Tag Archives: Mindestlohn

Nein zum Mindestlohn: Die Gewerkschaften müssen ihre irregeleitete Politik grundsätzlich überdenken

18 Mai

Hans-Ulrich Bigler, Direktor Schweizerischer Gewerbeverband sgv

Die Schweizer Stimmbürgerinnen und Stimmbürger haben heute bewiesen, dass sie sich nicht von emotionalisierenden Schaumschläger-Kampagnen der Gewerkschaften blenden lassen. Die auf Selbstprofilierung und Eigenmarketing der Gewerkschaftsfunktionäre ausgerichtete Mindestlohn-Initiative wurde mit einem wuchtigen Nein von über 75% bachab geschickt.

Der Souverän sagt es mit aller Deutlichkeit: Die Schweizerinnen und Schweizer wollen keine Einmischung des Staates bei der Festlegung der Löhne! Nachdem bereits die 1:12 Initiative haushoch abgelehnt wurde, ist das heutige Ergebnis das zweite klare Nein gegen ein staatliches Lohndiktat innerhalb weniger Monate. Gewerkschaftliche Forderungen, dass der Staat mit Förder- oder Zwangsmassnahmen zum Abschluss von Gesamtarbeitsverträgen in den Arbeitsmarkt eingreifen soll, sind mit dem heutigen Resultat endgültig vom Tisch.

sgv-Direktor Hans-Ulrich Bigler im Interview zur wuchtigen Ablehnung der schädlichen Mindestlohn-Initiative

sgv-Direktor Hans-Ulrich Bigler im Interview zur wuchtigen Ablehnung der schädlichen Mindestlohn-Initiative

Das klare Nein richtet sich aber auch gegen die irregeleitete Politik der Gewerkschaften, die sich in diesem Abstimmungskampf insbesondere in der Unia Co-Präsidentin Vania Alleva und mit Corrado Pardini personifizierte. Unter der Führung dieser Funktionäre haben die Gewerkschaften ihre eigene Basis verraten und benutzt, indem massive Negativkonsequenzen in Kauf genommen wurden, nur damit sich der Gewerkschaftsapparat von Alleva, Pardini und Co. mit ihrer populistischen aber für die eigenen Leute schädlichen Vorlage über Monate in den Medien zeigen konnte. Das deutliche Nein des Souveräns am heutigen Abstimmungssonntag ist  die verdiente Quittung.

Die Funktionäre Alleva und Pardini sollten das Votum auch der tausenden von Arbeitnehmenden ernst nehmen, die heute mit ihrem Nein dem üblen Spiel des von der Unia dominierten Schweizerischen Gewerkschaftsbundes eine klare Absage erteilten. Sie sollten bemerkt haben, dass das Volk unter „Arbeitnehmer vertreten“ etwas anderes versteht als undifferenzierte staatliche Zwangsmassnahmen zu fordern. Frau Alleva und Herr Pardini sollten zur Kenntnis nehmen, dass das Volk keine Gewerkschaften will, die Arbeitsplätze gefährden, anstatt diese zu schützen. Und die beiden sollten zusammen mit ihrer Entourage heute gelernt haben, dass die Schweizerinnen und Schweizer ihr Erfolgsmodell mit der tiefen Arbeitslosigkeit, dynamischen und innovativen Firmen und dem erfolgreichen dualen Berufsbildungssystem nicht auf dem Altar eines von der Basis entfremdeten Funktionärskollegiums zu opfern bereit sind.

Diskreditiert und abgestraft von der eignen Basis müssen die Gewerkschaften nach der heutigen Abstimmungsniederlage grundsätzlich über die Bücher. Denn wie soll dieselbe Truppe, die im Abstimmungskampf über Monate die Sozialpartnerschaft untergraben und die zentralsten Verhandlungsinhalte an den Staat delegieren wollten, weiterhin glaubwürdig an Verhandlungen teilnehmen? Und wie können Gewerkschaften und SP ihren massiven Feldzug gegen das Erfolgsmodell Schweiz weiterhin rechtfertigen, zu dem sich das Volk heute erneut so deutlich bekannt hat? Denn die mit der Forderung zur Abschaffung der Pauschalbesteuerung und der geforderten Einführung einer neuen nationalen Erbschaftsteuer gehen die linken Angriffe auf das Schweizer Erfolgsmodell ungebrochen weiter. Der Schweizerische Gewerbeverband wird sich auch gegen diese Vorlagen mit aller Vehmenz einsetzen.

