Tag Archives: Milchkuh

«Intenable pour nos chauffeurs»

18 Mai

Jean-Daniel Faucherre, Faucherre SA, vice-président ASTAG

Pour rappel, le Conseil fédéral a tenu à faire voter Vache à lait avant Forta. Et sur Forta, nous ne sommes pas satisfaits: d’une part, nous n’avons pas de garantie que le diesel n’augmentera pas. D’autre part, pas de garantie non plus que les taxes ne seront pas augmentées. C’est un blanc-seing au Conseil fédéral que nous ne pouvons pas accepter.

Or Vache à lait prévoit dans son texte que toute augmentation de taxe, d’impôts, etc. pour les automobilistes passent automatiquement devant le peuple. Car nous vivons en démocratie !

Pour le reste, c’est à nous de convaincre les votants. Sur 9,2 milliards de francs perçus, seuls 30% reviennent à la route. Nous demandons 1,5 milliard, ce n’est pas le bout du monde !

jean daniel faucherre 01

Jean-Daniel Faucherre, Faucherre SA, vice-président ASTAG

Nous voulons que le Conseil fédéral prenne conscience que la population qui utilise les routes n’est pas prête à payer toujours plus pour recevoir de moins en moins.

J’ai pu récemment et concrètement me rendre compte de l’état des routes en Suisse romande. Comme je suis chef de colonne pour le Tour de Romandie, j’ai vu de près tous les bouchons.

Dès que l’on se rapproche des centres, la Chaux-de-Fonds, le Locle, l’Arc lémanique, mais aussi la route entre Moudon et le Chalet-à-Gobet, cela devient intenable.

Un jour en avril, j’ai mis 40 minutes entre Moudon et Vennes pour entrer sur l’autoroute. Personne ne se plaint ici des chantiers, qui sont nécessaires, mais il faut savoir que 90% des bouchons concernent des routes sans chantier.

Nos chauffeurs en ont marre et ils s’énervent. Quand ils rentrent le soir, nous leur donnons le maximum de compréhension. Pour eux, deux heures de plus passées dans les bouchons, c’est aussi deux heures de moins avec leur famille ! En termes de relève, cela nous pose un problème. Quand je vais dans les salons des métiers, les jeunes me font comprendre qu’ils n’ont pas envie de passer leur vie dans les bouchons. Toute cette situation rend nos métiers inattractif.

Pour un chauffeur, le trajet Moudon Genève prend environ une heure et quart. Mais dans la pratique, pour être à Genève à 8h30, ils partent à 5h30 le matin. Toutes ces heures supplémentaires coûtent aux entreprises : 22000 heures par année, c’est l’équivalent de trois années de bouchon par année.

Nous vivons cette situation parce que le Département fédéral sous Leuenberger a fait de l’immobilisme. Dans le canton de Vaud, nos deux ministres verts Bieler et Marthaler nous ont fait paumer quinze ans ! Avec le gouvernement actuel, les choses vont de l’avant.

Pour la suite, l’économie a besoin d’infrastructures routières performantes. Le contournement de Morges est un cas hypersensible en Suisse romande. Le raz-le-bol prédomine, il faut agir et voter oui à l’initiative « pour un financement équitable des transports (vache à lait) » !

LIEN
www.financement-equitable-transports.ch

Wirtschaft braucht modernes und funktionierendes Strassennetz

9 Mai

Hans-Ulrich Bigler, Direktor Schweizerischer Gewerbeverband sgv und Nationalrat FDP/ZH

Der Schweizerische Gewerbeverband sgv setzt sich mit viel Engagement für die Initiative Ja zur fairen Verkehrsfinanzierung ein. Die Schweizer Wirtschaft ist auf eine moderne, sichere und funktionierende Strassen­infra­struktur angewiesen. 60 Prozent der Güter werden auf der Strasse transportiert und der Anteil des Personenverkehrs, der die Strasse nutzt, beträgt rund 75 Prozent. Selbst der öffentliche Verkehr, der von den Gegnern der Initiative fälschlicherweise einseitig als Bahnverkehr dargestellt wird, nutzt zu 75 Prozent die Strassen.

Dass wir ohne Dauerstau und stundenlangen Zeitverlust von A nach B gelangen können, ist für den Wirtschaftsstandort Schweiz entscheidend. KMU müssen pünktlich liefern können, wenn sie ihre Kunden behalten wollen. Die Mitarbeitenden müssen arbeiten können und nicht im Stau stehen. Kunden müssen mit in sinnvoller Zeit zu einem Fachgeschäft, zum Coiffeur oder zu einem guten Restaurant gelangen können. Wird der Weg dorthin zum Spiessrutenlauf, bleiben immer mehr Kunden zu Hause. Das trifft auch auf die Touristinnen und Touristen zu, die unser Land bereisen wollen und die wir nicht stundenlang blockieren können.

Unternehmen, Mitarbeitende und Kunden stehen über 21'000 Stunden im Stau - dies kostet die Volkswirtschaft 1.5 Milliarden Franken jedes Jahr!

