb gegen die Monopol-Abzocke zu wehren.

Energiestrategie statt Konzeptlosigkeit

27 Mrz

Henrique Schneider, Stv. Direktor Schweizerischer Gewerbeverband sgv

Das heute gültige Energiegesetz ist voller Probleme. Es ist eine Subventionsschlacht; voller unwirksamer Instrumente; strotzend von Kostentreibern. Deshalb wurde es revidiert. Die sogenannte Energie­strategie ist ein neues Energiegesetz. Wer nein dazu sagt, verharrt auf der heute geltenden Konzeptlosigkeit. Zugegeben: Das neue Energiegesetz ist nicht optimal. Es setzt immer noch auf Subventionen. Es erhöht sogar die Subventionssteuer. Es basiert auf unrealistischen Zukunftsszenarien. Und trotzdem ist es ein Schritt in die richtige Richtung.

Zunächst bringt das neue Energiegesetz Bewegung in die verkrustete Energieszene. Dann setzt es zum ersten Mal ein Ablaufdatum für das Subventionssystem der kostendeckenden Einspeisevergütung KEV. Ab dem Jahr 2026 sollen keine Projekte mehr neu den steten Tropf des Staates ansaugen dürfen. Selbst innerhalb der KEV gibt es Verbesserungen: Strom wird auch dort stärker an den Markt geführt; Eigenverbrauchsregelungen werden vereinfacht; es soll mehr Wettbewerb geben. Auch im Bereich der Gebäudesanierungen hat das Parlament Wichtiges beschlossen. Investitionen in die Erhöhung der Energieeffizienz von Gebäuden werden steuerlich über mehrere Jahre abzugsfähig sein. Prämiert wird dabei das Ergebnis – die Verbesserung der Energiebilanz – und nicht die Mass­nahmen, wie es bisher geschah. D.h. auch hier werden pauschalisierte Subventionen durch Anreize ersetzt.

Die Gewerbekammer, das Parlament des Schweizer Gewerbes, hat die JA-Parole zum Energiegesetz beschlossen. Dies anerkennt, dass die Energiestrategie gegenüber dem Status Quo Schritte in die richtige Richtung macht: Weniger Subventionen, mehr Markt und mehr Wettbewerb.

Die Gewerbekammer, das Parlament des Schweizer Gewerbes, hat die JA-Parole zum Energiegesetz beschlossen. Dies anerkennt, dass die Energiestrategie gegenüber dem Status Quo Schritte in die richtige Richtung macht: Weniger Subventionen, mehr Markt und mehr Wettbewerb.

Das neue Energiegesetz erteilt abenteuerlichen Konzepten eine deutliche Abfuhr. Elektrizitätsunternehmen werden nicht verpflichtet, weniger Strom zu verkaufen. Autoimporteure werden nicht genötigt, elektrisch betriebene Autos in der Flotte zu haben. Gebäude müssen keine verbindlichen Energie­standards erfüllen. Alle diese Ideen sind mit dem neuen Gesetz vom Tisch. Zwei Dinge tut das neue Energiegesetz aber nicht: Erstens ist es kein Technologieverbot für die Nukleartechnologie. Und zweitens setzt es keinen Totalumbau der Energielandschaft um.

Was stimmt ist: Es sollen keine neuen Standorte für Kernkraftwerke ausgeschieden werden. Aber bestehende Werke bleiben weiter in Betrieb, solange sie für sicher befunden werden. Sie können sogar am gleichen Standort renoviert und ersetzt werden. Was auch stimmt: Das neue Energiegesetze enthält Richtwerte für die Produktion von Strom und dessen Konsum. Was diese Werte in der Praxis bedeuten, weiss niemand. Sie gelten eher als Absichtserklärungen. Auf jeden Fall sind sie keine Ziele. Ziele ermächtigen nämlich den Bundesrat zum eigenständigen Handeln. Richtwerte tun dies nicht.

Das vom Parlament verabschiedete neue Energiegesetz – die Energie­strategie – ist sicher nicht optimal. Aber sie ist ein erster Reformversuch im völlig verkrusteten und von Subventionslogik geprägten Energiebereich. Und sie ist besser als das aktuell gültige Energiegesetz, das durch Konzeptlosigkeit glänzt.