Starrer Mindestlohn – pures Gift für Wirtschaft und Gesellschaft

1 Mai

Nationalrat Jean-François Rime, Präsident Schweizerischer Gewerbeverband sgv

Die Mindestlohn-Initiative ist eine populistisch geschickt verpackte Giftpackung, die auf den ersten Blick vernünftig daherkommt, die für die gesamte Wirtschaft und insbesondere für die Mitarbeitenden, die Frauen, Leute mit tiefen Einkommen und Jugendliche aber massiven Schaden mit sich bringen wird.

Es steht enorm viel auf dem Spiel, wenn wir unüberlegten und verantwortungslosen Vorlagen wie der schädlichen Mindestlohn-Initiative zustimmen.

Heute haben wir in der Schweiz mit etwas über drei Prozent eine international rekordtiefe Arbeitslosigkeit. Gleichzeitig ist es uns gelungen in der Schweiz die Frauen überdurchschnittlich gut ins Erwerbsleben zu integrieren. Das Resultat ist eine sehr hohe Netto-Beschäftigungsquote bei den 15 bis 64-Jährigen von über 80 Prozent. Wir haben in der Schweiz innovative und erfolgreiche Branchen und Unternehmen. Diese können ihren Mitarbeitenden im internationalen Vergleich gute Löhne bezahlen, die sie über eine funktionierende Sozialpartnerschaft mit den Mitarbeitenden oder den Gewerkschaften im Dialog aushandeln. Hinter der USA sind wir weltweit das wettbewerbsfähigste Land und bezüglich der Innovationskraft seit Jahren in den besten Rängen platziert.

Dass das so ist, ist nicht selbstverständlich. Es ist vielmehr die Folge von wirtschaftsfreundlichen Rahmenbedingungen, die wir nicht aufgeben dürfen. Für dieses Erfolgsmodell sind Vorlagen wie die Mindestlohn-Initiative pures Gift.

Populistisch verpackt wird den Bürgerinnen und Bürgern mehr Geld versprochen. Gleichzeitig ziehen solche Vorlagen mit ihren schädlichen Forderungen den Leuten wirtschaftlich den Boden unter den Füssen weg. Denn wo es Mindestlöhne gibt, werden schwächere Arbeitnehmende häufiger durch Maschinen oder besser qualifizierte und produktivere Mitarbeitende ersetzt. Berufseinsteiger mit wenig oder keiner Erfahrung werden grosse Mühe haben, in der Arbeitswelt Fuss zu fassen. Und Teilzeitstellen, die es insbesondere Frauen in Randregionen erlauben, ein wichtiges Zusatzeinkommen für die Familie zu verdienen, drohen mit den hohen Lohnkosten zu verschwinden.

Starres Lohndiktat, das Schwächere aus dem Arbeitsmarkt verdrängt, Teilzeitstellen vernichtet und nicht zwischen Regionen, Branchen und Qualifikationen unterscheidet? Darum am 18. Mai: Nein zum schädlichen Mindestlohn!

Starres Lohndiktat, das Schwächere aus dem Arbeitsmarkt verdrängt, Teilzeitstellen vernichtet und nicht zwischen Regionen, Branchen und Qualifikationen unterscheidet? Darum am 18. Mai: Nein zum schädlichen Mindestlohn!

Gleichzeitig torpedieren wir unser duales Berufsbildungssystem, das ein sehr wichtiger Pfeiler unseres Erfolgsmodells ist und massgeblich zur tiefen Arbeitslosigkeit gerade bei Jugendlichen beiträgt. Wenn wir aber jeder Aushilfskraft ohne Berufserfahrung, ohne Ausbildung und ohne die minimalsten Sprachkenntnisse per Verfassungsartikel mindestens 22 Franken Stundenlohn zahlen müssen, nehmen wir den Jugendlichen doch sämtliche Anreize in eine Lehre zu investieren und eine Ausbildung zu machen. Wir locken sie mit dieser schädlichen Vorlage direkt in die Armutsfalle. Denn wer keine Ausbildung hat, wird der erste sein, der ohne Job auf der Strasse steht, wenn die Wirtschaft einmal weniger gut läuft. Wir sollten in der Schweiz in Bildung und Weiterbildung investieren und nicht mit staatlich diktierten Mindestlöhnen unseren eigenen Kindern Knebel zwischen die Beine werfen.

