Tag Archives: Gotthard-Strassentunnel

Vor allem wegen der Sicherheit braucht es die zweite Röhre

10 Feb

Gabi Huber, alt Nationalrätin FDP. Die Liberalen Uri

Der Gotthard-Strassentunnel ist einer der gefährlichsten Tunnels in ganz Europa. Auf einer langen Strecke von rund 17 km kreuzen sich in der engen Röhre Lastwagen, Autos und Wohnmobile. Pannenstreifen gibt es keinen. Die über 6 Millionen Fahrzeuge, die den Tunnel jährlich durchfahren, bilden ein astronomisch hohes Gefahrenpotenzial. Seit der Inbetriebnahme 1980 haben im Gotthard-Strassentunnel 36 Menschen ihr Leben verloren. Das ist im Schnitt jedes Jahr ein Todesopfer. Als 2001 nach einem Frontalcrash von Lastwagen und einem Flammeninferno im Tunnel 11 Menschen starben, musste ich als Regierungsrätin zusammen mit meinen Kollegen in den Tunnel einfahren. Es war einfach nur schrecklich. Das dürfen wir nicht mehr zulassen. Wer sagt, der Sicherheitsgewinn sei ein Scheinargument, weiss nicht wovon er spricht.

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Der Tunnel im Gegenverkehr dürfte heute so gar nicht mehr gebaut werden. Der Einröhrenbetrieb verletzt geltende Sicherheitsstandards. Zu Recht pochen wir beim Bau von Bahntunnels beispielsweise am Monte Ceneri wegen der Sicherheit der Reisenden auf den Bau von zwei Röhren. Die Menschen, die auf die Strasse angewiesen sind, haben den genau gleichen Schutz verdient. Nur der Bau einer zweiten Tunnelröhre bringt mehr Sicherheit. Denn nur so kann der gefährliche Gegenverkehr aufgehoben werden. Das zeigt der Vergleich mit dem Seelisbergtunnel. Dieser ist gleich alt wie der Gotthard, wird aber in zwei Röhren geführt. Die Unfallgefahr ist massiv kleiner und die Anzahl der Todesopfer viermal geringer als im Gotthard Strassentunnel.

Die Erneuerung des Gotthard-Strassentunnels ist aus Sicherheitsgründen ein unverzichtbares Vorhaben. Deshalb sage ich Ja zur Sanierung mit einer zweiten Röhre.

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Für den Alpenschutz – Ja zur zweiten Gotthard-Röhre

25 Jan

Filippo Leutenegger, ehemaliger Nationalrat

In meiner damaligen Funktion als Chef der Arena beim Schweizer Fernsehen war ich eng in die Diskussionen rund um die Alpeninitiative involviert und kenne die Positionen in Bezug auf den Alpenschutz. Ich stehe ein für eine sinnvolle Mobilitäts- und Verkehrspolitik, ebenso wie für den Schutz der Alpen. Gerade deshalb unterstütze ich mit Überzeugung die Sanierung des Gotthard-Strassentunnels mit einer zweiten Röhre.

Eine zweite Röhre und Alpenschutz sind keine Widersprüche, wie es das Referendumskomitee mit viel Einsatz darzustellen versucht. Nein, die Sanierung mit einer zweiten Röhre stärkt vielmehr den in der Verfassung festgeschriebenen Alpenschutz und ist nachhaltiger und sinnvoll gerade auch im Hinblick auf den Umweltschutz.

Erstens: Es muss hier einmal klipp und klar festgehalten werden: Bei einem Ja am 28. Februar 2016 zur zweiten Röhre gibt es keine Kapa­zi­täts­erweiterung und keinen Mehrverkehr auf der Gotthardachse. Im Gegenteil: Mit einem Ja schreiben wir die Kapazitätsbegrenzung im Gesetz fest.

Die Alpeninitiative selber hat mit einem Rechtsgutachten auf­ge­arbeitet, dass es diese Festschreibung der Kapazitätsbegrenzung im Gesetz brauche, dann wäre der Bau einer zweiten Röhre möglich. Genau dieser Forderung ist man in der jetzigen Vorlage nachgekommen. Die Alpeninitiative hat eigentlich alles erreicht, was sie gefordert haben. Es ist für mich nicht nachvollziehbar, wieso man jetzt derart gegen die eigenen Forderungen weibelt.