Die Gewerbekammer – das Parlament des Schweizer Gewerbes – hat deshalb die Ja-Parole zum neuen Energiegesetz beschlossen. Dieses Ja zur Energiestrategie will vor allem die Schritte in die richtige Richtung belohnen. Die sind: Weniger Subventionen, mehr Markt und mehr Wettbewerb.

Das Preisschild der Ausstiegsinitiative – es wird teuer

24 Nov

Jean-François Rime, Präsident des Schweizerischen Gewerbeverbandes sgv, Unternehmer und Nationalrat SVP FR

Was ist das Preisschild der Atomausstiegsinitiative? Die Initianten schweigen darüber am liebsten. Doch klar ist: Es wird teuer.

Was ist das Preisschild der Atomausstiegsinitiative? Klar ist: Es wird teuer. Der Zwangswechsel in der Produktionstechnologie verteuert den Strom. Die Überforderung des Netzes verteuert den Strom. Und die Knappheitssituation verteuert den Strom.

Was ist das Preisschild der Atomausstiegsinitiative? Klar ist: Es wird teuer. Der Zwangswechsel in der Produktionstechnologie verteuert den Strom. Die Überforderung des Netzes verteuert den Strom. Und die Knappheitssituation verteuert den Strom.

Strompreise sind heute überall in Europa sehr niedrig. So niedrig, dass einzelne Produktionsanlagen Strom unter den Herstellungskosten verkaufen müssen. Der Grund dafür ist die Subventionierung fast aller Energieträger. Aber nur, weil der Strompreis heute tief ist, bedeutet es noch lange nicht, er werde immer tief bleiben. Zum Vergleich: Noch vor fünf Jahren war der Strom vielfach teurer als heute. Und noch im Jahr 2012 ging man davon aus, dass die Energie „ewig“ teuer bleiben werde. Was zeigt dieser Rückblick in die äusserst nahe Vergangenheit? Es zeigt sehr deutlich: Die Preise können sehr schnell wieder steigen und sie werden es auch.

Das Preisgefüge ist sehr abhängig von folgenden Faktoren:

  • Erstens, die Stromproduktionskosten. Die Kernenergie ist in der Produktion heute mit rund 4.5 Rappen pro Kilowattstunde die klar günstigste Energiequelle. Diese wollen wir überstürzt aufgeben und stattdessen in ausländischen Kohlestrom investieren, der heute Gestehungskosten von ca. 10 Rappen pro Kilowattstunde aufweist.
  • Zweitens muss Strom auch transportiert werden. Dafür braucht es Netze – und Stromnetze generieren Kosten. Heute sind diese Kosten technologieneutral, d.h. sie fallen in gleicher Höhe an, egal wie der Strom produziert wird. In Zukunft werden sich diese Kosten markant erhöhen. Denn die Schweiz will mehr dezentrale Stromeinspeisung. Dafür braucht es ein dezentrales Netz. Und dafür braucht es Inves-titionen. Diese Investitionen werden ohnehin in Form von höheren Netzkosten in die Stromrechnung fliessen. Aber in einem langfristigen Investitions- und Abschreibungsplan. Die Ausstiegs-Initianten wollen in einer Hauruck-Übung das Schweizer Netz überlasten. Das führt nicht nur zu Ausfällen und Blackouts, es führt auch zum Kostensprung in den Netzkosten. Was auch immer Teil des langfristigen Plans wäre, müsste auf fünf Jahre zusammengestaucht werden. Hauruck war noch nie eine gute Grundlage für Investitionspläne.
  • Drittens kommt der Faktor Knappheit hinzu. Wenn die Schweiz von heute auf morgen um die 40% ihrer Stromproduktion verliert, muss sie diese Lücke schliessen. Wie würde sie es tun? Naheliegend ist, Dreckstrom aus Deutschland zu beziehen. Doch Strom aus Kohlekraftwerken kostet über 20 Rappen, bis er das Schweizer Netz erreicht. Denn er muss nicht nur produziert, sondern auch transportiert werden und die Grenze passieren. Das sind alles Kostentreiber. Heute könnte man diesen Strom günstiger an der Börse kaufen. Doch wenn der Schweizer Strom knapp wird, werden die deutschen Verkäufer versuchen, diese Knappheit für sich zu nutzen. Das heisst konkret, den „richtigen“ Handelspreis für Strom durch­zusetzen. Und weil die Schweiz in einer Knappheitssituation sein wird, wird sie auch diesen „Schweiz-Zuschlag“ bezahlen.