Zudem hat die Mindestlohn-Initiative fatale Auswirkungen speziell auf ländliche Regionen und Berggebiete in der Schweiz. Diese Regionen haben deshalb wirtschaftliche Perspektiven, weil sie dank tieferer Lebenserhaltungs- und Lohnkosten wettbewerbsfähig sind. So kostet eine Viereinhalbzim-merwohnung mit 100 Quadratmetern Wohnfläche im Jura oder im Toggenburg durchschnittlich 1000 Franken im Monat während eine vergleichbare Wohnung in Zürich oder Genf um die 3000 Franken kostet. Darauf nimmt die Mindestlohn-Initiative überhaut keine Rücksicht. Sie fordert für die Zürcher Bahnhofsstrasse dieselben Bedingungen wie im Luzernern Hinterland, dem Berner Oberland oder den ländlichen Gebieten in der Ostschweiz. Diese Gebiete verlieren durch die schädliche Mindestloh-Initiative einen der wichtigsten Wettbewerbsvorteile, den sie haben – ihre tieferen Kosten. Gerade ländliche Gebiete, wo um jeden Arbeitsplatz gekämpft wird und wo es direkte gesellschaftliche Kon-sequenzen hat, wenn eine Familie mangels Erwerbsmöglichkeiten wegzieht, werden die Zeche für die Mindestlohn-Initiative zahlen. Wo keine Arbeit ist und es keine wirtschaftlichen Perspektiven gibt, zie-hen die Leute weg. Ganze Talschaften verwaisen, Schulen schliessen und nur die alten Dorfbewohner bleiben zurück, weil die Jungen in die Ballungszentren abwandern.

Das darf nicht die Vorstellung von Zusammenhalt in unserem Land sein. Deshalb ist die die schädliche Mindestlohn-Initiative am 18. Mai in aller Deutlichkeit abzulehnen.

Der Club der roten Dichter

23 Apr

Hans-Ulrich Bigler, Direktor Schweizerischer Gewerbeverband sgv

Was passiert, wenn den Initianten in der eigenen Initiative die Argumentation entgleitet, kann bei der aktuellen Mindestlohn-Initiative exemplarisch bei den Gewerkschaften, der SP, der Unia oder den Grünen beobachtet werden. Die Fakten der wirtschaftlichen Realität sprechen schlicht eine zu klare Sprache: Ein staatlich diktierter Mindestlohn von weltweit rekordhohen 22 Franken pro Stunde schadet insbesondere Menschen mit tiefen Einkommen, jugendlichen Berufseinsteigern, Frauen und Leuten, die wieder Anschluss ans Berufsleben suchen.

Im Wochenrhythmus melden sich betroffene Branchen und KMU-Unternehmerinnen und Unternehmer zu Wort, die glaubwürdig und nachvollziehbar aufzeigen können, dass die Forderungen der Initianten ihre Betriebe in der Existenz bedrohen, Arbeitsplätze kosten und gerade die Schwächsten in der Gesellschaft aus dem Arbeitsmarkt drängen. Selbst unter den Gewerkschaften ist die Initiative heftig umstritten und Arbeitnehmervertreter wie Angestellte Schweiz warnen vor den negativen Auswirkungen für die Mitarbeitenden. Genau die Leute, die die Herren und Frauen Genossen in Ihrer Kampagne gerne als Opfer der bösen Wirtschaft zugespitzt und emotionalisierend dargestellt hätten und die die grossen Nutzniesser ihrer Initiative sein sollten, nehmen den allergrössten Schaden und haben das grösste Interesse, dass die Initiative abgelehnt wird.

Starres Lohndiktat, welches Schwächere aus dem Arbeitsmarkt verdrängt und den Berufseinstieg erschwert? Der schweizweite Mindestlohn wirft alle Regionen, Branchen und Qualifikationen in einen Topf. Das ist falsch und kontraproduktiv. Darum am 18. Mai: Nein zum staatlich diktierten Mindestlohn!

Die Initianten sehen sich vor der schier unlösbaren Aufgabe, ihren eigenen Leuten eine Initiative verkaufen zu müssen, die diesen offensichtlich massiven Schaden zufügt. Und was tun die Genossen in dieser schwierigen Situation? Quasi als Club der roten Dichter fabulieren sie ihre eigenen Realitäten zusammen und politisieren schamlos gegen die eigene Basis.

Als Wortführer dieses Dichterclubs drängt sich SGB Chefökonom Daniel Lampart auf. Er schafft es, seiner eigenen Studie zu widersprechen, mit der er als Co-Autor selber vor dem Verlust von Arbeitsstellen gewarnt hat, sollten die Lohnkosten in exponierten Branchen weiter erhöht werden. Die eigenen wissenschaftlichen Fakten werden auf dem Altar der gewerkschaflichen Selbstprofilierung geopfert – und mit ihnen zahlreiche Arbeitsplätze.