Unternehmen, Mitarbeitende und Kunden stehen über 21’000 Stunden im Stau – dies kostet die Volkswirtschaft 1.5 Milliarden Franken jedes Jahr!

Unsere Volkswirtschaft erleidet direkten Schaden, weil wir die Strasseninfrastruktur in den letzten Jahrzehnten systematisch vernachlässigt haben. Davon zeugen die folgen Beispiele des täglichen Stauwahnsinns, die an den Schweizerischen Gewerbeverband sgv herangetragen wurden:

«Kunden werden weniger häufig besucht, als dies nötig wäre», umschreibt ein Baumaterialhändler aus der Region Zürich die negativen Stauauswirkungen auf seinen Betrieb.

Ähnlich tönt es aus der Zentralschweizer Taxibranche: «Unsere Taxis stehen täglich mehrere Stunden im Stau, insbesondere auf der für uns so wichtigen Achse von Zug nach Zürich City und Flughafen. Mittlerweilen gibt es kaum eine Tageszeit mehr, in der man diese Strecke ohne Stau befahren kann.»

«Bei unseren Aussendienstmitarbeitenden in den Regionen kommen zusammengerechnet mindestens 160 Staustunden pro Jahr zusammen», klagt ein bernisches Familienunternehmen.

«Jeder unserer Lastwagen steht täglich rund zwei Stunden im Stau. Das kostet mich zwischen 6000 und 7000 Franken – Tag für Tag». So tönt es aus dem Transport und Logistikmarkt.

Es darf nicht sein, dass unsere Unternehmen, ihre Mitarbeitenden und die Kunden jedes Jahr über 21‘000 Stunden im Stau stehen. Das kostet insgesamt rund 1.5 Milliarden Franken. Zu 90 Prozent staut sich der Verkehr in den Agglomerationen im Mittelland und in der Romandie – das heisst mitten im Herzen, im Zentrum unserer Wirtschaft. Wir leisten uns eine Vernichtung von volkswirtschaftlicher Stärke in einer Zeit, wo die Wirtschaft mit Frankenstärke, Einkaufstourismus und einem starken internationalen Wettbewerb zu kämpfen hat.

Es ist eine Hauptaufgabe des Staates, für eine moderne und sichere Infrastruktur der Strassen zu sorgen. Der Staat hat ja auch die Mittel dazu, dies zu finanzieren. Die Strassenbenutzer liefern jährlich über 9 Milliarden Franken ab, das Geld ist vorhanden. Und trotzdem stockt und staut es an allen Ecken und Enden. Die Wirtschaft fordert dieses über die Strasse abgelieferte  Geld nicht zurück. Wir wollen dem Staat in dieser zentralen Aufgabe keine Mittel wegnehmen. Aber wir fordern mit unserer Initiative, dass der Staat seine Aufgabe wahrnimmt und endlich systematisch und konsequent  in die Strasseninfrastruktur investiert.

Das Geld der Strasse soll nicht länger in der allgemeinen Bundeskasse versickern. Es soll dort investiert werden, wo es für den Wirtschaftsstandort Schweiz positive Wirkung zeigt. Denn es ist ein erfolgreicher Wirt­schafts­standort, der schlussendlich die Arbeitsplätze schafft und so für Wohlstand und Fortschritt sorgt. Inakzeptabel ist deshalb auch die Forderung der Gegner der Initiative für eine faire Verkehrsfinanzierung. Anstatt die vorhandenen Gelder zielgerichtet einzusetzen, fordern diese nochmals neue Steuern auf Benzin und auch die Preiserhöhung für die Auto­bahn­vignette werden sie wieder aufs Tapet bringen. Beides wären zusätzlich Abgaben zulasten unserer Unternehmen.

Die Wirtschaft will nicht immer mehr zahlen und trotzdem im Stau stecken. Die Wirtschaft ist gegen den Stau und gegen immer neue Steuern und Abgaben. Wir wollen eine starke und wettbewerbsfähige Wirtschaft. Das erreichen wir mit einem Ja zur Initiative für eine faire Verkehrsfinanzierung.

LINK
www.faire-verkehrsfinanzierung.ch

Finanzierung Verkehrsinfrastruktur: Verursacherprinzip endlich einhalten

2 Mai

Doris Fiala, Nationalrätin FDP/ZH und Inhaberin einer Agentur für Öffentlichkeitsarbeit

Die Initiative «für eine faire Verkehrsfinanzierung», über die wir am 5. Juni abstimmen, bringt Transparenz in die Finanzströme des Bundes. Von der Zweckbindung der Einnahmen aus dem Strassenverkehr für dessen Infrastruktur profitieren auch die Wirtschaft und der öffentliche Verkehr.