Es gibt aber noch eine weitere Form von Knappheit. Auch Deutschland wird mittelfristig eine Verkleinerung der Produktion von Strom in Kauf nehmen müssen. Wenn es die EU ernst meint mit ihren Klimagesetzen, ist es nicht mehr möglich Kohlekraftwerke der alten Generation zu betreiben. Im Klartext: Wenn Deutschland einige Kohlekraftwerke schliesst, ist unser nördlicher Nachbar selbst in einer Knappheitssituation. Und das lässt die Strompreise in die Höhe schnellen. Diese Zusammenhänge erklären die Ausstiegs-Chaoten nie.

Das Preisschild der Atomausstiegsinitiative ist damit entlarvt. Im Falle ihrer Annahme wird der Strompreis explodieren. Der Zwangswechsel in der Produktionstechnologie verteuert den Strom. Die Überforderung des Netzes verteuert den Strom. Und die Knappheitssituation verteuert den Strom. Alle diese Faktoren führen mindestens zur Verdoppelung der aktuellen Strompreise. Und mit einer Verdoppelung der Strompreise gehen Betriebe zu, entsteht Arbeitslosigkeit und Familien verlieren noch mehr Kaufkraft. Deswegen muss die überstürzte, überteuerte Atomausstiegsinitiative abgelehnt werden.

LINK
www.ausstiegsinitiative-nein.ch

Sortie du nucléaire précipitée : Un activisme idéologique à hauts risques

23 Nov

Frank R. Ruepp, président de la direction du groupe vonRoll infratec et président du Groupement d’intérêt des industries à consommation intensive en énergie (IGEB)

L’initiative des Verts, „Sortir du nucléaire“, vise l’arrêt prématuré des centrales nucléaires suisses, dont trois devraient fermer déjà en 2017. Cette initiative purement idéologique met gravement en danger la sécurité de l’approvisionnement de la Suisse et risque, à l’avenir, de faire exploser les coûts de l’électricité.

Pour les industries à consommation intensive en énergie et pour le marché du travail suisse, la sécurité de l’approvisionnement et les coûts de l’énergie jouent un rôle capital. Dans les entreprises qui produisent 24 heures sur 24 et sept jours sur sept, l’électricité, en tant que facteur de production, doit non seulement rester disponible de façon permanente mais ceci à des prix concurrentiels par rapport à l’étranger. Un arrêt prématuré des centrales nucléaires conduirait à une réduction de capacité de l’énergie en ruban et compromettrait ainsi lourdement la sécurité de l’approvisionnement. La Suisse serait alors encore plus fortement tributaire des importations d’électricité, et notamment des capacités limitées du réseau à notre frontière Nord.

Pour les industries à forte consommation d'énergie et pour la place industrielle suisse, la sécurité de l'approvisionnement et les coûts de l'énergie jouent un rôle capital. L’électricité doit être disponible 24h sur 24, 7 jours sur 7, et ce à des prix concurrentiels sur le plan international.

Pour les industries à forte consommation d’énergie et pour la place industrielle suisse, la sécurité de l’approvisionnement et les coûts de l’énergie jouent un rôle capital. L’électricité doit être disponible 24h sur 24, 7 jours sur 7, et ce à des prix concurrentiels sur le plan international.