Aber auch Herr Levrat ist gut im Kurs fürs Präsidentenamt bei den roten Dichtern. Er dreht besonders kühne Pirouetten, wenn er sich in einer dichterisch kreativen Argumentation verheddert, die darauf hinausläuft, dass mit einer höheren Kaufkraft zu rechnen ist, wenn die Arbeitslosigkeit wegen der schädlichen Mindestlohn-Initiative ansteigt.

Besonders fragwürdig wird die Dichterei, wenn wir damit unseren Kindern und Jugendlichen schaden. Hier wird Frau Alleva wird nicht müde, diese in die Armutsfall locken zu wollen, indem Sie ihnen einen weltweit rekordhohen Mindestlohn verspricht, unabhängig davon, ob jemand eine Ausbildung absolviert, Berufserfahrung gesammelt und sich weiterentwickelt. Unsere Jugendlichen haben etwas anderes verdient als solche Märchen, die in der Realität nicht erfüllt werden können. Sie sind darauf angewiesen, dass die Eltern, die Ausbildenden und die Gesellschaft und eben auch die Gewerkschaften sie darin bestärken, die Ausbildung ernst zu nehmen und sich zu engagieren. Mit der Mindestlohn-Initiative bewirken wir aber gerade das Gegenteil und lassen diese jungen Leute hängen.

Das Stimmvolk lässt sich nicht für dumm verkaufen und auch die gewerkschaftliche Basis wird die Märchen der profilierungssüchtigen Funktionäre und Politiker zu durchschauen wissen. Holen wir den Club der roten Dichter am 18. Mai mit einem deutlichen Nein zur schädlichen Mindestlohn-Initiative auf den Boden zurück.

Mindestlohn-Initiative: Ein Bärendienst für unsere Jugendlichen

16 Apr

Von Hans-Ulrich Bigler, Direktor Schweizerischer Gewerbeverband sgv

Kann ich mir die Ferien mit meinen Kollegen in Italien leisten oder bleibe ich über den Sommer in der Dorfbadi? Liegt dieses Motorrad drin oder nehme ich weiterhin den Bus? Und was ist mit der neuen Generation der Smartphones?

Wer sich an seine eigene Jugend zurückerinnert oder sich in die Situation von Jugendlichen nach der obligatorischen Schulzeit hineinversetzt, weiss, dass solche Fragen innerhalb einer Gruppe und bei den einzelnen Jugendlichen wichtig sind. Klar kennt man die Argumente, dass man in seine Zukunft investieren und eine solide Ausbildung abschliessen soll. Die Versuchung, solche Sorgen auf später zu verschieben, ist aber zweifellos vorhanden. Jugendliche, die nicht selber überzeugt sind, dass ihre Ausbildung entscheidend wichtig und eine abgeschlossene Berufsbildung der beste Schutz vor Armut sind, brauchen unsere Unterstützung. Sie sind darauf angewiesen, dass die Eltern, die Ausbildenden und die Gesellschaft sie darin bestärken, die Ausbildung ernst zu nehmen und sich zu engagieren.

Starres Lohndiktat, das Schwächere aus dem Arbeitsmarkt verdrängt, Teilzeitstellen vernichtet und nicht zwischen Regionen, Branchen und Qualifikationen unterscheidet? Darum am 18. Mai: Nein zum schädlichen Mindestlohn!

Starres Lohndiktat, das Schwächere aus dem Arbeitsmarkt verdrängt, Teilzeitstellen vernichtet und nicht zwischen Regionen, Branchen und Qualifikationen unterscheidet? Darum am 18. Mai: Nein zum schädlichen Mindestlohn!

Wenn wir nun mit der Mindestlohn-Initiative aber Jugendlichen ohne Ausbildung und ohne Berufserfahrung einen staatlich diktierten Mindestlohn von 22 Franken pro Stunde  garantieren, versagen wir bei dieser Unterstützungspflicht komplett. Vielmehr noch: Wir stellen damit unseren eigenen Kindern eine Falle. Denn gross ist die Versuchung, sich bereits als Teenager mit einem Kollegen zusammen zu tun und mit den so gemeinsam verdienten 8000 Franken monatlich die finanzielle Unabhängigkeit zu zelebrieren. Viele werden sich nicht mehr motiviert fühlen, für viel weniger Geld eine Berufslehre zu absolvieren.