Bei einem Ja am 28. Februar 2016 zur zweiten Röhre gibt es keine Kapazitätserweiterung und keinen Mehrverkehr auf der Gotthardachse. Im Gegenteil: Mit einem Ja schreiben wir die Kapazitätsbegrenzung im Gesetz fest.

Bei einem Ja am 28. Februar 2016 zur zweiten Röhre gibt es keine Kapazitätserweiterung und keinen Mehrverkehr auf der Gotthardachse. Im Gegenteil: Mit einem Ja schreiben wir die Kapazitätsbegrenzung im Gesetz fest.

Zweitens: Es ist falsch, wenn man den Alpenschutz auf den Gotthard beschränken will. Saniert man den Strassentunnel mit einer zweiten Röhre kann der Verkehr durch den Berg fahren. Das ist sinnvoller, als wenn die Lastwagen und Automobile sich über die Alpenpässe auf über 2000 Meter über Meer kämpfen müssen. Die Umwelt wird stärker belastet. Als Alternative zur zweiten Röhre fordern die Tunnelgegner den Bau von Verladestationen. Diese sind jedoch schon heute in der Theorie bezüglich Kapazitäten, hohen Kosten und Landbedarf derart unsicher, dass es in der Praxis einfach nicht sinnvoll funktionieren wird.

Als Folge werden sich die Lastwagen und Automobile vor den Rampen im Uri und im Tessin stauen. Stop and go, Abgasen aus langen Kolonnen. Das hat mit Alpenschutz nichts zu tun. Der Verkehr wird sich andere Routen suchen. Über den Simplon und über den San Bernardino wird der Verkehr ausweichen. 2006, als der Gotthard nach einem Steinschlag gesperrt werden musste, nahm der Verkehr auf diesen Achsen massiv zu. Auch der Simplon und der San Bernardino sind Alpen. Sagen wir Nein zum Gotthard fahren die Fahrzeuge während Jahre über diese Pässe. Aus Sicht des Alpenschutzes meine ich ist es sinnvoller den Verkehr durch den Berg und nicht über zahlreiche Kurven über den Berg zu führen.

Der Gotthard-Strassentunnel muss saniert werden. Der Bau einer zweiten Röhre ist sinnvoll und nachhaltig.

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Unfälle passieren nicht einfach, sie werden verursacht

8 Jan

Jürg Kägi, Bauingenieur HTL/SIA, Präsident SISTRA

Der längste Strassentunnel der Alpen wird von Süden und von Norden jährlich von über 6 Mio. Fahrzeugen auf einer vierspurigen, rich­tungs­getrennten Autobahn erreicht. Die letzten Kilometer geht es beidseits über Hunderte von Höhenmetern hinauf auf 1’100 M.ü.M. Und genau hier oben verengt sich das Querprofil drastisch – von 4 Spuren mit Pannenstreifen auf 2 Spuren mit Gegenverkehr.

Nach heutigen Normen und Erkenntnissen dürfte der Gotthardtunnel nicht mehr einröhrig gebaut werden.

Nach heutigen Normen und Erkenntnissen dürfte der Gotthardtunnel nicht mehr einröhrig gebaut werden.

In diesem 17 km langen Engnis kommt es im Mittel zu 75’000 Kreu­zungs­manövern je Stunde. Diese Situation ist verkehrspsychologisch eine grosse Herausforderung. Und leider überfordert sie häufig! Es ist die Kombination von Länge, Enge, Verkehrsmenge und Höhenlage, welche den Tunnel gefährlich macht. Das kürzlich veröffentlichte ADAC-Tunnelranking (Gotthard an letzter Stelle) erinnerte uns erneut daran. Es gibt zu viele Pannen, Fahrzeugbrände, Kollisionen, Unfälle und leider auch zu viele Verletzte und Tote. Ein Vorkommnis wie im Jahr 2001, eine Frontalkollision zweier LKWs mit 11 Toten und 21 Verletzten, kann auch heute nicht ausgeschlossen werden.