Les prix de l’électricité pourraient augmenter dans une mesure considé­rable, ce qui aurait des effets désastreux pour les industries de base – leurs processus reposant sur une consommation intensive d’énergie – affecterait lourdement leur compétitivité, et compromettrait ainsi des emplois. Pour un ménage privé, une hausse du prix de l’électricité de 1 ct./kWh entraînerait des coûts supplémentaires de seulement 45 francs par an tandis qu’il en coûterait plusieurs millions de francs pour une entreprise à consommation intensive en énergie; or, dans cet environnement économique, ces surcoûts ne pourraient ni être amortis ni répercutés sur le marché. De surcroît, ils n’affecteraient que la Suisse et non pas les pays voisins.

Pour les secteurs à consommation intensive en énergie, une acceptation de l’initiative „Sortir du nucléaire“ serait particulièrement lourde de consé­quences et conduirait notamment à des délocalisations et des réductions d’effectifs. À l’heure actuelle, les secteurs axés sur l’exportation, particu­lière­ment pressés par la force du franc, s’astreignent déjà à des mesures d’économies extrêmement strictes pour pouvoir rester concurrentiels sur le marché international. Si nous faisons délibérément supporter à ces secteurs une nouvelle hausse des coûts, sous l’effet d’une explosion des prix de l’énergie, de nombreuses sociétés s’en trouveront menacées dans leur existence.

L’étranger nous envie pour notre production d’électricité d’origine nucléaire et hydraulique, qui n’entraîne presque aucune émission de CO2. Cette situation extrêmement favorable se trouverait fortement détériorée par le fait d’arrêter prématurément les centrales nucléaires et d’importer de l’électricité de l’étranger. Sur le plan de la politique environnementale et climatique, les auteurs de l’initiative font fausse route : ils réduisent à néant d’importants efforts dont les succès sont mesurables, en matière de réduction des émissions de CO2, de la part des entreprises à consommation intensive en énergie. Une part supplémentaire de l’électricité qui viendrait à nous manquer devrait être importée des centrales nucléaires françaises, dont une soixantaine sont connectées au réseau. Rien ne constitue un meilleur exemple de la politique de l’autruche : fermer les centrales nucléaires en Suisse pour ensuite importer l’électricité des centrales nucléaires françaises !

Gonflée d’idéologie, l’initiative des Verts est trop extrême. Elle est néfaste, aussi bien en termes de politique environnementale et climatique que pour le marché du travail suisse. Il convient de la rejeter.

LIEN
www.sortieprecipitee-non.ch

Nein zu Technologieverboten

22 Nov

Henrique Schneider, Stv. Direktor Schweizerischer Gewerbeverband sgv

Es ist beschlossene Sache und eine politische Realität, dass die Schweiz aus der Atomkraft aussteigt. Am 27. November gilt es zu verhindern, dass sie dies überstürzt und mit grossen Risiken für die Versorgungssicherheit und für steigende Strompreise macht. Und es geht darum, dass die Schweiz keine Technologieverbote in die Verfassung schreibt. Das wäre ein grosser Fehler.

Fakt ist: In der Schweiz ist der Atomausstieg eine beschlossene Sache. Fakt ist aber auch: International wird die Technologie im Bereich der Kernenergie intensiv weiterentwickelt. Es wäre ein grosser Fehler, ein Technologieverbot in die Verfassung zu schreiben.

Fakt ist: In der Schweiz ist der Atomausstieg eine beschlossene Sache. Fakt ist aber auch: International wird die Technologie im Bereich der Kernenergie intensiv weiterentwickelt. Es wäre ein grosser Fehler, ein Technologieverbot in die Verfassung zu schreiben.

Unter dem hochtrabenden Titel «World Nuclear Industry Status Report 2016» verbreitet die Schweizerische Energiestiftung irreführende Informationen über die weltweite Entwicklung der Kernenergie. Sie kommen im Hinblick auf die anstehende Abstimmung über die Atomausstiegs­initiative zum Schluss, dass sich die Schweiz mit dem Atomausstieg «im Trend» befinde.