Latte für Berufseinstieg wird massiv höher gestellt

Nicht genug, dass die Initiative so unser erfolgreiches System der dualen Berufsbildung untergräbt. Zusätzlich gefährdet sie Arbeitsstellen im tieferen Lohnsegment, die gerade für Berufseinsteiger wichtig sind. Solche Stellen werden wegen den steigenden Lohnkosten wegrationalisiert und  verschwin-den. Gleichzeitig wird mit den staatlich diktierten Mindestlöhnen die Schwelle für eine Festanstellung in die Höhen geschraubt, weil viele Unternehmen am Anfang nicht soviel zahlen können. Den Schaden dieses unverantwortlichen Handelns baden die jungen Berufseinsteiger aus, die künftig von Praktika zu Praktika weitergereicht werden, ohne eine Festanstellung zu erhalten.

Schädlich auch für Studierende

Als weitere Gruppe trifft die Mindestlohn-Initiative auch die Studierenden, die sich mit einem Nebenjob das Studium finanzieren wollen. Studenten, die temporär arbeiten, können und sollen nicht gleich viel verdienen, wie die fest angestellte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Viele Firmen würden bei einer Annahme der Mindestlohn-Initiative keine Jobs mehr für Studierende anbieten, zum direkten Schaden der jungen Generation, die über diesen Weg ihre Ausbildungen mitfinanzieren muss.  Der Mindestlohn führt dazu, dass die Berufseinsteiger und Leute am unteren Ende der Leistungs- und Qualifikationsskala benachteiligt werden. Gewisse Gruppen von Leuten würden gar nicht mehr eingestellt.

Damit entpuppt sich die Initiative als sozialpolitischer Bumerang, weil sie die Arbeitsmarktintegration und den Berufseinstieg erschwert. In der Konsequenz riskieren wir Entlassungen und mehr Arbeitslosigkeit. Die Befürworter erreichen mit ihrer Initiative genau das Gegenteil von dem, was sie anstreben. Die Mindestlohn-Initiative ist deshalb abzulehnen.

„Steigende Arbeitslosenzahlen haben noch nie zu mehr Wohlstand geführt, Herr Levrat!“

4 Apr

Von Hans-Ulrich Bigler, Direktor Schweizerischer Gewerbeverband sgv

  • „Falls die Initiative durchkommt, werde ich die begehrten Sommerjobs für Studenten in meinem Geschäft zusammenstreichen müssen.“ – René Doswald; Detailhändler Brissago
  • „Schon nach der Geburt meiner Kinder war es schwierig, wieder einen Teilzeitjob zu finden und den Wiedereinstieg in den Beruf zu schaffen. (…) Mit der Mindestlohn-Initiative würden diese Hürden nochmals höher werden“ – Cornelia Schaffner; Schuhverkäuferin Gelterkinden
  • „Mit der Mindestlohn-Initiative setzen wir gegenüber unseren Jugendlichen völlig falsche Anreize und locken Sie in die Armutsfalle“ – Alfons Kaufmann, Malermeister in Wallbach
  • „Für uns, sowie für viele andere Rand- und Berggebiete hätte die Initiative nur negative Konsequenzen. (…) Ein Lohn von 22 Franken pro Stunde ist bei uns im Tourismus- und Dienstleistungssektor einfach nicht bezahlbar. (…) Ich habe keine Ahnung, wie unser Betrieb dieses Problem lösen könnte.“ – Jean-Claude Schuwey; Gemeindepräsident Jaun und Präsident der Bergbahnen Jaun-Gastlosen

Das ist nur eine Auswahl von Unternehmerstimmen, von Stimmen von Mitarbeiterinnen, Studenten und Behördenvertretern, die in der aktuellen Ausgabe der Schweizerischen Gewerbezeitung , die ab heute Freitag an alle Schweizer Haushalte verteilt wird, anhand ihrer Situationen vor der Mindestlohn-Initiative warnen.

Schweizer Erfolgs­modell nicht gefährden: Die Abstimmungs­zeitung gegen den schädlichen Mindestlohn ist jetzt online!