Zur Sicherheit im Tunnel

Dem Querschnitt fehlt es an Fahrbahnbreite, Fahrraumbreite, Bankettbreite und Fahrraumhöhe. Kurz: Es fehlt an Fahrraumquerschnitt und das Profil lässt keine massgeblichen Verbesserungen zu. Nach heutigen Normen und Erkenntnissen dürfte der Gotthardtunnel nicht mehr einröhrig gebaut werden. Auch die aus dem Hut gezauberte versenkbare Mittelleitschranke wäre da keine Lösung, im Gegenteil. Der Tunnel würde damit noch gefähr­licher, denn es entstünden zwei lange, schmale Fahrstreifen mit Gefährdungen wie auf Autobahnbaustellen. Im Ernstfall wären Rettungs­kräfte massiv behindert oder gar handlungsunfähig. Das mögliche Nicht­funktionieren einer solchen Konstruktion nach Kollisionen sei nur der Vollständigkeit halber erwähnt.

Sicherheit auch für die Automobilisten

Autofahrerinnen und Autofahrer haben ein Anrecht auf Gleichbehandlung mit den Benutzern des öffentlichen Verkehrs! Beim Bau der NEAT war es selbstverständlich, dass nach neusten Erkenntnissen und Normen gebaut wird. Zweiröhrige Systeme am Gotthard und am Monte Ceneri sind die Konsequenz. Für eine solche Ungleichbehandlung der Sicherheitsaspekte gibt es keine Rechtfertigung. Ein Betriebskonzept mit zwei Röhren ist entschieden sicherer als das heutige. Was schon der gesunde Menschen­verstand sagt, wurde durch die bfu auch wissenschaftlich belegt. Die Zahl an Unfallopfern würde sich mit der 2. Röhre mehr als halbieren. Man kann es drehen und wenden wie man will: Mit Blick auf alle Aspekte der Sicher­heit – im Tunnel sowie auf Umfahrungsrouten – muss die zweite Röhre gebaut werden.

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Zum SISTRA: Zweck des Verbandes ist die Förderung der Sicherheit im Strassenverkehr in sämtlichen Bereichen der Verkehrsführung und horizontalen sowie vertikalen Ausstattung von Verkehrsanlagen. Wir bringen uns, nebst anderem, in die Normierung im Strassenwesen ein, nehmen Stellung zur Gesetzgebung und tauschen uns mit dem übrigen Europa aus. Sicherheitsrelevante Themen werden in unseren Fachgruppen behandelt. Der Sanierungstunnel am Gotthard wurde im Mai 2015 an einem Workshop behandelt.

Handelsverbindungen sichern

11 Dez

Brigitte Häberli, Ständerätin CVP TG

Für die Kantone ist eine funktionierende Strassenverbindung ins Tessin und nach Italien zentral. Dass am Gotthard während der Sanierung eine effiziente und den Kapazitätsanforderungen genügende Lösung umgesetzt wird, ist im direkten Interesse der Kantone. Sowohl für Importe als auch für Exporte ist die Tessiner Aussengrenze äusserst wichtig.

Norditalien – eine der wichtigsten Handelspartner der Schweiz

Der Güterverkehr durch den Gotthard versorgt das ganze Land. Vom Handelsverkehr an der Tessiner Grenze entfallen knapp 60 Prozent auf die Region Zürich, das Mittelland und die Nordwestschweiz, rund 30 Prozent betreffen die Ost- und Zentralschweiz und über 10 Prozent der Menge geht in die Genferseeregion.

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2014 zählte der Gesamthandel der Schweiz via Sopra Ceneri und Sotto Ceneri über 9 Milliarden Franken. Die Kantone Basel-Stadt und Basel-Landschaft gehören zusammen mit dem Jura zu den wichtigsten Handels­partnern mit Italien. 2014 haben diese Kantone Waren im Wert von rund 1,3 Milliarden Franken nach Italien geliefert. Auch die Wirtschaft der Romandie hat ein grosses Interesse an der Umsetzung einer effizienten Sanierungs­lösung. Die Kantone Waadt, Wallis, Genf und Neuenburg exportierten 2014 Waren für eine halbe Milliarde nach Italien. Die Kantone Bern und Freiburg führten für rund 600 Millionen Waren über die Tessiner Aussengrenze nach Italien aus.

Die Zahlen zeigen deutlich: Der Gotthard-Strassentunnel ist keine regionale Angelegenheit, sondern wichtig für die gesamte Wirtschaft und alle Landes­teile.