Fakt ist:

  • Im Referenzszenario im soeben publizierten «World Energy Outlook 2016» der Internationalen Energieagentur (IEA) der OECD steigt die weltweite Stromproduktion aus Kernenergie bis 2040 auf fast das Doppelte an. Im Szenario zum Erreichen der Ziele der Klimakonferenz von Paris ist der Zuwachs der Nuklearstromproduktion noch weit grösser.
  • Im Oktober 2016 hat der Weltenergierat (World Energy Council, WEC) seine in Zusammenarbeit mit dem zum ETH-Bereich gehörenden Paul Scherrer Institut aktualisierten Szenarien bis 2060 veröffentlicht. In allen Szenarien wird, zusammen mit den neuen erneuerbaren Energien, auch die Stromproduktion aus Kernenergie ausgebaut – im marktgetriebenen Szenario um das Eineinhalbfache, im umwelt­freundlichsten Szenario gar um fast das Dreifache gegenüber heute.
  • Derzeit befinden sich weltweit 60 Kernkraftwerke im Bau. Seit Anfang 2015 haben 17 Kernkraftwerke den kommerziellen Betrieb aufgenommen und 11 neue Bauprojekte wurden gestartet.
  • In den USA stehen derzeit vier Kernkraftwerke modernster Bauart im Bau. Ebenso hat Grossbritannien beschlossen, seinen alternden Kernkraftwerkspark mit Anlagen modernster Bauart zu ersetzen.
  • China, Indien und Russland verfolgen ehrgeizige Ausbaupläne. Auch in Ländern wie Argentinien, Finnland, Frankreich, Pakistan, Polen, Rumänien, der Slowakei, Südafrika, Südkorea, der Türkei oder Ungarn wird die Kernenergienutzung vorangetrieben.
  • International wird die Technologie im Bereich der Kernenergie derzeit intensiv weiterentwickelt. In China stehen bereits zwei kleine sogenannte Hochtemperatur-Kugelhaufen-Reaktoren im Bau. Diese ursprünglich aus Deutschland stammende innovative Bauart hat wegen ihrer Sicherheitseigenschaften – eine Kernschmelze ist dort aus physikalischen Gründen nicht möglich – ein enormes Zukunftspotenzial.

Fazit: Der Atomausstieg ist kein weltweiter Trend. Alle Indikatoren zeigen, dass die Kernenergie wegen ihrer geringen Umweltbelastung eine Zukunftstechnologie ist. Es wäre für die Schweiz ein grosser Nachteil, wenn sie Technologieverbote für die Atomkraft insgesamt in die Verfassung schreiben würde.

LINK
www.ausstiegsinitiative-nein.ch

L’électricité, notre matière première

18 Nov

Franz Grüter, chef d’entreprise et conseiller national UDC LU

La Suisse est devenue, au niveau international, l’un des sites les plus importants en matière d’hébergement de systèmes et de données informatisées. D’après une étude du Credit Suisse, environ 20% du volume de données du continent européen est stocké en Suisse, dans des centres de calcul auxquels des entreprises du monde entier confient aujourd’hui la garde de leurs systèmes informatisés.

Depuis six ans, des infrastructures représentant plus d’un milliard de francs ont été mises en place dans les diverses régions de la Suisse. Le groupe Green, que je dirige depuis de nombreuses années, a investi plus de 170 millions de francs en Suisse au cours de ces dernières années.

Nous exploitons donc de grands centres de données. Il s’agit d’entrepôts ultra-modernes dans les-quels des ordinateurs calculent en réseaux. Par ces ordinateurs arrivent et partent des courriers électroniques. Des données d’assurance sont échangées. Des informations financières sont gérées. Des informations critiques vitales pour les entreprises – grandes et petites – sont traitées en quelques millisecondes. L’avenir de nombreuses entreprises dépend du bon fonctionnement de ces flux de données. Et pour les particuliers également, les informations numériques sont indispensables. Si l’on réfléchit un petit moment à ce qui rend possible ce flux de données, on se rend bien vite compte qu’il s’agit de l’électricité. C’est elle, la pièce maîtresse de tout centre de calcul.

Légende de l'illustration: le centre de données Green et son installation photovoltaïque.

Légende de l’illustration: le centre de données Green et son installation photovoltaïque.