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Die Liste liesse sich beliebig erweitern. Beispielsweise mit der überdeutlichen Warnung der Zürcher Regierung vor negativen Auswirkungen auf die Erwerbsquote und die Arbeitslosigkeit, wenn sie schreibt: „Die Initiative würde also jenen Menschen schaden, die eigentlich geschützt werden sollen.“ Die Luzerner Regierung stösst ins gleiche Alarmhorn, wenn sie „fatale Folgen“ für die gewerblich geprägte Luzerner Wirtschaft prophezeit, sollte die Mindestlohn-Initiative am 18. Mai angenommen werden.  Und auch die Schweizer Gemüseproduzenten schreiben: „Ein Mindestlohn von 22.-/Stunde würde die saisonabhängige und personalintensive Gemüsebranche lahmlegen.“

Die Fakten gegen die schädliche Mindestlohn-Initiative, die mit einem weltrekordhohen staatlich diktierten Mindestlohn zahlreiche Arbeitsplätze kosten und viele KMU in ihrer Existenz bedrohen, sind erdrückend. Gerade Menschen mit tieferen Einkommen, Jugendliche, Frauen und Leute, die wieder ins Berufsleben einsteigen wollen, werden als erste getroffen.

Dieser wirtschaftlichen Realität kann offenbar auch SP Präsidenten Christian Levrat in seiner Pressekonferenz nichts anderes als eine theoretische aber wirtschaftlich komplett an den Haaren herbeigezogene Argumentation entgegensetzen. Wenn er behauptet, diese Job-Vernichtungsmaschinerie würde die Kaufkraft ankurbeln und die Volkswirtschaft stärken sieht man, wie wenig die Initianten über die schädlichen Folgen ihres Tuns nachgedacht haben. Steigende Arbeitslosenzahlen haben noch nie zu mehr Wohlstand geführt, Herr Levrat!

Wie die Gewerkschaftsfunktionäre der Unia und des SGB, die mit dieser Initiative wohl nur die eigene Profilierung im Sinn haben, würde sich auch der SP-Präsident besser darum kümmern, dass die Jugendarbeitslosigkeit in der Schweiz weiterhin tief gehalten werden kann. Statt mit solch verantwortungslosen Initiativen Frauen und Jugendliche aus dem Arbeitsprozess zu drängen sollte er sich besser bemühen, dass die Erwerbsquote von über 80 Prozent weiter zu steigern, die insbesondere dank der guten Integration der Frauen in den Arbeitsmarkt so hoch ist. Und anstatt ländliche Regionen und Berggebieten mit einem einheitlichen staatlichen Mindestlohn ausbluten zu lassen, wäre er besser beraten, sich um die hart erkämpften Arbeitsplätze in diesen Regionen zu kümmern, anstatt diese noch zusätzlich unter Druck zu setzen.

Starres Lohndiktat, das Schwächere aus dem Arbeitsmarkt verdrängt, Teilzeitstellen vernichtet und nicht zwischen Regionen, Branchen und Qualifikationen unterscheidet? Darum am 18. Mai: Nein zum schädlichen Mindestlohn!

Starres Lohndiktat, das Schwächere aus dem Arbeitsmarkt verdrängt, Teilzeitstellen vernichtet und nicht zwischen Regionen, Branchen und Qualifikationen unterscheidet? Darum am 18. Mai: Nein zum schädlichen Mindestlohn!

Mindestlohn-Initiative bricht Berg- und Randregionen das Genick

28 Mrz

Hans-Ulrich Bigler, Direktor Schweizerischer Gewerbeverband sgv

Der Medianlohn in der Grossregion Zürich ist um 21 Prozent höher als im Tessin. Der Espresso und die Mieten sind umgekehrt im Tessin günstiger als in Zürich. Diese Unterschiede blendet die Mindestlohn-Initiative komplett aus und schädigt dadurch strukturschwächere Gebiete, die mit weniger Wirtschaftsleistung genau dieselben Lohnkosten tragen müssen wie die Ballungszentren. Ein Mindestlohn hat deshalb besonders schädliche Konsequenzen auf strukturschwache Berg- und Randregionen.Viele Unternehmen können dort schlicht nicht dieselben Löhne zahlen, wie sie für die Grossagglomerationen Zürich, Basel, Bern oder Genf gelten.

Zürich City und Bergdorf in denselben Topf geworfen

Szene eins: Ein Blumenladen in einer Schweizer Berggemeinde. Die Touristensaison dauert wenige Monate. Die innovative Floristin und ihre beiden Aushilfs-Mitarbeiterinnen haben es geschafft, trotz sehr anspruchsvoller Ausgangslage ein Geschäft aufzubauen. Dank guter Ausrichtung auf den Tourismus und hohem Kostenbewusstsein ermöglicht der Blumenladen den drei Frauen ein Zweiteinkommen in dieser Region, wo jeder Arbeitsplatz für die ganze Gemeinde wichtig ist. Sie und ihre Familien haben so die Möglichkeit hier zu leben und ihre Kinder hier in die Schule zu schicken. In die Schule, die gerade dank diesen Familien weiterhin offen bleibt.