Stabile Gotthard-Verbindung unerlässlich für die Versorgung des Landes

Italien ist aber auch ein wichtiges Herkunftsland für Gemüse und Früchte, die in der Schweiz gar nicht angebaut werden oder in den Wintermonaten eingeführt werden müssen, z.B. Zitrusfrüchte, Pfirsiche oder Melonen. Für den Import von Obst und Gemüse aus Italien ist eine funktionierende Strassenverbindung durch den Gotthard unerlässlich. Aber auch für die Versorgung mit Gemüse und Früchten innerhalb der Schweiz braucht es eine Lösung am Gotthard, die zuverlässig ist und dauerhaft funktioniert.

Die Schweizer Volkswirtschaft kämpft derzeit mit den Herausforderungen des starken Frankens. Wird statt auf eine nachhaltige Sanierungsröhre auf ein ineffizientes Verlade-Provisorium gesetzt, wird insbesondere den Gewerbebetrieben und der KMU-Wirtschaft ein grosses hausgemachtes Verkehrshindernis in den Weg gelegt.

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Für eine sinnvolle Sanierung und Alpenschutz

4 Dez

Patrizia Pesenti, alt-Regierungsrätin SP Tessin

Der Gotthard-Strassentunnel muss nach 30 Jahren Betrieb komplett saniert werden. Dabei muss der Tunnel für rund drei Jahre geschlossen bleiben. Als Tessinerin unterstütze ich mit Überzeugung die einzige Sanierungs­variante, die meinen Kanton während diesen drei Jahren von der Nord- und West-Schweiz nicht isoliert.

Während fast drei Jahren braucht der Verkehr eine Alternative. Der Bundesrat, dem der Unterhalt der Nationalstrassen obliegt, hat das Problem der Sanierung gründlich bearbeitet und schlägt den Bau eines Sanierungs­tunnels vor. Die Meinung des Bundesrates ist sehr klar: Auch nach der Sanierung wird, wie heute, nur eine Spur pro Richtung gefahren. Der Sanierungstunnel führt nicht zu einer Kapazitätserweiterung: Der Alpen­schutz bleibt gewahrt.

Ich war und ich bin eine überzeugte Verfechterin der Alpeninitiative. Deswegen befürworte ich die vom Bundesrat vorgeschlagene Sanierungsvariante. Der Bau eines Sanierungstunnels ist die einzige durchdachte und konkrete Lösung für das komplexe Problem der Tunnelsanierung. Wenn man schon einen Bezug herstellen möchte zum Alpenschutz, dann muss man klar sehen: Es ist die Sanierungs­variante mit einer rollenden Landstrasse, welche die NEAT sabotiert. Der Betrieb einer rollenden Landstrasse frisst im Basistunnel wertvolle Kapazitäten.

Für eine sinnvolle Sanierung und den Alpenschutz: Darum am 28.02.2016 Ja zur 2. Röhre für die Sanierung des Gotthard-Strassentunnels und Nein zur Isolierung des Tessins für dre Jahre!

Für eine sinnvolle Sanierung und den Alpenschutz: Darum am 28.02.2016 Ja zur 2. Röhre für die Sanierung des Gotthard-Strassentunnels und Nein zur Isolierung des Tessins für dre Jahre!

Die Bastel-Lösung der Verladestationen wäre für die betroffenen Regionen in der Leventina und in Uri eine unerträgliche Belastung. Europaweit wären diese die grössten Anlagen ihrer Art. Ausgerechnet in den Alpen. Zwei gigantische Infrastrukturen, welche die Luft und die Lebensqualität in der Leventina und in Uri verschlechtern.

Die Befürworter der Verladestationen vergessen auch gerne, dass um diese Anlagen zu betreiben, das Nachtfahrverbot für Lastwagen aufgehoben werden muss – mit zusätzlicher Lärmbelastung für die Bevölkerung. Der Bahnverlad des gesamten Strassenverkehrs ist ein gewagtes Experiment ohne Rücksicht auf für die Lebensqualität der betroffenen Bürger.

Und ich meine nicht nur die Bürger von Uri und Tessin: Trotz der Verlade­stationen müsste ein erheblicher Teil des Personen- und Schwerverkehrs auf Umfahrungsrouten via Graubünden (San Bernardino) und Wallis (Simplon/Grosser St. Bernhard) ausweichen, und würde die dortigen Anwohner massiv belasten.