Si l’on demande aux industries et à la clientèle du monde entier pour quels motifs elles veulent stocker leurs données en Suisse, les raisons qu’elles en donnent invariablement sont, parmi d’autres, que le prix de l’électricité y est abordable et que l’approvisionnement y est sûr, très fiable et stable.

Il me déplaît que l’on soumette, encore et toujours, l’approvisionnement en électricité à une instrumentalisation idéologique. C’est jouer avec le feu; c’est prendre de gros risques, et cela sans nécessité aucune, de façon tout à fait superflue. Pour une personne pour laquelle l’approvisionnement en électricité est une question aussi cruciale que pour moi se demande forcément d’où provient cette énergie. Il ne fait aucun doute que nous avons besoin d’un approvisionnement en électricité qui soit sûr, bon marché et stable. Et que nous devions pouvoir jouir d’un maximum d’autonomie et d’indépendance, c’est tout aussi clair.

Soumette l’approvisionnement en électricité à une instrumentalisation idéologique, c’est pas seulement faux, c’est jouer avec le feu et prendre de gros risques sans nécessité.

Toute personne utilisant de grandes quantités d’électricité sait bien que ces panneaux solaires sont loin de permettre l’autarcie. C’est une question de technologie: ils ne sont simplement pas encore aussi efficaces qu’on le souhaiterait. L’électricité ne se stocke pas. Il arrive donc souvent que l’on n’en dispose pas lorsqu’on en a besoin. D’ici à ce que nous soyons en mesure de produire nous-mêmes toute l’énergie électrique que nous utilisons, nous devons donc recourir à des fournisseurs.

Le mix de production électrique suisse s’appuie sur les énergies hydraulique et nucléaire ainsi que sur certaines nouvelles sources d’énergie renouvelables. Et c’est très bien ainsi. La part de l’énergie éolienne et solaire est de plus en plus importante. Cela aussi est judicieux. Ce mix est précisément celui dont nous avons besoin.

À présent, nous sommes confrontés à l’initiative „Sortir du nucléaire“, qui demande d’y retrancher à la vavite une énorme part. L’initiative exige soit que je renonce à ce qui constitue la matière première de mes activités, ce qui revient à abandonner mon entreprise, soit que cette matière première renchérisse exagérément, ce qui complique décidément ma situation commerciale. Dommage qu’il en soit ainsi, surtout dans un contexte où, du fait de la faiblesse de l’euro, nous nous efforçons de tenir tête à la concurrence irlandaise et néerlandaise. Au lieu de saluer mon engagement pour l’efficacité énergétique et les nouvelles sources d’énergie renouvelables, l’initiative de la gauche me met les bâtons dans les roues par son instrumentalisation idéologique de l’électricité.

Les auteurs de l’initiative proposent-ils une alternative ? Non, au contraire. Par des oppositions et recours sans fin, ils bloquent même la possibilité d’exploiter les sources d’électricité alternatives. Pourquoi ? Parce que ces partisans d’une sortie précipitée du nucléaire sont aveuglés par leur idéologie.

Si l’on s’imagine que je suis seul dans mon cas, c’est faux ! Il existe en Suisse de nombreuses entreprises actives dans le traitement des signaux électriques : Data Center, l’industrie de l’informatique, l’économie créative ou certains prestataires de services tels que les banques ou les fiduciaires. Toutes ces entreprises sont tributaires d’un approvisionnement en électricité qui soit sûr, bon marché et stable. Raison pour laquelle je rejette résolument l’initiative „Sortir du nucléaire“ et le radicalisme dont elle est pétrie.

LIEN
www.sortieprecipitee-non.ch

Überhasteter Atomausstieg: Ideologischer Aktivismus mit grossem Risiko

17 Nov

Frank R. Ruepp, Vorsitzender der Gruppenleitung vonRoll infratec ag und Präsident IG Energieintensive Branchen (IGEB)

Die Ausstiegsinitiative der Grünen verlangt eine vorzeitige Abschaltung der Kernkraftwerke in der Schweiz, für drei Kraftwerke schon ab 2017. Diese von Ideologie getriebene Initiative birgt ein grosses Risiko für die Versor-gungssicherheit der Schweiz und hat das Potential, die Stromkosten künftig explodieren zu lassen.