Szenenwechsel: Zürcher Bahnhofstrasse mit einer Frequenz von zigtausend Passanten vor einem grossen boomenden Blumenladen mit insgesamt über 50 Angestellten. Schnitt: Niemand wird bestreiten, dass das Geschäftsumfeld der beiden Floristengeschäfte völlig anders und die wirtschaftlichen Möglichkeiten der beiden Unternehmen meilenweit voneinander entfernt sind. Umso unsinniger erscheint die Forderung der Mindestlohn-Initiative. Diese diktiert beiden Unternehmen per staatlichem Dekret den genau gleichen Mindestlohn. Alles wird über denselben Leisten geschlagen und sämtliche in der Realität noch so offenkundigen Unterschiede werden fahrlässig ignoriert.

Die Berg- und Randgebiete können sich abmelden

Weite Teile der Bergkantone sowie die ländlich geprägten Teile der Schweiz verlieren massiv an Wettbewerbsfähigkeit, wenn über alle Regionen ein gleicher Mindestlohn staatlich diktiert wird. Sie sind die grossen Verlierer, weil die tiefen Lohn- und Lebenshaltungskosten ihr entscheidender Wettbewerbsvorteil sind. Dieser Vorteil wird von der ignoranten Mindestlohn-Initiative einfach weggeputzt. Als ob die Schweiz einzig aus der Zürcher Bahnhofstrasse bestehen würde. Die Folge ist für die Berg- und Randregionen fatal. Weil sie dieselben Lohnkosten wie Metropolen tragen müssen, werden in diesen Gebieten viele wertvolle Arbeitsplätze verschwinden. Und das in Gebieten, in denen Arbeitsplätze ein wichtiger Teil des gesellschaftlichen Zusammenhalts und die Grundlage eines noch funktionierenden Dorflebens sind. Es ist anspruchsvoll in diesen Gebieten erfolgreich zu wirtschaften. Wir dürfen nicht zulassen, dass wir mit der Mindestlohn-Initiative ganzen Regionen den Boden unter den Füssen wegziehen.

Im Tessin liegt der Lohn bei rund einem Fünftel der Arbeitsplätze unter 22.- Franken pro Stunde

Im Tessin liegt der Lohn bei rund einem Fünftel der Arbeitsplätze unter 22.- Franken pro Stunde

Betroffen sind Viele, nicht nur Einzelne

Die Mindestlohn-Initiative bedroht so grosse Teile der Schweiz und nicht nur einzelne Bergtäler. Illustriert werden kann dies am Beispiel des Kantons Tessin, wo der Lohn bei rund einem Fünftel der Arbeitsplätze unter 22 Franken pro Stunde liegt. Im Tessin sind Branchen wie Hotellerie, Gastronomie, die viele Löhne im Tieflohnbereich haben, sehr wichtig und machen einen grossen Teil an der Gesamtwirtschaft aus. Ähnlich sieht es im Wallis, im Graubünden, der Zentral- und Ostschweiz aber auch in vielen Gebieten im Mittelland aus, die mit dem staatlich diktierten Mindestlohn gegenüber den Ballungszentren enorm an Boden verlieren werden. So warnt beispielsweise die Bündner Wirtschaft eindringlich vor den
Negativ­konsequenzen: Bereits heute werde dem Tourismus – wenn auch zu Unrecht – vorgeworfen, dass er im Vergleich zum Ausland zu teuer sei. Ein zusätzlicher Lohnschub würde dazu führen, dass die Leistungen zwar teurer aber dieselben bleiben werden und wir weniger Gäste haben. Wenn wir in allen Regionen in der Schweiz Rahmenbedingungen ermöglichen wollen, mit denen sich diese wirtschaftlich und gesellschaftlich weiterentwickeln können, dürfen wir diese nicht mit einem staatlich diktierten Mindestlohn für die ganze Schweiz ausbremsen und gegenüber dem Ausland und den anderen Teilen der Schweiz benachteiligen.

Der staatlich diktierte Mindestlohn ist ein regional- und entwick­lungs­poli­tischer Unsinn, mit dem ganze Regionen benachteiligt und geschwächt werden, was schlussendlich über den nationalen Finanzausgleich auch die strukturstarken Kantone treffen wird. Am 18. Mai 2014 geht es darum, ob wir gewisse Randregionen ausbluten lassen oder ob wir ihnen weiterhin vernünftige wirtschaftliche Bedingungen zugestehen wollen. Deshalb sagen wir entschlossen Nein zum staatlich diktierten Mindestlohn!