Ich bin klar gegen eine Kapazitäts-Erweiterung. Um den Tunnel vierspurig zu nutzen braucht es auf jeden Fall eine Verfassungsänderung und damit eine Mehrheit von Volk und Ständen, welche sich dafür aussprechen. Aber darüber entscheiden wir nicht am 28. Februar 2016.

Die Alpen verändern sich nicht. Offensichtlich haben sich aber die Mobilitätsbedürfnisse verändert. Die beste Lösung zur Sanierung des Gotthard-Strassentunnel ist der Bau einer zweiten Röhre wie von Bundesrat und Parlament vorgeschlagen. Diese Lösung ist nicht nur nachhaltig und schont Umwelt und Landschaften. Es ist auch die einzige Lösung, welche den Kanton Tessin nicht für drei Jahre isoliert.

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Sanierung Gotthard: Landverschleiss durch überdimensionierte Verladeanlagen

1 Dez

Walter Müller, Nationalrat FDP SG

Die Nahrungsmittelbranche und damit letztlich auch die Versorgung der Bevölkerung mit Frischprodukten sind auf eine schnelle und unter­bruchs­freie Verkehrsverbindung zwischen dem Norden und dem Süden angewiesen – und zwar im Sommer und Winter.

Was machen wir mit dieser Erkenntnis? Folgen wir der Realität und anerkennen die volkswirtschaftliche Notwendigkeit einer Sanierungsröhre durch den Gotthard oder machen wir weiterhin auf Egoismus, Reali­täts­verweigerung und Schwarzpeterspielen?

Sanierung Gotthard-Strassentunnel: Vier bis sechs Verladeanlagen erzeugen einen gigantischen Landverschleiss und vernichten wertvolles Kulturland, das in den Alpentälern sowieso rar ist.

Sanierung Gotthard-Strassentunnel: Vier bis sechs Verladeanlagen erzeugen einen gigantischen Landverschleiss und vernichten wertvolles Kulturland, das in den Alpentälern sowieso rar ist.

Gegner treten Alpenschutz mit Füssen…

Die Gegner der zweiten Gotthardröhre und selbsternannten Alpenschützer würden mit ihrer Variante des Bahnverlads während den Sanierungs­arbeiten ihre eigenen Absichten mit Füssen treten. Um einen einigermassen reibungslosen Bahnverlad von Personenwagen und Lastwagen garantieren zu können müssten beidseitig der Alpen vier bis sechs Verladeanlagen gebaut werden. Diese Anlagen hätten einen gigantischen Landver­schleiss mit Dutzenden von wertvollen Hektaren Kulturland – das in den Alpentälern ohnehin rar ist – zur Folge. Für die Landwirtschaft vor Ort ist dies wohl die schlimmste aller Varianten. Dazu kommt noch, dass mit diesen Verlade­stationen über Jahre landschaftliche Wunden in unsere Alpentäler geschlagen würden, die kaum je wieder richtig verheilen würden.

…und verhindern eine nachhaltige Lösung

So, mag jetzt noch jemand ernsthaft glauben, die Landabgabe würde ohne jahrelange Streitereien, Enteignungen und zwischenmenschlichen Querelen ablaufen? Mit ihrem sturen Nein zu einer volkswirtschaftlich ausgewogenen Lösung mit einer zweiten Sanierungsröhre durch den Gotthard riskieren die Gegner nicht nur einen landschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Schaden, sondern verhindern auch eine sinnvolle und nachhaltige Lösung zum Wohle der Landschaft und den kommenden Generationen.

Schutz des Kulturlandes hat oberste Priorität

Die Zahlen des Bundes sind erschreckend: jede Sekunde verschwindet 1,1m2 Kulturland. Zwischen 1985 und 2009 verringerte sich die landwirt­schaft­liche Gesamtfläche dadurch um 5,4%. Mit dem Sanierungstunnel haben wir eine Lösung, welche diesem fortschreitenden Landverschleiss wirkungsvoll begegnet und unsere wertvollen Ackerflächen schützen kann. Solch eine Lösung ist nachhaltig und berücksichtigt die Interessen aller. Nutzen wir diese Chance: Sagen wir am 28. Februar 2016 Ja zu einer sinnvollen Sanierung des Gotthard-Strassentunnels mit einer zweiten Röhre!

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