Für die energieintensiven Basisindustrien und für den Werkplatz Schweiz sind Versorgungssicherheit und Energiekosten existenziell. In Betrieben, welche zum Teil 24 Stunden/7 Tage produzieren, muss Strom als Produktionsfaktor immer zur Verfügung stehen und dies zu international konkurrenzenzfähigen Preisen. Eine vorzeitige Abschaltung der Kern­kraft­werke und somit eine Reduktion der Bandenergiekapazität würde die Versorgungssicherheit massiv gefährden. Die Schweiz wäre dann noch abhängiger von Stromimporten aus dem Ausland und damit auch von den beschränkten Netzkapazitäten an der Nordgrenze.

Für die energieintensiven Basisindustrien und für den Werkplatz Schweiz sind Versorgungssicherheit und Energiekosten existenziell. Der Strom muss immer 24 Stunden 7 Tage die Woche zur Verfügung stehen und dies zu international konkurrenzfähigen Preisen.

Für die energieintensiven Basisindustrien und für den Werkplatz Schweiz sind Versorgungssicherheit und Energiekosten existenziell. Der Strom muss immer 24 Stunden 7 Tage die Woche zur Verfügung stehen und dies zu international konkurrenzfähigen Preisen.

Die Strompreise könnten sich massiv erhöhen, was für die Basisindustrien wegen Ihrer energieintensiven Prozesse verheerend wäre und die Wettbewerbsfähigkeit massiv verschlechtern und Arbeitsplätze in der Schweiz gefährden würde. Für einen privaten Haushalt bedeutet eine Strompreiserhöhung von 1 Rp./kWh Mehrkosten von lediglich ca. 45 CHF/Jahr, während dies für die einzelnen energieintensiven Unternehmen Mehrkosten von mehreren Millionen Franken verursacht, welche in diesem wirtschaftlichen Umfeld nicht kompensiert oder im Markt weitergegeben werden können. Zumal ja dieser Kostenschub dann nur die Schweiz und nicht das benachbarte Ausland betreffen würde.

Die von Ideologie getriebene Initiative der Grünen ist zu extrem, bringt umwelt- und klimapolitisch eine Verschlechterung und schadet dem Werkplatz Schweiz. Sie ist daher klar abzulehnen.

Die Annahme der Atomausstiegsinitiative würde darum für die energie­intensiven Branchen besonders massive Auswirkungen haben und zu Verlagerungen und Stellenabbau führen. Bereits heute müssen sich insbesondere die exportorientierten Branchen aufgrund der Frankenstärke enorme Kostensparmassnahmen verschreiben, um international konkurrenzfähig zu bleiben. Wenn wir „hausgemacht“ diesen Branchen einen weiteren Kostenschub mit explodierenden Energiepreisen zumuten, werden hier zahlreiche Firmen in ihrer Existenz bedroht.

Das Ausland beneidet uns wegen unserer nahezu CO2-neutralen Stromproduktion aus Kern- und Wasserkraft. Diese hervorragende Situation würde mit der vorzeitigen Abschaltung der Kernkraftwerke und mit dem damit verbundenen Import von Kohlestrom aus dem Ausland massiv verschlechtert. Umwelt- und Klimapolitisch sind die Initianten auf dem Holzweg und sie machen die grossen Bemühungen und messbaren Erfolge der energieintensiven Unternehmen bei der CO2-Emissionsminderung wieder zunichte. Ein weiterer Teil des dann fehlenden Stroms müsste wohl aus Kernkraftwerken in Frankreich, wovon deren rund sechzig am Netz sind, importiert werden. Ein besseres Beispiel für „Vogelstrausspolitik“ ist wohl kaum anzuführen: Kernkraftwerke in der Schweiz abschalten, um dann Atomstrom aus Frankreich zu importieren!

Die von Ideologie getriebene Initiative der Grünen ist zu extrem, bringt umwelt- und klimapolitisch eine Verschlechterung und schadet dem Werkplatz Schweiz. Sie ist daher klar abzulehnen.

LINK
www.ausstiegsinitiative-nein.ch

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