Starres Lohndiktat, das Schwächere aus dem Arbeitsmarkt verdrängt, Teilzeitstellen vernichtet und nicht zwischen Regionen, Branchen und Qualifikationen unterscheidet? Darum am 18. Mai: Nein zum schädlichen Mindestlohn!

Starres Lohndiktat, das Schwächere aus dem Arbeitsmarkt verdrängt, Teilzeitstellen vernichtet und nicht zwischen Regionen, Branchen und Qualifikationen unterscheidet? Darum am 18. Mai: Nein zum schädlichen Mindestlohn!

Was werden Sie sagen, Herr Lampart?

19 Mrz

Hans-Ulrich Bigler, Direktor Schweizerischer Gewerbeverband sgv

Ich gehe davon aus, Herr Lampart, dass Sie als Chefökonom der Gewerkschaft Unia wirtschaftliche Zusammenhänge verstehen und einordnen können. Umso empörender und unverständlich ist es für mich, dass Sie seit Wochen für die schädliche Mindestlohn-Initiative Propaganda machen, die schlussendlich  insbesondere die Jungen, Berufseinsteiger, Frauen und die Schwachen in unserer Gesellschaft treffen wird. Das sind Ihre Leute, Herr Lampart, die Sie mit der Mindestlohn-Initiative in die Falle locken. Statt sich für Arbeitsplätze und damit gegen Armut und Ausgrenzung einzusetzen, schmieren Sie den Leuten Honig um den Mund und arbeiten einzig für die Profilierung Ihrer Organisation. Das hilft diesen Leuten, die das Ganze dann ausbaden dürfen, in keiner Weise.

Oder was werden Sie der jungen Frau nach Annahme der Initiative erklären, die aufgrund eines Schicksalsschlages längere Zeit nicht mehr arbeiten konnte und nun wieder Anschluss ans Gesellschafts- und Berufsleben sucht. Für sie schnellt die Schwelle für den Wiedereinstieg in unerreichbare Höhe. Dies weil ihr kein Arbeitgeber für ihre Leistung einen Lohn von 22 Franken pro Stunde geben kann, den Sie in die Verfassung schreiben lassen wollen.

Starres Lohndiktat, das Schwächere aus dem Arbeitsmarkt verdrängt, Teilzeitstellen vernichtet und nicht zwischen Regionen, Branchen und Qualifikationen unterscheidet? Darum am 18. Mai: Nein zum schädlichen Mindestlohn!

Starres Lohndiktat, das Schwächere aus dem Arbeitsmarkt verdrängt, Teilzeitstellen vernichtet und nicht zwischen Regionen, Branchen und Qualifikationen unterscheidet? Darum am 18. Mai: Nein zum schädlichen Mindestlohn!

Oder was sagen Sie zum Serviceangestellten, der wegen der Mindestlohn-Initiative künftig statt 3800 Franken auf dem Konto keine Arbeit und kein Einkommen mehr hat? Er landet auf dem Arbeitsamt, weil sein Betrieb die aufdiktierten Zusatzkosten nicht mehr tragen kann. Er wird viel Zeit haben, in der Verfassung nachzulesen, dass Sie ihm einen staatlichen Mindestlohn von 4000 Franken eingebrockt haben, der ihn nun aus dem Arbeitsmarkt drängt.

Und was sagen Sie der Mutter von drei Kindern, die nach 10 Jahren Familienpause wieder im Berufsleben Fuss fassen will? Sie wird keine Chance mehr erhalten, ihr vorhandenes aber veraltetes Wissen in der Wirtschaft wieder aufzufrischen und sich neu zu bewähren.

Es werden Ihnen auch die Erklärungen fehlen, um dem jungen Familienvater zu antworten, den Sie als jugendlichen Berufseinsteiger mit 4000 Franken Grundlohn in die Armutsfalle gelockt haben. Statt in eine Berufslehre zu investieren, hat er sich von den falschen Anreizen verführen lassen und sitzt dann als erster auf der Strasse, sobald die Wirtschaft wegen schädlichen Initiativen wie der Mindestlohn-Initiative nicht mehr so rund läuft.

Ich frage Sie, Herr Lampart: Was werden Sie diesen Leuten sagen, sollte die schädliche Mindestlohn-Initiative angenommen werden?

Informative Inhalte und überzeugende Argumente gegen den schädlichen Mindestlohn neu auch online unter www.mindestlohn-nein.ch

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