Verworrene Geldflüsse

Die Hälfte des Reinertrags der Mineralölsteuer fliesst heute direkt in die Bundeskasse. Die  andere Hälfte geht in den Fonds der Spezial­finanzierung Strassenverkehr. Neben Strassenprojekten  wird mit den Mitteln aus diesem  Fonds auch der öffentliche Verkehr  finanziert. Die Geldabflüsse und  -zuflüsse sind sehr verworren und  unübersichtlich. Kaum ein Politiker  in Bundesbern ist in der Lage, eine exakte Trennung der Mittelflüsse in Nichtstrassenprojekte und Strassenprojekte vorzunehmen. Damit wird nachweislich die Einhaltung des Prinzips der Kostenwahrheit missachtet.

Die Wichtigkeit einer funktionierenden Strasseninfrastruktur für die Wirtschaft kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Rund 60 Prozent des Güterverkehrs in der Schweiz werden über die Strasse abgewickelt.

Die Wichtigkeit einer funktionierenden Strasseninfrastruktur für die Wirtschaft kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Rund 60 Prozent des Güterverkehrs in der Schweiz werden über die Strasse abgewickelt.

Die Zweckentfremdung von Strassengeldern gehört folglich zur Tages­ordnung. Zur Finanzierung der Bahnprojekte wird dem Strassenverkehr fortlaufend Geld entzogen. Während sich der Strassenverkehr selber zu finanzieren vermag, liegt die Eigenwirtschaftlichkeit des öffentlichen Verkehrs lediglich zwischen 40 und 50 Prozent. Zudem hat die Bahn nur eine Auslastung von 40 Prozent! Das heisst, bei mehr als jeder zweiten mit der Bahn zurückgelegten Strecke übernimmt der Staat die Kosten. Bahn- und Buspassagiere bezahlen selbst bei wohlwollender Betrachtung nicht einmal die Hälfte der Kosten, die der öffentliche Verkehr effektiv verursacht. Dagegen kommen die Strassenbenützer  für ihre Kosten vollumfänglich selber auf. Die Strasse benötigt keinerlei staatliche Zuschüsse. Doch während die Bahn stetig ausgebaut wird, werden Strassenprojekte nur bei gleichzeitiger Erhöhung von Steuern oder Gebühren bewilligt. Die Initiative kann und will das verhindern. Das Verkehrsangebot und seine Finanzierung sollen nicht länger unabhängig von der Nachfrage der Konsumenten gestaltet werden.

ÖV braucht die Strasse

Es liegt mir fern, Strasse und Schiene gegeneinander auszuspielen – das will auch diese Initiative nicht. Im Gegenteil: Ein guter Service public im öffentlichen Verkehr gehört meiner Meinung nach zu den wichtigsten Staatsaufgaben. Dabei dürfen wir aber die Strasse nicht vergessen, die in diesem Bereich ebenfalls grosse Leistungen erbringt. Wir müssen uns bewusst sein, dass der öffentliche Verkehr ohne Strasse nicht funktioniert: Rund 75 Prozent der mit dem öffentlichen Verkehr beförderten Personen nutzen die Strasse. Ob Postauto, Tram oder Bus, an vielen Orten in der Stadt und auf dem Land nutzen die Menschen mit dem öffentlichen Verkehr die Strasse. Die Initiative wird mit ihrem Ziel der Zweckbindung dem Verursacherprinzip gerecht und garantiert gleichzeitig die freie Wahl des Fortbewegungsmittels. Auch das Velo braucht bekanntlich die Strasse! Das heutige Mobilitätsbedürfnis erfordert ein vielfältiges  Angebot an Verkehrsmitteln. Die  Politik kann und darf den Menschen nicht vorschreiben, wie und  wann sie sich womit fort­zu­bewegen  haben. Das ist mit einer  liberalen Gesellschaft und Wirtschaftsordnung nicht vereinbar.

Wirtschaftliche Bedeutung

Gleichzeitig kann die Wichtigkeit einer funktionierenden Strassen­infra­struktur für die Wirtschaft nicht hoch genug eingeschätzt werden. Rund 60 Prozent des Güterverkehrs in der Schweiz werden über die Strasse abgewickelt. Die «letzte Meile» bis zum Kunden kann zumeist gar nicht über die Schiene zurückgelegt werden. Kein Wunder also, dass die Strassen­infra­struktur bereits vor zehn Jahren rund 46 Milliarden Franken Wert­schöpfung für die Schweiz generiert hat.

Fairness und Transparenz

Die Initiative für eine faire Verkehrsfinanzierung verdient ein Ja an der Urne. Denn mit ihrer klaren Zweckbindung und der Einführung des Verursacher­prinzips in der Verkehrsfinanzierung werden unübersichtliche Finanzströme entwirrt. Das führt zu mehr Fairness und Transparenz bei der Finanzierung von grundlegenden Staatsaufgaben. Darüber hinaus schafft die «Milchkuh-Initiative» die finanzielle Grundlage für die Instandsetzung unserer Strassen­infrastruktur. Davon profitiert auch der öffentliche Verkehr, der zu drei Vierteln auf der Strasse abgewickelt wird. Auch die Wirtschaft würde zu den Gewinnern gehören. Deshalb sage ich am 5. Juni Ja zur fairen Verkehrsfinanzierung.

LINK
www.faire-verkehrsfinanzierung.ch

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